1,1 Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel geredet
hat jenseits des Jordan, in der Wüste, in der Ebene, Suf
gegenüber, zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab.
1,2 Elf Tage sind es vom Horeb, auf dem Weg zum Gebirge
Seir, bis Kadesch-Barnea.
1,3 Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat,
am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Söhnen Israel
nach allem, was ihm der HERR für sie geboten hatte, 1,4
nachdem er Sihon, den König der Amoriter, der in Heschbon
wohnte, geschlagen hatte und Og, den König von Basan, der
in Aschtarot [und] in Edrei wohnte. 1,5 Jenseits des Jordan,
im Land Moab, fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen, indem er
sprach: 1,6 Der HERR, unser Gott, redete zu uns am Horeb
und sprach: Lange genug seid ihr an diesem Berg geblieben. 1,7
Wendet euch, brecht auf und zieht zum Gebirge der Amoriter und
zu allen ihren Nachbarn in der Ebene, auf dem Gebirge, in der
Niederung und im Süden und an der Küste des Meeres,
in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis an den großen
Strom, den Euphratstrom! 1,8 Siehe, ich habe das Land vor
euch dahingegeben. Geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von
dem der HERR euren Vätern, Abraham, Isaak und Jakob geschworen
hat, [es] ihnen und ihren Nachkommen nach ihnen zu geben! 1,9
Und in jener Zeit sprach ich zu euch: Ich allein kann euch nicht
tragen. 1,10 Der HERR, euer Gott, hat euch zahlreich werden
lassen, und siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels an
Menge. 1,11 Der HERR, der Gott eurer Väter, füge
zu euch [noch] tausendmal [so viel], wie ihr seid, hinzu und segne
euch, wie er zu euch geredet hat! 1,12 Wie könnte
ich allein eure Bürde und eure Last und euren Rechtsstreit
tragen? 1,13 Bringt weise und verständige und anerkannte
Männer für eure Stämme, daß ich sie als Oberhäupter
über euch einsetze! 1,14 Und ihr antwortetet mir und
sagtet: Gut ist die Sache, die zu tun du angekündigt hast.
1,15 Und ich nahm die Oberhäupter eurer Stämme,
weise und anerkannte Männer, und setzte sie als Oberhäupter
über euch ein, als Oberste über Tausend und Oberste
über Hundert und Oberste über Fünfzig und Oberste
über Zehn und als Verwalter für eure Stämme. 1,16
Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit: Hört [die Streitsachen]
zwischen euren Brüdern und richtet gerecht zwischen einem
Mann und seinem Bruder und dem Fremden bei ihm! 1,17 Ihr
sollt im Gericht nicht die Person ansehen; den Kleinen wie den
Großen sollt ihr hören. Ihr sollt euch vor niemandem
fürchten, denn das Gericht ist Gottes Sache. Die Sache aber,
die zu schwer für euch ist, bringt vor mich, daß ich
sie höre! 1,18 So gebot ich euch in jener Zeit all
die Dinge, die ihr tun solltet.
V. 19-46: 4Mo 13; 14.
1,19 Und wir brachen auf vom Horeb und zogen durch diese
ganze große und schreckliche Wüste, die ihr gesehen
habt auf dem Weg zum Gebirge der Amoriter, wie der HERR, unser
Gott es uns geboten hatte; und wir kamen bis Kadesch-Barnea. 1,20
Und ich sagte zu euch: Ihr seid bis zu dem Gebirge der Amoriter
gekommen, das der HERR, unser Gott, uns gibt. 1,21 Siehe,
der HERR, dein Gott, hat das Land vor dir dahingegeben. Zieh hinauf,
nimm in Besitz, wie der HERR, der Gott deiner Väter, zu dir
geredet hat! Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!
1,22 Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: Laßt uns
Männer vor uns hersenden, daß sie das Land für
uns erkunden und uns Bericht erstatten über den Weg, auf
dem wir hinaufziehen, und über die Städte, zu denen
wir kommen sollen! 1,23 Und die Sache war gut in meinen
Augen. Und ich nahm zwölf Männer von euch, je einen
Mann für den Stamm. 1,24 Und sie wandten sich und
zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und
kundschafteten es aus. 1,25 Und sie nahmen von den Früchten
des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab. Und sie
erstatteten uns Bericht und sagten: Das Land ist gut, das der
HERR, unser Gott, uns gibt. 1,26 Aber ihr wolltet nicht
hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN,
eures Gottes. 1,27 Und ihr murrtet in euren Zelten und
sagtet: Weil der HERR uns haßt, hat er uns aus dem Land
Ägypten herausgeführt, um uns in die Hand der Amoriter
zu geben, damit sie uns vernichten. 1,28 Wohin ziehen wir?
Unsere Brüder haben unser Herz verzagt gemacht, indem sie
sagten: Ein Volk, größer und höhergewachsen als
wir, Städte, groß und bis an den Himmel befestigt,
und sogar Enakitersöhne haben wir dort gesehen! 1,29
Da sagte ich zu euch: Erschreckt nicht und fürchtet euch
nicht vor ihnen! 1,30 Der HERR, euer Gott, der vor euch
herzieht, er wird für euch kämpfen nach allem, was er
in Ägypten vor euren Augen für euch getan hat, 1,31
und in der Wüste, wo du gesehen hast, daß der HERR,
dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt,
auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort
kamt. 1,32 Aber trotzdem hatte niemand von euch Vertrauen
in den HERRN, euren Gott, 1,33 der auf dem Weg vor euch
herzog, um euch einen Ort auszusuchen, damit ihr euch lagern konntet:
bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Weg sehen konntet, auf dem
ihr zoget, und bei Tag in der Wolke. 1,34 Der HERR aber
hatte den Lärm eurer Reden gehört. Da wurde er zornig
und schwor: 1,35 Wenn irgend jemand unter diesen Männern,
[von] dieser bösen Generation, das gute Land sehen wird,
das ich euren Vätern zu geben geschworen habe! 1,36
Nur Kaleb, der Sohn des Jefunne, er soll es sehen, und ihm und
seinen Söhnen werde ich das Land geben, das er betreten hat,
dafür, daß er ganz und gar hinter dem HERRN [stand].
- 1,37 Auch gegen mich wurde der HERR zornig euretwegen
und sprach: Auch du sollst nicht dort hineinkommen! 1,38
Josua, der Sohn des Nun, der vor dir steht, er soll dorthin kommen!
Ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen! -
1,39 Und eure [kleinen] Kinder, von denen ihr sagtet: `Sie
werden zur Beute werden!', und eure Söhne, die heute weder
Gutes noch Böses kennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen
werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen. 1,40
Ihr aber, wendet euch und brecht auf zur Wüste, auf dem Weg
zum Schilfmeer!
1,41 Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: Wir haben gegen
den HERRN gesündigt! Wir wollen hinaufziehen und kämpfen
nach allem, was der HERR, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr
gürtetet ein jeder seine Waffen um und hieltet es für
ein Leichtes, ins Gebirge hinaufzuziehen. 1,42 Da sprach
der HERR zu mir: Sprich zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft
nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; damit ihr nicht vor
euren Feinden geschlagen werdet! 1,43 So redete ich zu
euch, aber ihr hörtet nicht. Und ihr wart widerspenstig gegen
den Befehl des HERRN und handeltet vermessen und zogt in das Gebirge
hinauf. 1,44 Da zogen die Amoriter aus, die auf jenem Gebirge
wohnten, euch entgegen und jagten euch nach, wie es die Bienen
tun, und zersprengten euch in Seir bis nach Horma. 1,45
Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem HERRN. Aber der
HERR hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht
zu euch. - 1,46 Und ihr bliebet in Kadesch viele Tage,
eben die Zeit, die ihr [dort] bliebet.
2,1 Und wir wandten uns und brachen auf zur Wüste,
auf dem Weg zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir geredet hatte.
Und wir umzogen das Gebirge Seir viele Tage [lang]. 2,2
Und der HERR redete zu mir und sprach: 2,3 Lange genug
habt ihr dieses Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden! 2,4
Und gebiete dem Volk und sage: Ihr werdet nun das Gebiet eurer
Brüder, der Söhne Esau, durchziehen, die in Seir wohnen,
und sie werden sich vor euch fürchten. Aber hütet euch
wohl! 2,5 Laßt euch nicht in Streit mit ihnen ein,
denn ich werde euch von ihrem Land auch nicht die Breite einer
Fußsohle geben! Denn das Gebirge Seir habe ich dem Esau
zum Besitz gegeben. 2,6 Nahrung sollt ihr für Geld
von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und auch Wasser sollt
ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt.
2,7 Denn der HERR, dein Gott, hat dich in allem Tun deiner
Hand gesegnet. Er gab acht auf deine Wanderung durch diese große
Wüste: diese vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, mit dir
gewesen; es hat dir an nichts gemangelt.
2,8 Und wir zogen von unseren Brüdern, den Söhnen
Esau, die in Seir wohnen, weiter [weg] von der Arabastraße,
von Elat und von Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem
Weg zur Wüste Moabs. 2,9 Da sprach der HERR zu mir:
Befehde Moab nicht und laß dich nicht in einen Krieg mit
ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Land keinen Besitz geben!
Denn Ar habe ich den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. - 2,10
Früher wohnten die Emiter darin, ein großes und zahlreiches
und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter. 2,11 Auch sie
werden für Riesen gehalten wie die Enakiter; die Moabiter
aber nennen sie Emiter. 2,12 Und in Seir wohnten früher
die Horiter. Aber die Söhne Esau verdrängten sie und
vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer Stelle, so
wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der
HERR ihnen gegeben hat. - 2,13 Nun macht euch auf und zieht
über den Bach Sered! Und wir zogen über den Bach Sered.
2,14 Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten,
bis wir über den Bach Sered zogen, [betrugen] 38 Jahre, bis
die Generation der kriegstüchtigen Männer aus dem Lager
vollständig [aufgerieben war], so wie der HERR ihnen geschworen
hatte. 2,15 Und zwar war die Hand des HERRN gegen sie,
um sie aus dem Lager vollständig auszutilgen.
2,16 Und es geschah, als die kriegstüchtigen Männer
aus der Mitte des Volkes vollständig weggestorben waren,
2,17 da redete der HERR zu mir und sprach: 2,18
Du wirst heute das Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen 2,19
und dich den Söhnen Ammon nähern, [bis du ihrer Grenze]
gegenüber[stehst]. Du sollst sie nicht befehden und dich
nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem
Land der Söhne Ammon keinen Besitz geben! Denn ich habe es
den Söhnen Lot zum Besitz gegeben. - 2,20 Auch dieses
wird für ein Land der Riesen gehalten. Riesen wohnten früher
darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter: 2,21 ein
großes und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die
Enakiter. Und der HERR vernichtete sie vor ihnen, und sie verdrängten
sie und wohnten an ihrer Stelle, 2,22 so wie er [es] für
die Söhne Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor denen er
die Horiter vernichtete, so daß sie sie verdrängten
und an ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag. 2,23 Und
[was] die Awiter [betrifft], die in Dörfern bis Gaza hin
wohnten: die Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben
sie vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. - 2,24 Macht
euch auf, brecht auf und zieht über den Fluß Arnon!
Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den König von Heschbon,
und sein Land in deine Hand gegeben. Fang an, nimm [es] in Besitz
und laß dich in einen Krieg mit ihm ein! 2,25 An
diesem Tag will ich anfangen, Schrecken und Furcht vor dir auf
die Völker unter dem ganzen Himmel zu legen: Wenn sie die
Nachricht von dir hören, werden sie vor dir zittern und beben.
2,26 Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemot an
Sihon, den König von Heschbon, mit Worten des Friedens und
ließ [ihm] sagen: 2,27 Ich möchte durch dein
Land ziehen auf der Straße! [Nur] auf der Straße will
ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.
2,28 Nahrung sollst du mir für Geld verkaufen, daß
ich esse, und Wasser sollst du mir für Geld geben, daß
ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen Füßen
- 2,29 wie mir die Söhne Esau getan haben, die in
Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen -, bis ich über
den Jordan hinüberziehe in das Land, das der HERR, unser
Gott, uns gibt. 2,30 Aber Sihon, der König von Heschbon,
wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der HERR, dein
Gott, hatte seinen Geist verhärtet und sein Herz verstockt,
damit er ihn in deine Hand gäbe, so wie es heute ist. 2,31
Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und
sein Land vor dir dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit
dir sein Land gehört!
V. 32-37: Kap. 3,1-10; Jos 12,1-6.
2,32 Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahza,
er und all sein Volk. 2,33 Aber der HERR, unser Gott, gab
ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und
all sein Volk. 2,34 In jener Zeit nahmen wir alle seine
Städte ein, und wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt,
an Männern, Frauen und Kindern; wir ließen keinen übrig,
der entkam. 2,35 Nur das Vieh erbeuteten wir für uns
und die Beute der Städte, die wir einnahmen. 2,36
Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der
Stadt, die im Flußtal [liegt], bis Gilead gab es keine Stadt,
die uns zu stark gewesen wäre: alles gab der HERR, unser
Gott, vor uns dahin. 2,37 Nur dem Land der Söhne Ammon,
dem ganzen Gebiet am Fluß Jabbok, hast du dich nicht genähert,
noch den Städten des Gebirges, nach allem, was der HERR,
unser Gott, geboten hatte.
V. 1-10: Kap. 2,32-37; V. 1-17: Jos 12,1-6.
3,1 Und wir wandten uns und zogen den Weg nach Basan hinauf.
Und Og, der König von Basan, zog zum Kampf aus, uns entgegen
nach Edrei, er und all sein Volk. 3,2 Und der HERR sprach
zu mir: Fürchte ihn nicht, denn in deine Hand habe ich ihn
und all sein Volk und sein Land gegeben! Und tu [mit] ihm, wie
du [mit] Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der in
Heschbon wohnte! 3,3 Und der HERR, unser Gott, gab auch
Og, den König von Basan, und all sein Volk in unsere Hand.
Und wir schlugen ihn, bis ihm keiner übrigblieb, der entkam.
3,4 Und alle seine Städte nahmen wir in jener Zeit
ein. Es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte,
den ganzen Landstrich Argob, das Königreich des Og in Basan;
3,5 alle diese Städte waren befestigt mit hohen Mauern,
Toren und Riegeln; abgesehen von den sehr vielen offenen Landstädten.
3,6 Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, wie wir es
bei Sihon, dem König von Heschbon, getan hatten. Wir vollstreckten
an ihrer ganzen Bevölkerung den Bann: an Männern, Frauen
und Kindern. 3,7 Aber alles Vieh und die Beute der Städte
erbeuteten wir für uns.
V. 8-17: 4Mo 32,33-42; Jos 13,8-33.
3,8 So nahmen wir in jener Zeit aus der Hand der beiden
Könige der Amoriter das Land, das jenseits des Jordan ist,
vom Fluß Arnon bis an den Berg Hermon 3,9 - die Sidonier
nennen den Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir -:
3,10 alle Städte der Ebene und das ganze Gilead und
das ganze Basan bis nach Salcha und Edrei, den Städten im
Königreich des Og in Basan. 3,11 Denn nur Og, der
König von Basan, war von dem Rest der Riesen [noch] übriggeblieben.
Siehe, sein Bett, ein Bett aus Eisen, ist es nicht in Rabba, [der
Hauptstadt] der Söhne Ammon? Seine Länge [beträgt]
neun Ellen und seine Breite vier Ellen, nach der Elle eines Mannes.
3,12 Dieses Land nahmen wir zu jener Zeit in Besitz. [Das
Land] von Aroer an, das am Fluß Arnon [liegt], und die Hälfte
des Gebirges Gilead und seine Städte gab ich den Rubenitern
und den Gaditern. 3,13 Und den Rest von Gilead und das
ganze Basan, das Königreich des Og, gab ich dem halben Stamm
Manasse, den ganzen Landstrich Argob. Dieses ganze Basan wird
das Land der Riesen genannt. 3,14 Jair, der Sohn Manasses,
nahm den ganzen Landstrich Argob bis zur Grenze der Geschuriter
und der Maachatiter und nannte sie, [die Ortschaften von] Basan,
nach seinem Namen: Zeltdörfer Jairs; [so heißen sie]
bis auf diesen Tag. 3,15 Und dem Machir gab ich Gilead.
3,16 Und den Rubenitern und den Gaditern gab ich [das Land]
von Gilead bis zum Fluß Arnon, und zwar bis zur Mitte des
Flußtales als Grenze und bis zum Fluß Jabbok, der
Grenze der Söhne Ammon, 3,17 und die Ebene mit dem
Jordan als Grenze, von Kinneret bis zum Meer der Ebene, dem Salzmeer,
unterhalb der Abhänge des Pisga nach Osten zu.
3,18 Und ich gebot euch zu jener Zeit und sagte: Der HERR,
euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es in Besitz zu nehmen.
Gerüstet sollt ihr vor euren Brüdern, den Söhnen
Israel, hinüberziehen, alle Kriegstüchtigen. 3,19
Nur eure Frauen und eure Kinder und euer Vieh - ich weiß,
daß ihr viel Vieh habt - sollen in euren Städten bleiben,
die ich euch gegeben habe, 3,20 bis der HERR euren Brüdern
Ruhe verschafft wie euch und auch sie das Land in Besitz nehmen,
das der HERR, euer Gott, ihnen jenseits des Jordan gibt. Dann
sollt ihr zurückkehren, jeder zu seinem Besitz, den ich euch
gegeben habe. 3,21 Und dem Josua gebot ich zu jener Zeit
und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was der HERR, euer
Gott, diesen beiden Königen getan hat. So wird der HERR allen
Königreichen tun, zu denen du hinüberziehst. 3,22
Fürchtet sie nicht! Denn der HERR, euer Gott, er ist es,
der für euch kämpft.
3,23 Und ich flehte zu jener Zeit zum HERRN um Erbarmen:
3,24 Herr, HERR, du hast begonnen, deinen Knecht deine
Größe und deine starke Hand sehen zu lassen. Denn wo
im Himmel und auf Erden ist ein Gott, der [so etwas] wie deine
Werke und wie deine Machttaten tun könnte? 3,25 Ich
möchte doch [auch] hinüberziehen und das gute Land sehen,
das jenseits des Jordan [liegt], dieses gute Bergland und den
Libanon. 3,26 Aber der HERR war euretwegen über mich
erzürnt und hörte nicht auf mich. Und der HERR sprach
zu mir: Laß es genug sein! Rede mir nicht mehr weiter von
dieser Sache! 3,27 Steige auf den Gipfel des Pisga und
erhebe deine Augen nach Westen und nach Norden, nach Süden
und nach Osten und sieh mit deinen Augen! Denn du wirst nicht
über diesen Jordan gehen. 3,28 Und beauftrage Josua,
stärke ihn und festige ihn! Denn er soll vor diesem Volk
hinüberziehen, und er soll ihnen das Land, das du sehen wirst,
als Erbe austeilen. - 3,29 Und wir blieben im Tal, Bet-Peor
gegenüber.
4,1 Und nun, Israel, höre auf die Ordnungen und auf
die Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt
und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR, der
Gott eurer Väter, euch gibt! 4,2 Ihr sollt nichts
hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts
davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes,
haltet, die ich euch gebiete! 4,3 Eure Augen haben gesehen,
was der HERR wegen des Baal-Peor getan hat. Denn jeden, der dem
Baal-Peor nachgelaufen ist, den hat der HERR, dein Gott, aus deiner
Mitte vernichtet. 4,4 Ihr aber, die ihr dem HERRN, eurem
Gott, anhinget, ihr seid heute alle am Leben. 4,5 Siehe,
ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie
der HERR, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr danach handelt
mitten in dem Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen.
4,6 So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit
und eure Einsicht in den Augen der Völker, die all diese
Ordnungen hören. Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises
und verständiges Volk ist diese große Nation! 4,7
Denn wo gibt es eine große Nation, die Götter hätte,
die ihr [so] nahe wären wie der HERR, unser Gott, in allem,
[worin] wir zu ihm rufen? 4,8 Und wo gibt es eine große
Nation, die [so] gerechte Ordnungen und Rechtsbestimmungen hätte
wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? 4,9
Nur hüte dich und hüte deine Seele sehr, daß du
die Dinge nicht vergißt, die deine Augen gesehen haben,
und daß sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage
deines Lebens! Und tue sie deinen Kindern und deinen Kindeskindern
kund: 4,10 An dem Tag, an dem du vor dem HERRN, deinem
Gott, am Horeb standest, als der HERR zu mir sprach: `Versammle
mir das Volk, daß ich sie meine Worte hören lasse,
die sie lernen sollen, um mich zu fürchten all die Tage,
solange sie auf dem Erdboden leben und die sie ihre Kinder lehren
sollen!', 4,11 da tratet ihr hinzu und standet unten am
Berg. Der Berg aber brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels,
[und da war] Finsternis, Gewölk und Dunkel. 4,12 Und
der HERR redete zu euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme der Worte
hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme
[war zu hören]. 4,13 Und er verkündigte euch
seinen Bund, den zu halten er euch gebot: die zehn Worte. Und
er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. 4,14 Und mir
gebot der HERR zu jener Zeit, euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen
zu lehren, damit ihr sie hieltet in dem Land, in das ihr hinüberzieht,
um es in Besitz zu nehmen.
4,15 So hütet eure Seelen sehr - denn ihr habt keinerlei
Gestalt gesehen an dem Tag, als der HERR am Horeb mitten aus dem
Feuer zu euch redete -, 4,16 daß ihr nicht zu [eurem]
Verderben handelt und euch ein Götterbild macht in Gestalt
irgendeines Götzenbildes, das Abbild eines männlichen
oder eines weiblichen [Wesens], 4,17 das Abbild irgendeines
Tieres, das [es] auf der Erde [gibt], das Abbild irgendeines geflügelten
Vogels, der am Himmel fliegt, 4,18 das Abbild von irgend
etwas, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgendeines Fisches,
der im Wasser unter der Erde ist, 4,19 und daß du
deine Augen nicht zum Himmel erhebst und, wenn du die Sonne und
den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels siehst, dich
verleiten läßt und dich vor ihnen niederwirfst und
ihnen dienst, die doch der HERR, dein Gott, allen Völkern
unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat! 4,20 Euch aber hat
der HERR genommen und euch herausgeführt aus dem eisernen
Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr das Volk seines Erbteils
wäret, so wie [es] heute [ist].
4,21 Und der HERR war euretwegen über mich erzürnt,
und er schwor, daß ich nicht über den Jordan gehen
und nicht in das gute Land kommen sollte, das der HERR, dein Gott,
dir als Erbteil gibt. 4,22 Denn ich sterbe in diesem Land,
ich gehe nicht über den Jordan. Ihr aber werdet hinüberziehen
und dieses gute Land in Besitz nehmen. 4,23 Hütet
euch, daß ihr ja nicht den Bund des HERRN, eures Gottes,
vergeßt, den er mit euch geschlossen hat, und euch ein Götterbild
macht in der Gestalt von irgend etwas, das der HERR, dein Gott,
dir verboten hat. 4,24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein
verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott!
4,25 Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst und ihr im
Lande alteingesessen seid und ihr zu [eurem] Verderben handelt
und euch ein Götterbild macht in der Gestalt irgendeines
[Lebewesens] und tut, was böse ist in den Augen des HERRN,
deines Gottes, ihn zu reizen, 4,26 so rufe ich heute den
Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf, daß ihr mit
Sicherheit schnell weggerafft werdet aus dem Land, in das ihr
über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr werdet
eure Tage darin nicht verlängern, sondern völlig vernichtet
werden. 4,27 Und der HERR wird euch unter die Völker
zerstreuen, und ihr werdet übrigbleiben, ein geringes Häuflein
unter den Nationen, wohin der HERR euch führen wird. 4,28
Dort werdet ihr Göttern dienen, dem Werk von Menschenhänden,
aus Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hören, nicht
essen und nicht riechen können.
4,29 Dann werdet ihr von dort aus den HERRN, deinen Gott,
suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen
und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst. 4,30
Wenn du in Not bist und wenn alle diese Dinge dich getroffen haben
am Ende der Tage, wirst du zum HERRN, deinem Gott, umkehren und
auf seine Stimme hören. 4,31 Denn ein barmherziger
Gott ist der HERR, dein Gott. Er wird dich nicht aufgeben und
dich nicht vernichten und wird den Bund deiner Väter nicht
vergessen, den er ihnen geschworen hat. 4,32 Denn frage
doch nach den früheren Tagen, die vor dir gewesen sind, von
dem Tag an, als Gott den Menschen auf der Erde geschaffen hat,
und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des Himmels,
ob [je] eine solch große Sache geschehen oder ob dergleichen
gehört worden sei. 4,33 Hat [je] ein Volk die Stimme
Gottes mitten aus dem Feuer reden hören, wie du sie gehört
hast, und ist am Leben geblieben? - 4,34 Oder hat [je]
ein Gott versucht hinzugehen, um sich eine Nation mitten aus einer
[anderen] Nation zu holen durch Prüfungen, durch Zeichen
und durch Wunder und durch Krieg und mit starker Hand und mit
ausgestrecktem Arm und durch große Schreckenstaten nach
allem, was der HERR, euer Gott, in Ägypten vor deinen Augen
für euch getan hat? 4,35 Du hast es zu sehen bekommen,
damit du erkennst, daß der HERR der [alleinige] Gott ist.
Außer ihm gibt es sonst keinen. 4,36 Vom Himmel her
hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen.
Und auf der Erde hat er dich sein großes Feuer sehen lassen,
und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört. 4,37
Und weil er deine Väter geliebt und ihre Nachkommen nach
ihnen erwählt hat, hat er dich mit seinem Angesicht, mit
seiner großen Kraft aus Ägypten herausgeführt,
4,38 um Nationen vor dir zu vertreiben, größer
und stärker als du, um dich herzubringen [und] dir ihr Land
als Erbteil zu geben, so wie [es] heute [ist].
4,39 So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, daß
der HERR der [alleinige] Gott ist im Himmel oben und auf der Erde
unten, keiner sonst! 4,40 Und halte seine Ordnungen und
seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen
Kindern nach dir gut geht und damit du deine Tage verlängerst
in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir für immer gibt.
4,41 Damals sonderte Mose drei Städte aus jenseits
des Jordan, gegen Sonnenaufgang, 4,420 damit ein Totschläger
dahin fliehen kann, der seinen Nächsten unabsichtlich erschlagen
hat und ihn nicht schon vorher haßte - daß er in eine
von diesen Städten fliehen und am Leben bleiben kann: 4,43
Bezer in der Wüste, im Land der Ebene, für die Rubeniter
und Ramot in Gilead für die Gaditer und Golan in Basan für
die Manassiter.
V. 46-49: Jos 12,1-6.
4,44 Und dies ist das Gesetz, das Mose den Söhnen
Israel vorlegte. 4,45 Dies sind die Zeugnisse, die Ordnungen
und die Rechtsbestimmungen, die Mose zu den Söhnen Israel
redete, als sie aus Ägypten zogen, 4,46 jenseits des
Jordan im Tal, Bet-Peor gegenüber, im Land des Sihon, des
Königs der Amoriter, der in Heschbon wohnte, den Mose und
die Söhne Israel geschlagen haben, als sie aus Ägypten
zogen. 4,47 Und sie nahmen sein Land in Besitz und das
Land des Og, des Königs von Basan, [das Land] der beiden
Könige der Amoriter, die jenseits des Jordan [wohnten, gegen]
Sonnenaufgang, 4,48 von Aroer an, das am Ufer des Flusses
Arnon [liegt], bis an den Berg Sion, das ist der Hermon, 4,49
und die ganze Ebene jenseits des Jordan, nach Osten zu und bis
an das Meer der Ebene unterhalb der Abhänge des Pisga.
5,1 Und Mose rief ganz Israel herbei und sprach zu ihnen:
Höre, Israel, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die
ich heute vor euren Ohren rede! Lernt sie und achtet darauf, sie
zu tun!
5,2 Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns
geschlossen. 5,3 Nicht mit unsern Vätern hat der HERR
diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle
am Leben sind. 5,4 Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR
auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet - 5,5
ich stand zwischen dem HERRN und euch zu jener Zeit, um euch das
Wort des HERRN zu verkünden; denn ihr fürchtetet euch
vor dem Feuer und stieget nicht auf den Berg -, indem er sprach:
V. 6-21: 2Mo 20,1-17.
5,6 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land
Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt habe. 5,7
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir . - 5,8
Du sollst dir kein Götterbild machen, irgendein Abbild dessen,
was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den
Wassern unter der Erde ist. 5,9 Du sollst dich vor ihnen
nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR,
dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der
Väter heimsucht an den Kindern und an der dritten und vierten
[Generation] von denen, die mich hassen, 5,10 der aber
Gnade erweist auf Tausende hin denen, die mich lieben und meine
Gebote halten. - 5,11 Du sollst den Namen des HERRN, deines
Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen. Denn der HERR wird den
nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht.
- 5,12 Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten,
so wie der HERR, dein Gott, es dir geboten hat! 5,13 Sechs
Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; 5,14
aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott.
Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und
deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind
und dein Esel und all dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb
deiner Tore [wohnt], damit dein Sklave und deine Sklavin ruhen
wie du. 5,15 Und denke daran, daß du Sklave warst
im Land Ägypten und daß der HERR, dein Gott, dich mit
starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgeführt
hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag
zu feiern. - 5,16 Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie
der HERR, dein Gott, [es] dir geboten hat, damit deine Tage lange
währen und damit es dir gutgeht in dem Land, das der HERR,
dein Gott, dir gibt! - 5,17 Du sollst nicht töten.
- 5,18 Und du sollst nicht ehebrechen. - 5,19 Und
du sollst nicht stehlen. - 5,20 Und du sollst kein falsches
Zeugnis gegen deinen Nächsten ablegen . - 5,21 Und
du sollst die Frau deines Nächsten nicht begehren. Und du
sollst dich nicht gelüsten lassen nach dem Haus deines Nächsten
[noch] nach seinem Feld, noch nach seinem Knecht, noch nach seiner
Magd, [noch] nach seinem Rind, noch nach seinem Esel, noch nach
allem, was dein Nächster hat.
5,22 Diese Worte redete der HERR auf dem Berg zu eurer
ganzen Versammlung mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und dem
Dunkel mit gewaltiger Stimme und fügte nichts hinzu. Und
er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
5,23 Mose als Mittler zwischen Gott und Israel
Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet,
während der Berg im Feuer brannte, da tratet ihr zu mir heran,
alle Oberhäupter eurer Stämme und eure Ältesten,
5,24 und sagtet: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns seine
Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und wir
haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehört. An diesem
Tag haben wir gesehen, daß Gott mit dem Menschen reden kann
und der am Leben bleibt. 5,25 Und nun, wozu sollen wir
sterben? Denn dieses große Feuer wird uns verzehren. Wenn
wir die Stimme des HERRN, unseres Gottes, noch weiter hören,
dann werden wir sterben. 5,26 Denn wer ist unter allen
Sterblichen, der die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem
Feuer hätte reden hören wie wir und wäre am Leben
geblieben? 5,27 Tritt du hinzu und höre alles, was
der HERR, unser Gott, sagen wird. Und du, du sollst alles zu uns
reden, was der HERR, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen
es hören und tun. 5,28 Und der HERR hörte die
Stimme eurer Worte, als ihr zu mir redetet. Da sprach der HERR
zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehört,
die sie zu dir geredet haben. Sie haben recht geredet mit allem,
was sie gesagt haben. 5,29 Möge doch diese ihre Gesinnung
bleiben, mich allezeit zu fürchten und alle meine Gebote
zu halten, damit es ihnen und ihren Kindern ewig gutgeht! 5,30
Geh, sage zu ihnen: Kehrt in eure Zelte zurück! 5,31
Du aber bleibe hier bei mir stehen! Und ich will all die Gebote
und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen zu dir reden, die
du sie lehren sollst, damit sie sie tun in dem Land, das ich ihnen
gebe, es in Besitz zu nehmen. - 5,32 Achtet nun darauf,
zu tun, wie der HERR, euer Gott, [es] euch geboten hat! Weicht
nicht [davon] ab zur Rechten noch zur Linken! 5,33 Auf
dem ganzen Weg, den der HERR, euer Gott, euch geboten hat, sollt
ihr gehen, damit ihr lebt und es euch gutgeht und ihr eure Tage
verlängert in dem Land, das ihr in Besitz nehmen werdet.
6,1 Und dies ist das Gebot, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen,
die der HERR, euer Gott, geboten hat, euch zu ehren, damit ihr
sie tut in dem Land, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz
zu nehmen, 6,2 damit du den HERRN, deinen Gott, fürchtest
alle Tage deines Lebens, um alle seine Ordnungen und seine Gebote
zu bewahren, die ich dir gebiete - du und dein Sohn und deines
Sohnes Sohn -, und damit deine Tage lange währen. 6,3
Höre nun, Israel, und achte darauf, [sie] zu tun, damit es
dir gutgeht und ihr sehr zahlreich werdet - wie der HERR, der
Gott deiner Väter, zu dir geredet hat - in einem Land, das
von Milch und Honig überfließt!
6,4 Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR
allein! 6,5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben
mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner
ganzen Kraft. 6,6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete,
sollen in deinem Herzen sein. 6,7 Und du sollst sie deinen
Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in
deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich
hinlegst und wenn du aufstehst. 6,8 Und du sollst sie als
Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen
zwischen deinen Augen sein, 6,9 und du sollst sie auf die
Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben. 6,10
Und es soll geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land
bringt, das er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen
hat, dir zu geben: große und gute Städte, die du nicht
gebaut hast, 6,11 und Häuser voll von allem Guten,
die du nicht gefüllt hast, und ausgehauene Zisternen, die
du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Olivenbäume, die
du nicht gepflanzt hast, und [wenn] du dann essen und satt werden
wirst, 6,12 so hüte dich, daß du den HERRN ja
nicht vergißt, der dich herausgeführt hat aus dem Land
Ägypten, aus dem Sklavenhaus. 6,13 Den HERRN, deinen
Gott, sollst du fürchten und ihm dienen, und bei seinem Namen
sollst du schwören. 6,14 Ihr sollt nicht anderen Göttern,
von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind,
nachlaufen - 6,15 denn als ein eifersüchtiger Gott
ist der HERR, dein Gott, in deiner Mitte -, damit nicht der Zorn
des HERRN, deines Gottes, gegen dich entbrennt und er dich vom
Erdboden weg vernichtet.
6,16 Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht prüfen,
wie ihr ihn zu Massa geprüft habt. 6,17 Halten, ja,
halten sollt ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine
Zeugnisse und seine Ordnungen, die er dir geboten hat. 6,18
Und du sollst tun, was recht und gut ist in den Augen des HERRN,
damit es dir gutgeht und du hineinkommst und das gute Land in
Besitz nimmst, das der HERR deinen Vätern zugeschworen hat,
6,19 um alle deine Feinde vor dir hinauszustoßen,
so wie der HERR geredet hat.
6,20 Wenn dein Sohn dich künftig fragt: Was [bedeuten]
die Zeugnisse und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die
der HERR, unser Gott, euch geboten hat?, 6,21 dann sollst
du deinem Sohn sagen: Sklaven waren wir beim Pharao in Ägypten.
Der HERR aber hat uns mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt,
6,22 und der HERR tat vor unseren Augen große und
unheilvolle Zeichen und Wunder an Ägypten, an dem Pharao
und an seinem ganzen Haus. 6,23 Uns aber führte er
von dort heraus, um uns herzubringen, uns das Land zu geben, das
er unsern Vätern zugeschworen hat. 6,24 Und der HERR
hat uns geboten, alle diese Ordnungen zu tun, den HERRN, unsern
Gott, zu fürchten, damit es uns gutgeht alle Tage und er
uns am Leben erhält, so wie [es] heute [ist]. 6,25
Und es wird unsere Gerechtigkeit sein, wenn wir darauf achten,
dieses ganze Gebot vor dem HERRN, unserm Gott, zu tun, so wie
er [es] uns befohlen hat.
7,1 Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt,
in das du [jetzt] hineinkommst, um es in Besitz zu nehmen, und
[wenn er dann] viele Nationen vor dir hinaustreibt: die Hetiter
und die Girgasiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die
Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter, sieben Nationen,
größer und stärker als du, 7,2 und [wenn]
der HERR, dein Gott, sie vor dir dahingibt, und du sie schlägst,
[dann] sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken. Du
sollst keinen Bund mit ihnen schließen noch ihnen gnädig
sein. 7,3 Und du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern.
Deine Tochter darfst du nicht seinem Sohn geben, und seine Tochter
darfst du nicht für deinen Sohn nehmen. 7,4 Denn er
würde deinen Sohn von mir abwenden, daß er andern Göttern
dient, und der Zorn des HERRN würde gegen euch entbrennen,
und er würde dich schnell vernichten. 7,5 Sondern
so sollt ihr an ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr niederreißen
und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim umhauen und
ihre Götterbilder mit Feuer verbrennen. 7,6 Denn du
bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR,
dein Gott, erwählt, daß du ihm als Eigentumsvolk gehörst
aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. 7,7
Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR
sich euch zugeneigt und euch erwählt - ihr seid ja das geringste
unter allen Völkern -, 7,8 sondern wegen der Liebe
des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern
geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt
und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao,
des Königs von Ägypten.
7,9 So erkenne denn, daß der HERR, dein Gott, der
Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Güte bis auf
tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote
halten, 7,10 und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht
vergilt, um sie umkommen zu lassen. Nicht zögert er gegenüber
dem, der ihn haßt, ins Angesicht vergilt er ihm! 7,11
So sollst du das Gebot und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen
halten, die zu tun ich dir heute befehle. 7,12 Und es wird
geschehen: dafür daß ihr diesen Rechtsbestimmungen
gehorcht, sie bewahrt und sie tut, wird der HERR, dein Gott, dir
den Bund und die Güte bewahren, die er deinen Vätern
geschworen hat. 7,13 Und er wird dich lieben und dich segnen
und dich zahlreich werden lassen. Er wird die Frucht deines Leibes
segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, deinen Most
und dein Öl, den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs deiner
Schafe, in dem Land, das er deinen Vätern geschworen hat,
dir zu geben. 7,14 Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern.
Kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird bei dir sein noch
bei deinem Vieh. 7,15 Und der HERR wird jede Krankheit
von dir abwenden. Und keine der bösen Seuchen Ägyptens,
die du kennst, wird er auf dich legen, sondern er wird sie auf
alle deine Hasser bringen. 7,16 Und du wirst alle Völker
verzehren, die der HERR, dein Gott, dir preisgibt. Du sollst ihretwegen
nicht betrübt sein, und du sollst ihren Göttern nicht
dienen; denn das wäre ein Fallstrick für dich. 7,17
Wenn du in deinem Herzen sagst: Diese Nationen sind größer
als ich; wie könnte ich sie vertreiben? -, 7,18 fürchte
dich nicht vor ihnen! Denk doch daran, was der HERR, dein Gott,
dem Pharao und allen Ägyptern angetan hat, 7,19 an
die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen, und
an die Zeichen und die Wunder und die starke Hand und den ausgestreckten
Arm, womit der HERR, dein Gott, dich herausgeführt hat! Ebenso
wird der HERR, dein Gott, an all den Völkern tun, vor denen
du dich fürchtest. 7,20 Und auch die Hornissen wird
der HERR, dein Gott, gegen sie senden, bis [alle], die übriggeblieben
sind und die sich vor dir versteckt haben, umgekommen sind. 7,21
Erschrick nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, ist in deiner
Mitte, ein großer und furchtbarer Gott. 7,22 Und
der HERR, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir
hinaustreiben. Du wirst sie nicht schnell vernichten können,
damit sich das Wild des Feldes nicht gegen dich vermehrt. 7,23
Und der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in
große Bestürzung versetzen, bis sie vernichtet sind.
7,24 Und er wird ihre Könige in deine Hand geben,
und du wirst ihre Namen ausrotten unter dem Himmel. Kein Mensch
wird vor dir bestehen, bis du sie vernichtet hast. 7,25
Die Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen. Du
sollst nicht das Silber und das Gold[, das] an ihnen [ist,] begehren
und es dir nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt wirst; denn
ein Greuel für den HERRN, deinen Gott, ist es. 7,26
Und du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen, damit du nicht
gleich ihm dem Bann verfällst. Du sollst es als abscheulich
verabscheuen und es für einen greulichen Greuel halten, denn
Gebanntes ist es.
8,1 Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr
halten, es zu tun, damit ihr lebt und zahlreich werdet und hineinkommt
und das Land in Besitz nehmt, das der HERR euren Vätern zugeschworen
hat. 8,2 Und du sollst an den ganzen Weg denken, den der
HERR, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wüste hat
wandern lassen, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen
[und] um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote
halten würdest oder nicht. 8,3 Und er demütigte
dich und ließ dich hungern. Und er speiste dich mit dem
Man, das du nicht kanntest und das deine Väter nicht kannten,
um dich erkennen zu lassen, daß der Mensch nicht von Brot
allein lebt. Sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht,
lebt der Mensch. 8,4 Deine Kleidung an dir ist nicht verschlissen,
und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre.
8,5 So erkenne in deinem Herzen, daß der HERR, dein
Gott, dich erzieht wie ein Mann seinen Sohn erzieht! 8,6
Halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, indem du auf seinen
Wegen gehst und ihn fürchtest. 8,7 Denn der HERR,
dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen,
Quellen und Gewässern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen;
8,8 ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstöcke,
Feigenbäume und Granatbäume; ein Land mit ölreichen
Olivenbäumen und Honig; 8,9 ein Land, in dem du nicht
in Armut [dein] Brot essen wirst, in dem es dir an nichts fehlen
wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind und aus dessen Bergen
du Kupfer hauen wirst. 8,10 Und du wirst essen und satt
werden, und du sollst den HERRN, deinen Gott, für das gute
Land preisen, das er dir gegeben hat. 8,11 Hüte dich,
daß du den HERRN, deinen Gott, nicht vergißt, indem
du seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen und seine Ordnungen,
die ich dir heute gebe, nicht hältst! - 8,12 daß
nicht, wenn du ißt und satt wirst und schöne Häuser
baust und bewohnst 8,13 und deine Rinder und deine Schafe
sich vermehren und dein Silber und Gold sich mehren und alles,
was du hast, sich mehrt, 8,14 [daß dann nicht] dein
Herz sich erhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergißt,
der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausführte;
8,15 der dich wandern ließ in der großen und
schrecklichen Wüste, [wo] feurige Schlangen und Skorpione
sind, in dem dürren Land, wo kein Wasser ist; der dir Wasser
aus dem Kieselfelsen hervorbrachte; 8,16 der dich in der
Wüste mit Man speiste, das deine Väter nicht kannten,
um dich zu demütigen und um dich zu prüfen, damit er
dir am Ende wohltue 8,17 und du [dann nicht] in deinem
Herzen sagst: Meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat
mir dieses Vermögen verschafft! 8,18 Sondern du sollst
an den HERRN, deinen Gott, denken, daß er es ist, der dir
Kraft gibt, Vermögen zu schaffen; - damit er seinen Bund
aufrechterhält, den er deinen Vätern geschworen hat,
so wie [es] heute [ist]. 8,19 Und es wird geschehen, wenn
du je den HERRN, deinen Gott, vergißt und andern Göttern
nachläufst und ihnen dienst und dich vor ihnen niederwirfst,
[so] bezeuge ich heute gegen euch, daß ihr ganz gewiß
umkommen werdet. 8,20 Wie die Nationen, die der HERR vor
euch hat umkommen lassen, so werdet ihr umkommen, dafür daß
ihr auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht hört.
2Mo 32,1-35.
9,1 Höre, Israel! Du gehst heute über den Jordan,
um hineinzuziehen, [das Land von] Nationen in Besitz zu nehmen,
[die] größer und stärker [sind] als du, Städte,
groß und bis an den Himmel befestigt, 9,2 ein großes
und hochgewachsenes Volk, die Söhne der Enakiter, die du
kennst und von denen du gehört hast: Wer kann vor den Söhnen
Enak bestehen? 9,3 So erkenne denn heute, daß der
HERR, dein Gott, es ist, der vor dir her hinübergeht als
ein verzehrendes Feuer. Er selbst wird sie vernichten und er selbst
wird sie vor dir demütigen. Und du wirst sie vertreiben und
sie schnell umkommen lassen, so wie der HERR zu dir geredet hat.
9,4 Wenn der HERR, dein Gott, sie vor dir hinausstößt,
sprich nicht in deinem Herzen: Wegen meiner Gerechtigkeit hat
der HERR mich [hierher]gebracht, um dieses Land in Besitz zu nehmen.
Denn wegen der Gottlosigkeit dieser Nationen wird der HERR sie
vor dir vertreiben. 9,5 Nicht wegen deiner Gerechtigkeit
und der Aufrichtigkeit deines Herzens kommst du hinein, um ihr
Land in Besitz zu nehmen. Sondern wegen der Gottlosigkeit dieser
Nationen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir und damit
er das Wort aufrechterhält, das der HERR deinen Vätern,
Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat. 9,6 So erkenne
denn, daß nicht wegen deiner Gerechtigkeit der HERR, dein
Gott, dir dieses gute Land gibt, es in Besitz zu nehmen! Denn
ein halsstarriges Volk bist du.
9,7 Denke daran, vergiß nicht, wie du den HERRN,
deinen Gott, in der Wüste erzürnt hast! Von dem Tag
an, als du aus dem Land Ägypten herausgezogen bist, bis ihr
an diesen Ort kamt, seid ihr widerspenstig gegen den HERRN gewesen.
9,8 Und am Horeb erzürntet ihr den HERRN, und der
HERR ergrimmte über euch, so daß er euch vernichten
wollte. 9,9 Als ich auf den Berg gestiegen war, um die
steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der
HERR mit euch geschlossen hatte, da blieb ich vierzig Tage und
vierzig Nächte auf dem Berg - Brot aß ich nicht, und
Wasser trank ich nicht -, 9,10 und der HERR gab mir die
beiden steinernen Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes. Auf
ihnen standen all die Worte, die der HERR auf dem Berg mitten
aus dem Feuer mit euch geredet hatte am Tag der Versammlung. 9,11
Und es geschah am Ende der vierzig Tage und vierzig Nächte,
da gab mir der HERR die beiden steinernen Tafeln, die Tafeln des
Bundes. 9,12 Und der HERR sprach zu mir: Mache dich auf,
steig schnell von hier hinab! Denn dein Volk, das du aus Ägypten
herausgeführt hast, hat sich versündigt. Sie sind schnell
von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben
sich ein gegossenes Bild gemacht. 9,13 Und der HERR sprach
zu mir und sagte: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, ein
halsstarriges Volk ist es. 9,14 Laß mich, daß
ich sie vernichte und ihren Namen unter dem Himmel auslösche!
Dich aber will ich zu einer Nation machen, stärker und größer
als sie. 9,15 Da wandte ich mich und stieg vom Berg herab,
die zwei Tafeln des Bundes in meinen beiden Händen, der Berg
aber brannte mit Feuer. 9,16 Und ich sah, und siehe, ihr
hattet gegen den HERRN, euren Gott, gesündigt. Ihr hattet
euch ein gegossenes Kalb gemacht. Ihr wart schnell von dem Weg
abgewichen, den der HERR euch geboten hatte. 9,17 Da faßte
ich die beiden Tafeln und warf sie aus meinen beiden Händen
und zerbrach sie vor euren Augen.
9,18 Und ich warf mich vor dem HERRN nieder wie das erste
Mal vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot aß ich nicht,
und Wasser trank ich nicht - wegen all eurer Sünden, die
ihr begangen hattet, indem ihr tatet, was in den Augen des HERRN
böse war, ihn zu reizen. 9,19 Denn ich fürchtete
mich vor dem Zorn und dem Grimm, mit dem der HERR über euch
erzürnt war, so daß er euch vernichten wollte. Und
der HERR erhörte mich auch dieses Mal. 9,20 Auch über
Aaron zürnte der HERR sehr, so daß er ihn vernichten
wollte. Und ich bat zu jener Zeit auch für Aaron. 9,21
Euer Sündenwerk aber, das ihr gemacht hattet, das Kalb, nahm
ich, verbrannte es mit Feuer und zerstieß es, indem ich
es völlig zermalmte, bis es zu feinem Staub wurde. Und ich
warf seinen Staub in den Bach, der vom Berg herabfließt.
- 9,22 Auch bei Tabera und bei Massa und bei Kibrot-Hattaawa
erzürntet ihr den HERRN. - 9,23 Und als der HERR euch
aus Kadesch-Barnea sandte und sprach: Zieht hinauf und nehmt das
Land in Besitz, das ich euch gegeben habe! - da wart ihr widerspenstig
gegen den Befehl des HERRN, eures Gottes, und ihr glaubtet ihm
nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht. 9,24 Widerspenstige
seid ihr gegen den HERRN gewesen von dem Tag an, da ich euch kenne.
9,25 Und ich warf mich vor dem HERRN nieder die vierzig
Tage und die vierzig Nächte, die ich dalag. Denn der HERR
hatte gesagt, daß er euch vernichten wollte. 9,26
Und ich betete zum HERRN und sprach: Herr, HERR! Vernichte nicht
dein Volk und dein Erbteil, das du durch deine Größe
erlöst, das du mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt
hast! 9,27 Denke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Jakob!
Kehre dich nicht an die Verstocktheit dieses Volkes und an seine
Gottlosigkeit und an seine Sünde, 9,28 damit das Land,
aus dem du uns herausgeführt hast, nicht sagt: Weil der HERR
nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, von dem er zu
ihnen geredet hatte, und weil er sie haßte, hat er sie herausgeführt,
um sie in der Wüste sterben zu lassen! 9,29 Sie sind
ja dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast
mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm.
10,1 In jener Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei
steinerne Tafeln aus wie die ersten und steige zu mir auf den
Berg herauf! Und mache dir eine Lade aus Holz! 10,2 Und
ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten
Tafeln waren, die du zerbrochen hast. Und du sollst sie in die
Lade legen. 10,3 Und ich machte eine Lade aus Akazienholz
und hieb zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten. Und ich stieg
auf den Berg, die zwei Tafeln in meiner Hand. 10,4 Und
er schrieb auf die Tafeln, [ebenso] wie die erste Schrift [war],
die zehn Worte, die der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer
zu euch geredet hatte am Tag der Versammlung. Und der HERR gab
sie mir. 10,5 Und ich wandte mich und stieg vom Berg herab.
Und ich legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und
dort blieben sie, wie der HERR mir geboten hatte.
10,6 Und die Söhne Israel brachen auf von Beerot-Bene-Jaakan
nach Moser. Dort starb Aaron, und dort wurde er begraben. Und
an seiner Stelle übte sein Sohn, Eleasar, den Priesterdienst
aus. 10,7 Von dort brachen sie auf nach Gudgoda und von
Gudgoda nach Jotbata, einem Land mit Wasserbächen.
10,8 In jener Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi dazu
aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen, vor dem HERRN zu
stehen, um seinen Dienst zu verrichten und in seinem Namen zu
segnen, bis auf diesen Tag. 10,9 Darum bekam Levi weder
Anteil noch ein Erbe mit seinen Brüdern. Der HERR selbst
ist sein Erbteil, so wie der HERR, dein Gott, ihm zugesagt hat.
10,10 Ich aber stand auf dem Berg wie die vorigen Tage,
vierzig Tage und vierzig Nächte, und der HERR erhörte
mich auch dieses Mal. Der HERR wollte dich nicht vernichten. 10,11
Und der HERR sprach zu mir: Geh hin, stelle dich zum Aufbruch
vor das Volk, damit sie hineinziehen und das Land in Besitz nehmen,
von dem ich ihren Vätern geschworen habe, [es] ihnen zu geben!
10,12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott,
von dir als nur, den HERRN, deinen Gott, zu fürchten, auf
allen seinen Wegen zu gehen und ihn zu lieben und dem HERRN, deinem
Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen
Seele, 10,13 indem du die Gebote des HERRN und seine Ordnungen,
die ich dir heute gebe, hältst, dir zum Guten? 10,14
Siehe, dem HERRN, deinem Gott, [gehören] die Himmel und die
Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. 10,15
[Doch] nur deinen Vätern hat der HERR sich zugeneigt, sie
zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, [nämlich]
euch, aus allen Völkern erwählt, so wie [es] heute [ist].
10,16 So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und
verhärtet euren Nacken nicht mehr! 10,17 Denn der
HERR, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr
der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott,
der niemanden bevorzugt und kein Bestechungsgeschenk annimmt,
10,18 der Recht schafft der Waise und der Witwe und den
Fremden liebt, so daß er ihm Brot und Kleidung gibt. 10,19
Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land
Ägypten gewesen. 10,20 Den HERRN, deinen Gott, sollst
du fürchten, ihm sollst du dienen und ihm anhängen,
und bei seinem Namen sollst du schwören. 10,21 Er
ist dein Ruhm, und er ist dein Gott, der jene großen und
furchtgebietenden Taten an dir erwiesen hat, die deine Augen gesehen
haben. 10,22 Mit siebzig Seelen zogen deine Väter
nach Ägypten hinab; doch jetzt hat der HERR, dein Gott, dich
an Menge gemacht wie die Sterne des Himmels.
11,1 So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und
sollst alle Tage seine Vorschriften halten und seine Ordnungen,
seine Rechtsbestimmungen und seine Gebote. 11,2 Und erkennt
heute - denn nicht mit euren Kindern [rede ich], die die Zucht
des HERRN, eures Gottes, nicht erfahren und nicht gesehen haben
- seine Größe, seine starke Hand und seinen ausgestreckten
Arm 11,3 und seine Zeichen und seine Taten, die er mitten
in Ägypten getan hat an Pharao, dem König von Ägypten,
und an seinem ganzen Land; 11,4 und was er getan hat an
der Heeresmacht Ägyptens, an seinen Pferden und seinen Wagen,
über die er die Wasser des Schilfmeeres hinfluten ließ,
als sie euch nachjagten, und die der HERR [so] umkommen ließ
bis auf diesen Tag; 11,5 und was er euch in der Wüste
getan hat, bis ihr an diesen Ort kamt; 11,6 und was er
an Datan und Abiram getan hat, den Söhnen des Eliab, des
Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund aufriß und sie mitten
in ganz Israel verschlang samt ihren Familien und ihren Zelten
und allem Bestand, der in ihrem Gefolge war. - 11,7 Sondern
eure [eigenen] Augen haben das ganze große Werk des HERRN
gesehen, das er getan hat.
11,8 So haltet das ganze Gebot, das ich dir heute befehle,
damit ihr stark seid und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt,
in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, 11,9
und damit ihr eure Tage verlängert in dem Land, von dem der
HERR euren Vätern geschworen hat, [es] ihnen und ihren Nachkommen
zu geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt.
11,10 Denn das Land, in das du kommst, um es in Besitz
zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von wo ihr ausgezogen
seid, wo du deine Saat sätest und mit deinem Fuß wässertest
wie einen Gemüsegarten, 11,11 sondern das Land, in
das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein
Land mit Bergen und Tälern - vom Regen des Himmels trinkt
es Wasser -, 11,12 ein Land, auf das der HERR, dein Gott,
achthat. Beständig sind die Augen des HERRN, deines Gottes,
darauf [gerichtet] vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.
11,13 Und es wird geschehen, wenn ihr genau auf meine Gebote
hört, die ich euch heute gebiete, den HERRN, euren Gott,
zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer
ganzen Seele, 11,14 dann gebe ich den Regen eures Landes
zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen, damit
du dein Getreide und deinen Most und dein Öl einsammelst.
11,15 Und ich werde für dein Vieh Kraut auf dem Feld
geben, und du wirst essen und satt werden. 11,16 Hütet
euch, daß euer Herz sich ja nicht betören läßt
und ihr abweicht und andern Göttern dient und euch vor ihnen
niederwerft 11,17 und der Zorn des HERRN gegen euch entbrennt
und er den Himmel verschließt, daß es keinen Regen
gibt und der Erdboden seinen Ertrag nicht bringt und ihr bald
aus dem guten Land weggerafft werdet, das der HERR euch gibt.
11,18 Und ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und
auf eure Seele legen und sie als Zeichen auf eure Hand binden,
und sie sollen als Merkzeichen zwischen euren Augen sein. 11,19
Und ihr sollt sie eure Kinder lehren, indem ihr davon redet, wenn
du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du
dich niederlegst und wenn du aufstehst. 11,20 Und du sollst
sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben,
11,21 damit eure Tage und die Tage eurer Kinder zahlreich
werden in dem Land, von dem der HERR euren Vätern geschworen
hat, [es] ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der
Erde. 11,22 Denn wenn ihr dieses ganze Gebot, das ich euch
zu tun gebiete, treu haltet, indem ihr den HERRN, euren Gott,
liebt, auf all seinen Wegen geht und ihm anhängt, 11,23
dann wird der HERR alle diese Nationen vor euch vertreiben; und
ihr werdet Nationen vertreiben, größer und stärker
als ihr. 11,24 Jeder Ort, auf den eure Fußsohle treten
wird, wird euch gehören: von der Wüste und dem Libanon
und vom Strom, dem Strom Euphrat an, bis an das westliche Meer
wird euer Gebiet sein. 11,25 Kein Mensch wird vor euch
bestehen. Schrecken vor euch und Furcht vor euch wird der HERR,
euer Gott, auf das ganze Land legen, das ihr betreten werdet,
wie er zu euch geredet hat.
11,26 Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: 11,27
den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, gehorcht,
die ich euch heute gebiete, 11,28 und den Fluch, wenn ihr
den Geboten des HERRN, eures Gottes, nicht gehorcht und von dem
Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht, um andern Göttern
nachzulaufen, die ihr nicht kennt. 11,29 Und es soll geschehen,
wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommst,
um es in Besitz zu nehmen, dann sollst du den Segen auf dem Berg
Garizim erteilen und den Fluch auf dem Berg Ebal. 11,30
Sind sie nicht jenseits des Jordan, hinter dem Weg gegen Sonnenuntergang,
im Land der Kanaaniter, die in der Ebene wohnen, Gilgal gegenüber,
bei den Terebinthen More? 11,31 Denn ihr geht über
den Jordan, um hineinzuziehen, das Land in Besitz zu nehmen, das
der HERR, euer Gott, euch gibt; und ihr werdet es in Besitz nehmen
und darin wohnen.
11,32 Und so achtet darauf, all die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen
zu tun, die ich euch heute vorlege!
12,1 Dies sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen,
die ihr halten sollt, sie zu tun in dem Land, das der HERR, der
Gott deiner Väter, dir gegeben hat, es in Besitz zu nehmen,
all die Tage, die ihr auf dem Erdboden lebt:
12,2 Ihr sollt all die Stätten vollständig ausrotten,
wo die Nationen, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern
gedient haben auf den hohen Bergen, auf den Hügeln und unter
jedem grünen Baum. 12,3 Und ihr sollt ihre Altäre
niederreißen und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim
mit Feuer verbrennen und die Bilder ihrer Götter umhauen.
Und ihr sollt ihren Namen von jener Stätte ausrotten.
12,4 Den HERRN, euren Gott, dürft ihr so nicht verehren.
12,5 Sondern ihr sollt die Stätte aufsuchen, die der
HERR, euer Gott, aus all euren Stämmen erwählen wird,
um seinen Namen dort niederzulegen, daß er [dort] wohne,
und dahin sollst du kommen. 12,6 Und dahin sollt ihr eure
Brandopfer bringen und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das
Hebopfer eurer Hand und eure Gelübde und eure freiwilligen
Gaben und die Erstgeburten eurer Rinder und Schafe. 12,7
Und dort sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, essen und euch freuen,
ihr und eure Familien, an allem, was eure Hand erworben hat, worin
der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat. 12,8 Ihr dürft
es nicht [mehr] so machen nach allem, wie wir [es] heute hier
tun, [daß] jeder all [das tut, was] in seinen Augen recht
ist. 12,9 Denn ihr seid bis jetzt noch nicht zu der Ruhe
und zu dem Erbteil gekommen, das der HERR, dein Gott, dir gibt.
12,10 Seid ihr aber über den Jordan gezogen und wohnt
in dem Land, das der HERR, euer Gott, euch erben läßt
und hat er euch Ruhe verschafft vor all euren Feinden ringsum,
daß ihr sicher wohnt, 12,11 dann soll es geschehen:
die Stätte, die der HERR, euer Gott, erwählen wird,
seinen Namen dort wohnen zu lassen, dahin sollt ihr alles bringen,
was ich euch gebiete: eure Brandopfer und eure Schlachtopfer,
eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und all das Auserlesene
eurer Gelübde, die ihr dem HERRN geloben werdet. 12,12
Und ihr sollt euch vor dem HERRN, eurem Gott, freuen, ihr und
eure Söhne und eure Töchter und eure Sklaven und eure
Sklavinnen und der Levit, der in euren Toren [wohnt], denn er
hat weder Anteil noch Erbe mit euch.
12,13 Hüte dich, daß du ja nicht deine Brandopfer
an jeder Stätte opferst, die du siehst! 12,14 Sondern
an der Stätte, die der HERR in einem deiner Stämme erwählen
wird, dort sollst du deine Brandopfer opfern, und dort sollst
du alles tun, was ich dir gebiete. 12,15 Doch magst du
ganz nach Herzenslust schlachten und Fleisch essen in all deinen
Toren nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben
hat. Der Unreine und der Reine mögen es essen, wie [man]
die Gazelle und wie [man] den Hirsch [ißt] . 12,16
Nur das Blut dürft ihr nicht essen, auf die Erde sollt ihr
es gießen wie Wasser. - 12,17 In deinen Toren darfst
du nicht essen den Zehnten deines Getreides und deines Mostes
und deines Öles noch die Erstgeburten deiner Rinder und deiner
Schafe, noch irgend etwas von deinen Gelübden, die du geloben
wirst, noch deine freiwilligen Gaben, noch das Hebopfer deiner
Hand. 12,18 Sondern vor dem HERRN, deinem Gott, an der
Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, sollst
du es essen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave
und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren [wohnt].
Und du sollst dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen an allem,
was deine Hand erworben hat. 12,19 Hüte dich, daß
du den Leviten ja nicht [im Stich] läßt all deine Tage
[, die du] in deinem Land [lebst]!
12,20 Wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird,
so wie er zu dir geredet hat, und du sagst: `Ich will Fleisch
essen !', weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst
du nach Herzenslust Fleisch essen. 12,21 Wenn die Stätte,
die der HERR, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort
niederzulegen, zu weit entfernt von dir ist, so magst du schlachten
von deinen Rindern und von deinen Schafen, die der HERR dir gegeben
hat, so wie ich dir geboten habe, und magst nach Herzenslust in
deinen Toren essen. 12,22 Gerade wie die Gazelle und der
Hirsch gegessen werden, so magst du es essen; der Unreine und
der Reine mögen es gleichermaßen essen. 12,23
Nur halte fest [daran], kein Blut zu essen! Denn das Blut ist
die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen,
12,24 du sollst es nicht essen; auf die Erde sollst du
es gießen wie Wasser. 12,25 Du sollst es nicht essen,
damit es dir und deinen Kindern nach dir gutgeht, weil du tust,
was in den Augen des HERRN recht ist. 12,26 Jedoch deine
heiligen Gaben, die dir [aufgetragen] sind, und deine Gelübde
sollst du nehmen und zu der Stätte kommen, die der HERR erwählen
wird. 12,27 Und deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut,
sollst du auf dem Altar des HERRN, deines Gottes, zurichten. Und
das Blut deiner Schlachtopfer soll an den Altar des HERRN, deines
Gottes, gegossen werden, und das Fleisch magst du essen. 12,28
Hab acht und höre auf all diese Worte, die ich dir gebiete,
damit es dir und deinen Kindern nach dir für ewig gutgeht,
weil du tust, was gut und recht ist in den Augen des HERRN, deines
Gottes!
12,29 Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrottet,
zu denen du kommst, um sie vor dir zu vertreiben, und du vertreibst
sie und wohnst in ihrem Land, 12,30 so hüte dich,
daß du dich ja nicht verführen läßt, [es]
ihnen nach[zutun], nachdem sie vor dir vernichtet sind, und daß
du nicht nach ihren Göttern fragst, indem du sagst: Wie dienten
diese Nationen ihren Göttern? Auch ich will es so tun! 12,31
Dem HERRN, deinem Gott, sollst du so [etwas] nicht antun. Denn
alles, [was] dem HERRN ein Greuel [ist], was er haßt, haben
sie für ihre Götter getan; denn sogar ihre Söhne
und ihre Töchter haben sie für ihre Götter im Feuer
verbrannt.
13,41 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr
bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufügen
und nichts von ihm wegnehmen.
13,2 Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer,
der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder,
13,3 und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem
er zu dir geredet hat, indem er sagte: `Laß uns anderen
Göttern - die du nicht gekannt hast - nachlaufen und ihnen
dienen!', 13,4 dann sollst du nicht auf die Worte dieses
Propheten hören oder auf den, der die Träume hat. Denn
der HERR, euer Gott, prüft euch, um zu erkennen, ob ihr den
HERRN, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen
Seele liebt. 13,5 Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen,
und ihn sollt ihr fürchten. Seine Gebote sollt ihr halten
und seiner Stimme gehorchen; ihm sollt ihr dienen und ihm anhängen.
13,6 Und jener Prophet oder der, der die Träume hat,
soll getötet werden. Denn er hat Abfall vom HERRN, eurem
Gott, gepredigt, der euch aus dem Land Ägypten herausgeführt
und dich erlöst hat aus dem Sklavenhaus -, um dich abzubringen
von dem Weg, auf dem zu gehen der HERR, dein Gott, dir geboten
hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
13,7 Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein
Sohn oder deine Tochter oder die Frau an deinem Busen oder dein
Freund, der dir wie dein Leben ist, dich heimlich verführt,
indem er sagt: Laß uns gehen und anderen Göttern dienen!
- die du nicht gekannt hast, [weder] du noch deine Väter,
13,8 von den Göttern der Völker, die rings um
euch her sind, nahe bei dir oder fern von dir, von einem Ende
der Erde bis zum anderen Ende der Erde -, 13,9 dann darfst
du ihm nicht zu Willen sein, und du sollst seinetwegen nicht betrübt
sein, nicht auf ihn hören und nicht schonen noch Mitleid
[mit ihm] haben, noch ihn decken; 13,10 sondern du sollst
ihn unbedingt umbringen. Deine Hand soll zuerst gegen ihn sein,
ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. 13,11
Und du sollst ihn steinigen, daß er stirbt. Denn er hat
versucht, dich vom HERRN, deinem Gott, abzubringen, der dich herausgeführt
hat aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus. 13,12
Und ganz Israel soll es hören, daß sie sich fürchten
und in deiner Mitte nicht länger [so etwas] wie diese böse
Sache tun.
13,13 Wenn du von einer deiner Städte, die der HERR,
dein Gott, dir gibt, dort zu wohnen, hörst: 13,14
Es sind Männer, ruchlose Leute, aus deiner Mitte hervorgetreten
und haben die Bewohner ihrer Stadt verleitet, indem sie sagten:
Laßt uns gehen und anderen Göttern dienen - die ihr
nicht gekannt habt -, 13,15 dann sollst du untersuchen
und nachforschen und genau fragen. Und siehe, ist es Wahrheit,
steht die Sache fest, ist dieser Greuel in deiner Mitte verübt
worden, 13,16 dann sollst du die Bewohner dieser Stadt
unbedingt mit der Schärfe des Schwertes erschlagen. Du sollst
an ihnen und an allem, was in ihr ist, den Bann vollstrecken,
auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe des Schwertes. 13,17
Und alle Beute in ihr sollst du mitten auf ihren Platz zusammentragen
und die Stadt und alle Beute in ihr dem HERRN, deinem Gott, als
Ganzopfer mit Feuer verbrennen. Ewig soll sie ein Schutthaufen
sein, sie soll nie mehr aufgebaut werden. 13,18 Und nichts
von dem Gebannten soll an deiner Hand haften bleiben, damit der
HERR sich von der Glut seines Zornes abwende und dir Barmherzigkeit
erweise und sich über dich erbarme und dich mehre, wie er
[es] deinen Vätern geschworen hat, 13,19 wenn du der
Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst, alle seine Gebote
zu bewahren, die ich dir heute gebiete, daß du tust, was
recht ist in den Augen des HERRN, deines Gottes.
14,1 Ihr seid Kinder für den HERRN, euren Gott. Ihr
dürft euch nicht wegen eines Toten Schnittwunden beibringen
und euch nicht zwischen euren Augen kahlscheren. 14,2 Denn
ein heiliges Volk bist du dem HERRN, deinem Gott. Und dich hat
der HERR erwählt, ihm ein Eigentumsvolk zu sein aus allen
Völkern, die auf dem Erdboden sind.
14,3 Du sollst keinerlei Greuel essen.
V. 4-19: 3Mo 11.
14,4 Das sind die Tiere, die ihr essen dürft: Rind,
Schaf und Ziege, 14,5 Hirsch und Gazelle und Damhirsch
und Steinbock und Wisent und Antilope und Wildschaf. 14,6
Und jedes Tier, das gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene
Hufe, [und] das wiederkäut unter den Tieren, das dürft
ihr essen. 14,7 Nur diese dürft ihr nicht essen von
den wiederkäuenden und von denen, die mit gespaltenen, [und
zwar] aufgespaltenen, Hufen versehen sind: das Kamel und den Hasen
und den Klippdachs; denn sie käuen wieder, aber sie haben
keine gespaltenen Hufe: unrein sollen sie für euch sein;
14,8 und das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, aber
es käut nicht wieder: unrein soll es für euch sein.
Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen, und ihr Aas dürft
ihr nicht berühren.
14,9 Dieses dürft ihr essen von allem, was im Wasser
ist: alles, was Flossen und Schuppen hat, dürft ihr essen;
14,10 aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, dürft
ihr nicht essen: unrein soll es für euch sein.
14,11 Alle reinen Vögel dürft ihr essen. 14,12
Aber diese [sind es], von denen ihr nicht essen dürft: der
Adler und der Lämmergeier und der Mönchsgeier 14,13
und die Gabelweihe und die Königsweihe und der Geier nach
seiner Art 14,14 und alle Raben nach ihrer Art 14,15
und die Strausshenne und der Falke und die Seemöwe und der
Habicht nach seiner Art, 14,16 der Steinkauz und der Ibis
und die Schleiereule 14,17 und der Wüstenkauz und
der Aasgeier und die Fischeule 14,18 und der Storch und
der Fischreiher nach seiner Art und der Wiedehopf und die Fledermaus.
14,19 Und alles geflügelte Kleingetier soll für
euch unrein sein; es darf nicht gegessen werden. 14,20
Alle reinen Vögel dürft ihr essen.
14,21 Ihr dürft keinerlei Aas essen. Dem Fremden,
der in deinen Toren [wohnt], magst du es geben, daß er es
ißt, oder du magst es einem Ausländer verkaufen; denn
ein heiliges Volk bist du dem HERRN, deinem Gott. - Du sollst
ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen.
14,22 Du sollst gewissenhaft allen Ertrag deiner Saat verzehnten,
was auf dem Feld wächst, Jahr für Jahr, 14,23
und sollst essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte,
die er erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen,
[nämlich] den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und
deines Öles und die Erstgeborenen deiner Rinder und deiner
Schafe, damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, alle Tage zu
fürchten. 14,24 Wenn aber der Weg zu weit für
dich ist, daß du es nicht hinbringen kannst, weil die Stätte
für dich zu fern ist, die der HERR, dein Gott, erwählen
wird, um seinen Namen dort hinzulegen, wenn der HERR, dein Gott,
dich segnet: 14,25 dann sollst du es für Geld geben.
Und dann binde das Geld in deine Hand zusammen und geh an die
Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen wird! 14,26
Und gib das Geld für alles, was deine Seele begehrt, für
Rinder und Schafe, für Wein und Rauschtrank und für
alles, was deine Seele wünscht! Und iß dort vor dem
HERRN, deinem Gott, und freue dich, du und dein Haus! 14,27
Und den Leviten, der in deinen Toren [wohnt], den sollst du nicht
verlassen; denn er hat keinen Anteil noch Erbe mit dir.
14,28 Am Ende von drei Jahren sollst du den ganzen Zehnten
deines Ertrages von jenem Jahr aussondern und ihn in deinen Toren
niederlegen. 14,29 Und der Levit - denn er hat keinen Anteil
noch Erbe mit dir - und der Fremde und die Waise und die Witwe,
die in deinen Toren [wohnen], sollen kommen und essen und sich
sättigen, damit der HERR, dein Gott, dich in allem Werk deiner
Hand, das du tust, segnet.
15,1 Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Schulderlaß
halten. 15,2 Das aber ist die Sache mit dem Schulderlaß:
Jeder Gläubiger soll das Darlehen seiner Hand, das er seinem
Nächsten geliehen hat, erlassen. Er soll seinen Nächsten
und seinen Bruder nicht drängen; denn man hat für den
HERRN einen Schulderlaß ausgerufen. 15,3 Den Ausländer
magst du drängen. Was du aber bei deinem Bruder hast, soll
deine Hand erlassen, 15,4 damit nur ja kein Armer unter
dir ist. Denn der HERR wird dich reichlich segnen in dem Land,
das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es in Besitz zu
nehmen, 15,5 wenn du nur der Stimme des HERRN, deines Gottes,
genau gehorchst, darauf zu achten, dieses ganze Gebot zu tun,
das ich dir heute befehle. 15,6 Denn der HERR, dein Gott,
wird dich segnen, wie er zu dir geredet hat. Und du wirst vielen
Nationen ausleihen, du aber wirst dir nichts leihen. Und du wirst
über viele Nationen herrschen, über dich aber werden
sie nicht herrschen.
15,7 Wenn es einen Armen bei dir geben wird, irgendeinen
deiner Brüder in einem deiner Tore in deinem Land, das der
HERR, dein Gott, dir gibt, dann sollst du dein Herz nicht verhärten
und deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen, nicht verschließen.
15,8 Sondern du sollst ihm deine Hand weit öffnen
und ihm willig ausleihen, was für den Mangel ausreicht, den
er hat. 15,9 Hüte dich, daß in deinem Herzen
nicht der boshafte Gedanke entsteht: Das siebte Jahr, das Erlaßjahr,
ist nahe! - und daß dein Auge [dann] böse auf deinen
Bruder, den Armen [sieht] und du ihm nichts gibst. Er aber würde
über dich zum HERRN schreien, und Sünde wäre an
dir! 15,10 Willig sollst du ihm geben, und dein Herz soll
nicht böse sein, wenn du ihm gibst. Denn wegen dieser Sache
wird der HERR, dein Gott, dich segnen in all deinem Tun und in
allem Geschäft deiner Hand. 15,11 Denn der Arme wird
nicht aus dem Land verschwinden. Darum befehle ich dir: Deinem
Bruder, deinem Elenden und deinem Armen in deinem Land, sollst
du deine Hand weit öffnen.
2Mo 21,1-11.
15,12 Wenn dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin,
sich dir verkauft, dann soll er dir sechs Jahre dienen, und im
siebten Jahr sollst du ihn von dir als Freien entlassen. 15,13
Und wenn du ihn als Freien von dir entläßt, sollst
du ihn nicht mit leeren Händen entlassen: 15,14 du
sollst ihm reichlich aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne
und von deiner Kelterkufe. [Von allem], womit der HERR, dein Gott,
dich gesegnet hat, sollst du ihm geben. 15,15 Und du sollst
daran denken, daß [auch] du im Land Ägypten Sklave
warst und daß der HERR, dein Gott, dich erlöst hat;
darum befehle ich dir heute diese Sache. 15,16 Und es soll
geschehen, wenn er zu dir sagt: Ich will nicht von dir weggehen
- weil er dich und dein Haus liebt, weil es ihm bei dir gutgeht
-, 15,17 dann sollst du einen Pfriem nehmen und ihn durch
sein Ohr in die Tür stechen, und er wird für immer dein
Sklave sein; und auch deine Sklavin sollst du so behandeln. 15,18
Es soll nicht schwer sein in deinen Augen, wenn du ihn als Freien
von dir entläßt. Denn das Doppelte des Lohnes eines
Tagelöhners hat er dir sechs Jahre lang erarbeitet. Und der
HERR, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.
15,19 Alles männliche Erstgeborene, das unter deinen
Rindern und unter deinen Schafen geboren wird, sollst du dem HERRN,
deinem Gott, heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines
Rindes nicht arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deiner Schafe
nicht scheren: 15,20 vor dem HERRN, deinem Gott, sollst
du es essen, du und dein Haus, Jahr für Jahr, an der Stätte,
die der HERR erwählen wird. 15,21 Wenn aber ein Makel
an ihm ist, [daß es] lahm oder blind [ist], irgendein schlimmer
Makel, darfst du es dem HERRN, deinem Gott, nicht opfern. 15,22
In deinen Toren magst du es essen, der Unreine und der Reine gleichermaßen,
wie die Gazelle und wie den Hirsch. 15,23 Nur sein Blut
darfst du nicht essen; auf die Erde sollst du es gießen
wie Wasser.
2Mo 23,14-19.
16,1 Beachte den Monat Abib und feiere Passah dem HERRN,
deinem Gott! Denn im Monat Abib hat der HERR, dein Gott, dich
nachts aus Ägypten herausgeführt. 16,2 Und du
sollst für den HERRN, deinen Gott, das Passah schlachten,
Schafe und Rinder, an der Stätte, die der HERR erwählen
wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. 16,3 Du sollst
kein Gesäuertes dazu essen. Sieben Tage sollst du ungesäuerte
Brote dazu essen, Brot des Elends - denn in Hast bist du aus dem
Land Ägypten ausgezogen -, damit du an den Tag deines Auszugs
aus dem Land Ägypten denkst alle Tage deines Lebens. 16,4
Und sieben Tage [lang] soll kein Sauerteig bei dir gesehen werden
in deinem ganzen Gebiet. Und von dem Fleisch, das du am ersten
Tag abends schlachtest, soll nichts über Nacht bleiben bis
zum Morgen. - 16,5 Du kannst das Passah nicht in einem
deiner Tore schlachten, die der HERR, dein Gott, dir gibt. 16,6
Sondern an der Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen
wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, sollst du das Passah
schlachten am Abend, beim Untergang der Sonne, zur Zeit deines
Auszugs aus Ägypten. 16,7 Und du sollst es braten
und essen an der Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählen
wird. Und am [nächsten] Morgen sollst du dich wenden und
zu deinen Zelten gehen. 16,8 Sechs Tage sollst du ungesäuerte
Brote essen. Am siebten Tag aber ist eine Festversammlung für
den HERRN, deinen Gott; du sollst keine Arbeit tun.
16,9 Sieben Wochen sollst du dir abzählen. Von da
an, wo man beginnt, die Sichel an die Saat [zu legen], sollst
du anfangen, sieben Wochen zu zählen. 16,10 Dann sollst
du das Fest der Wochen für den HERRN, deinen Gott, feiern,
je nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben wirst,
so wie der HERR, dein Gott, dich segnen wird. 16,11 Und
du sollst dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen, du und dein
Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der
Levit, der in deinen Toren [wohnt], und der Fremde und die Waise
und die Witwe, die in deiner Mitte [wohnen], an der Stätte,
die der HERR, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort
wohnen zu lassen. 16,12 Und du sollst daran denken, daß
du Sklave in Ägypten warst, und sollst diese Ordnungen bewahren
und tun.
16,13 Das Fest der Laubhütten sollst du sieben Tage
[lang] feiern, wenn du [den Ertrag] von deiner Tenne und von deiner
Kelterkufe einsammelst. 16,14 Und du sollst dich an deinem
Fest freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave
und deine Sklavin und der Levit und der Fremde und die Waise und
die Witwe, die in deinen Toren [wohnen]. 16,15 Sieben Tage
sollst du für den HERRN, deinen Gott, das Fest feiern an
der Stätte, die der HERR erwählen wird. Denn der HERR,
dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem
Tun deiner Hände, und du sollst wirklich fröhlich sein.
16,16 Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was männlich
ist, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Stätte,
die er erwählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote
und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten. Und man
soll nicht mit leeren Händen vor dem HERRN erscheinen: 16,17
jeder nach dem, was seine Hand geben kann, nach dem Segen des
HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat.
16,18 Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen in allen
deinen Toren, die der HERR, dein Gott, dir nach deinen Stämmen
gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht. 16,19
Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht ansehen
und kein Bestechungsgeschenk nehmen. Denn das Bestechungsgeschenk
macht die Augen der Weisen blind und verdreht die Sache der Gerechten.
16,20 Der Gerechtigkeit [und nur] der Gerechtigkeit sollst
du nachjagen, damit du lebst und das Land in Besitz nimmst, das
der HERR, dein Gott, dir gibt.
16,21 Du sollst dir keine Aschera pflanzen, irgendein Holz
neben dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machen wirst.
16,22 Und du sollst dir keine Gedenksteine aufrichten,
die der HERR, dein Gott, haßt.
17,1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind oder Schaf
opfern, an dem ein Makel ist, irgend etwas Schlimmes; denn ein
Greuel ist das für den HERRN, deinen Gott.
17,2 Wenn in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die der
HERR, dein Gott, dir gibt, jemand gefunden wird - ein Mann oder
eine Frau -, der das tut, was böse ist in den Augen des HERRN,
deines Gottes, indem er seinen Bund übertritt, 17,3
so daß er geht und anderen Göttern dient und sich vor
ihnen niederwirft, und zwar vor der Sonne oder vor dem Mond oder
vor dem ganzen Heer des Himmels, was ich nicht befohlen habe,
17,4 und es wird dir berichtet und du hörst es, dann
sollst du [es] genau untersuchen; und siehe, [wenn es sich herausstellt]:
es ist Wahrheit, die Sache steht fest, dieser Greuel ist in Israel
verübt worden, 17,5 dann sollst du diesen Mann oder
diese Frau, die diese böse Sache getan haben, zu deinen Toren
hinausführen, den Mann oder die Frau, und sollst sie steinigen,
daß sie sterben. 17,6 Auf die Aussage zweier Zeugen
oder dreier Zeugen hin soll getötet werden, wer sterben soll.
Er darf nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin getötet
werden. 17,7 Die Hand der Zeugen soll zuerst gegen ihn
sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes.
Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
17,8 Wenn [von den] Streitsachen in deinen Toren eine [Rechts]sache
zwischen Blut und Blut, zwischen Rechtsanspruch und Rechtsanspruch,
zwischen Körperverletzung und Körperverletzung für
dich zu schwierig ist zum Urteil, dann sollst du dich aufmachen
und an die Stätte hinaufziehen, die der HERR, dein Gott,
erwählen wird. 17,9 Und du sollst zu den Priestern,
den Leviten, kommen und zu dem Richter, der in jenen Tagen sein
wird, und dich erkundigen; und sie werden dir den Urteilsspruch
verkünden. 17,10 Und du sollst dem Spruch gemäß
handeln, den sie dir verkünden werden von jener Stätte
aus, die der HERR erwählen wird, und sollst darauf achten,
nach allem zu handeln, was sie dich lehren werden. 17,11
Dem Gesetz gemäß, das sie dich lehren, und nach dem
Recht, das sie dir sagen werden, sollst du handeln. Von dem Spruch,
den sie dir verkünden werden, sollst du weder zur Rechten
noch zur Linken abweichen. 17,12 Der Mann aber, der in
Vermessenheit handelt, daß er nicht auf den Priester hört,
der dasteht, um dort den Dienst des HERRN, deines Gottes, zu verrichten,
oder auf den Richter: dieser Mann soll sterben. Und du sollst
das Böse aus Israel wegschaffen. 17,13 Und das ganze
Volk soll es hören. Und sie sollen sich fürchten und
nicht mehr vermessen handeln.
17,14 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott,
dir gibt, und es in Besitz genommen hast und darin wohnst und
sagst: `Ich will einen König über mich setzen, wie alle
Nationen, die rings um mich her sind!', 17,15 dann sollst
du nur den König über dich setzen, den der HERR, dein
Gott, erwählen wird. Aus der Mitte deiner Brüder sollst
du einen König über dich setzen. Du sollst nicht einen
Ausländer über dich setzen, der nicht dein Bruder ist.
17,16 Nur soll er sich nicht viele Pferde anschaffen, und
[er] soll das Volk nicht nach Ägypten zurückführen,
um sich noch mehr Pferde anzuschaffen, denn der HERR hat euch
gesagt: Ihr sollt nie wieder auf diesem Weg zurückkehren.
17,17 Und er soll sich nicht viele Frauen anschaffen, damit
sein Herz sich nicht [von Gott] abwendet. Auch Silber und Gold
soll er sich nicht übermäßig anschaffen. 17,18
Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Königreiches
sitzt, dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein
Buch schreiben, aus [dem Buch, das] den Priestern, den Leviten,
vor[liegt]. 17,19 Und sie soll bei ihm sein, und er soll
alle Tage seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen
Gott, fürchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese
Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, 17,20 damit sein Herz
sich nicht über seine Brüder erhebt und er von dem Gebot
weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage
in seiner Königsherrschaft verlängert, er und seine
Söhne, in der Mitte Israels.
18,1 Die Priester, die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen
keinen Anteil noch ein Erbe mit Israel haben. Die Feueropfer des
HERRN und sein Erbteil sollen sie essen. 18,2 Aber ein
Erbteil inmitten seiner Brüder soll er nicht haben. Der HERR
ist sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat. - 18,3
Das aber ist der Rechtsanspruch der Priester an das Volk, an die,
die ein Schlachtopfer opfern, es sei Rind oder Schaf. Man soll
dem Priester die Vorderkeule geben und die Kinnbacken und den
Magen. 18,4 Die Erstlinge deines Getreides, deines Mostes
und deines Öles, und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe
sollst du ihm geben. 18,5 Denn ihn hat der HERR, dein Gott,
aus allen deinen Stämmen erwählt, damit er dastehe,
um den Dienst im Namen des HERRN zu verrichten, er und seine Söhne,
alle Tage. - 18,6 Und wenn der Levit aus einem deiner Tore
kommen wird, aus ganz Israel, wo er sich als Fremder aufhält,
dann mag er nach Herzenslust an die Stätte kommen, die der
HERR erwählen wird, 18,7 und im Namen des HERRN, seines
Gottes, den Dienst verrichten wie alle seine Brüder, die
Leviten, die dort vor dem HERRN stehen. 18,8 Zu gleichen
Teilen sollen sie [davon] essen; [davon] ausgenommen ist, was
er aufgrund von Familien[besitz] verkauft hat.
18,9 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott,
dir gibt, dann sollst du nicht lernen, es den Greueln dieser Nationen
gleichzutun. 18,10 Es soll unter dir niemand gefunden werden,
der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt,
keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer
oder Magier 18,11 oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer
oder Wahrsager oder der die Toten befragt. 18,12 Denn ein
Greuel für den HERRN ist jeder, der diese Dinge tut. Und
um dieser Greuel willen treibt der HERR, dein Gott, sie vor dir
aus. 18,13 Du sollst dich ungeteilt an den HERRN, deinen
Gott, halten. 18,14 Denn diese Nationen, die du austreiben
wirst, hören auf Zauberer und auf Wahrsager. Du aber - so
etwas hat der HERR, dein Gott, dir nicht gestattet!
18,15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein
Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen.
Auf ihn sollt ihr hören 18,16 nach allem, was du vom
HERRN, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung,
indem du sagtest: Ich möchte die Stimme des HERRN, meines
Gottes, nicht länger hören, und dieses große Feuer
möchte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe! 18,17
Da sprach der HERR zu mir: Sie haben recht getan [mit dem], was
sie geredet haben. 18,18 Einen Propheten wie dich will
ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen. Ich
will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles
reden, was ich ihm befehlen werde. 18,19 Und es wird geschehen,
der Mann, der nicht auf meine Worte hört, die er in meinem
Namen reden wird, von dem werde ich Rechenschaft fordern. - 18,20
Doch der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein
Wort zu reden, das ich ihm nicht befohlen habe zu reden, oder
der im Namen anderer Götter reden wird: dieser Prophet muß
sterben. 18,21 Und wenn du in deinem Herzen sagst: `Wie
sollen wir das Wort erkennen, das nicht der HERR geredet hat?',
18,22 wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und das
Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort,
das nicht der HERR geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet
es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu fürchten.
V. 1-13: 4Mo 35,9-29; Jos 20,1-9.
19,1 Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrotten wird,
deren Land der HERR, dein Gott, dir gibt, und du sie vertreibst
und in ihren Städten und in ihren Häusern wohnst, 19,2
dann sollst du dir drei Städte aussondern mitten in deinem
Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen.
19,3 Du sollst dir den Weg [dahin] instand halten und das
Gebiet deines Landes, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil
geben wird, in drei Teile teilen. Und es soll [dazu] geschehen,
daß jeder Totschläger dahin fliehen [kann].
19,4 Das aber ist die Sache mit dem Totschläger, der
dahin flieht, damit er am Leben bleibt: Wer seinen Nächsten
unabsichtlich erschlägt und ihn nicht schon vorher haßte
19,5 - [etwa] wer mit seinem Nächsten in den Wald
geht, um Holz zu schlagen, und seine Hand holt mit der Axt aus,
um das Holz abzuhauen, und das Eisen fährt vom Stiel und
trifft seinen Nächsten, daß er stirbt -, der soll in
eine dieser Städte fliehen, damit er am Leben bleibt, 19,6
damit nicht der Bluträcher wutentbrannt dem Totschläger
nachjagt und ihn einholt, weil der Weg zu lang ist, und ihn totschlägt,
obwohl ihn kein Todesurteil [traf], weil er ihn nicht schon vorher
haßte. 19,7 Darum befehle ich dir: Drei Städte
sollst du dir aussondern. - 19,8 Und wenn der HERR, dein
Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er deinen Vätern geschworen
hat, und dir das ganze Land gibt, das er deinen Vätern zu
geben zugesagt hat - 19,9 wenn du darauf achtest, dieses
ganze Gebot zu tun, das ich dir heute befehle, indem du den HERRN,
deinen Gott, liebst und alle Tage auf seinen Wegen gehst -, dann
sollst du dir noch drei Städte zu diesen dreien hinzufügen,
19,10 damit nicht unschuldiges Blut vergossen wird mitten
in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt,
und Blutschuld auf dir ist. - 19,11 Wenn aber ein Mann
seinen Nächsten haßt und ihm auflauert und sich gegen
ihn erhebt und ihn totschlägt, so daß er stirbt, und
er flieht in eine dieser Städte: 19,12 dann sollen
die Ältesten seiner Stadt hinsenden und ihn von dort holen
und ihn der Hand des Bluträchers übergeben, daß
er sterbe. 19,13 Du sollst seinetwegen nicht betrübt
sein, sondern du sollst unschuldig [vergossenes] Blut aus Israel
wegschaffen, damit es dir gutgeht.
19,14 Du sollst nicht die Grenze deines Nächsten verrücken,
die die Vorfahren gezogen haben in deinem Erbteil, das du erben
wirst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz
zu nehmen.
19,15 Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemanden auftreten
wegen irgendeiner Ungerechtigkeit oder wegen irgendeiner Sünde,
wegen irgendeiner Verfehlung, die er begeht. [Nur] auf zweier
Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage hin soll eine Sache
gültig sein. - 19,16 Wenn ein falscher Zeuge gegen
jemanden auftritt, um ihn des Ungehorsams zu beschuldigen, 19,17
dann sollen die beiden Männer, die den Rechtsstreit führen,
vor den HERRN treten, vor die Priester und die Richter, die in
jenen Tagen dasein werden. 19,18 Und die Richter sollen
[die Sache] genau untersuchen. Und siehe, ist der Zeuge ein Lügenzeuge,
hat er gegen seinen Bruder Lüge bezeugt, 19,19 dann
sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte. Und du
sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen. 19,20
Und die übrigen sollen es hören und sich fürchten
und nicht mehr länger eine solche böse Sache in deiner
Mitte begehen. 19,21 Und du sollst nicht schonen: Leben
um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß
um Fuß!
20,1 Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und
siehst Pferde und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, dann sollst
du dich nicht vor ihnen fürchten. Denn der HERR, dein Gott,
der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, ist
mit dir. 20,2 Und es soll geschehen, wenn ihr zum Kampf
heranrückt, dann soll der Priester herantreten und zum Volk
reden 20,3 und zu ihnen sagen: Höre, Israel! Ihr rückt
heute zum Kampf gegen eure Feinde heran. Euer Herz verzage nicht,
fürchtet euch nicht und ängstigt euch nicht und erschreckt
nicht vor ihnen! 20,4 Denn der HERR, euer Gott, ist es,
der mit euch zieht, um für euch mit euren Feinden zu kämpfen,
um euch zu retten. 20,5 Und die Aufseher sollen zum Volk
reden und sagen: Wer ist der Mann, der ein neues Haus gebaut und
es noch nicht eingeweiht hat? Er mache sich auf und kehre in sein
Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein
anderer Mann es einweihe. 20,6 Und wer ist der Mann, der
einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht genutzt hat? Er mache
sich auf und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht in
der Schlacht sterbe und ein anderer Mann ihn nutze. 20,7
Und wer ist der Mann, der sich mit einer Frau verlobt und sie
noch nicht [zu sich] genommen hat? Er mache sich auf und kehre
in sein Haus zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe
und ein anderer Mann sie nehme. 20,8 Und die Aufseher sollen
weiter zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der sich fürchtet
und ein verzagtes Herz hat? Er mache sich auf und kehre in sein
Haus zurück, damit nicht das Herz seiner Brüder verzagt
werde wie sein Herz. 20,9 Und es soll geschehen, wenn die
Aufseher aufgehört haben, zum Volk zu reden, dann sollen
sie Heeroberste an die Spitze des Volkes stellen.
20,10 Wenn du dich einer Stadt näherst, um gegen sie
zu kämpfen, dann sollst du ihr [zunächst] Frieden anbieten.
20,11 Und es soll geschehen, wenn sie dir friedlich antwortet
und dir öffnet, dann soll alles Volk, das sich darin befindet,
dir zur Zwangsarbeit [unterworfen werden] und dir dienen. 20,12
Und wenn sie mit dir nicht Frieden schließt, sondern Krieg
mit dir führt, dann sollst du sie belagern. 20,13
Und gibt der HERR, dein Gott, sie in deine Hand, dann sollst du
all ihre Männlichen mit der Schärfe des Schwertes erschlagen.
20,14 Doch die Frauen und die Kinder und das Vieh und alles,
was in der Stadt ist, all ihre Beute, sollst du für dich
rauben. Und du sollst [von der] Beute deiner Feinde essen, die
der HERR, dein Gott, dir gegeben hat. 20,15 So sollst du
mit allen Städten tun, die weit von dir entfernt sind, die
nicht von den Städten dieser Nationen hier sind. 20,16
Jedoch von den Städten dieser Völker, die der HERR,
dein Gott, dir als Erbteil gibt, sollst du nichts leben lassen,
was Odem hat. 20,17 Sondern du sollst an ihnen unbedingt
den Bann vollstrecken: an den Hetitern und an den Amoritern, den
Kanaanitern und den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern,
wie der HERR, dein Gott, dir befohlen hat, 20,18 damit
sie euch nicht lehren, nach all ihren Greueln zu tun, die sie
ihren Göttern getan haben, und ihr so gegen den HERRN, euren
Gott, sündigt.
20,19 Wenn du eine Stadt viele Tage belagerst, um gegen
sie zu kämpfen und sie einzunehmen, sollst du ihre Bäume
nicht vernichten, indem du die Axt gegen sie schwingst. Denn du
kannst von ihnen essen; du sollst sie nicht abhauen. Ist etwa
der Baum des Feldes ein Mensch, daß er von dir mitbelagert
werden sollte? 20,20 Nur die Bäume, von denen du weißt,
daß sie Bäume sind, von denen man nicht ißt,
die darfst du vernichten und umhauen. Und du kannst Belagerung[sgerät
davon] bauen gegen die Stadt, die Krieg mit dir führt, bis
sie gefallen ist.
21,1 Wenn in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt,
es in Besitz zu nehmen, ein Erschlagener auf dem Feld liegend
gefunden wird, ohne daß es bekannt ist, wer ihn erschlagen
hat, 21,2 dann sollen deine Ältesten und deine Richter
hinausgehen und [die Strecke] zu den Städten hin abmessen,
die im Umkreis des Erschlagenen [liegen]. 21,3 Und es soll
geschehen: Die Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten [liegt]
- die Ältesten jener Stadt sollen eine junge Kuh nehmen,
mit der noch nicht gearbeitet worden ist, die noch nicht am Joch
gezogen hat. 21,4 Und die Ältesten jener Stadt sollen
das Kalb zu einem immer fließenden Bach hinabführen,
wo nicht gearbeitet und nicht gesät wird, und sollen dem
Kalb dort im Bach das Genick brechen. 21,5 Dann sollen
die Priester, die Söhne Levis, herantreten. Denn sie hat
der HERR, dein Gott, erwählt, seinen Dienst zu verrichten
und im Namen des HERRN zu segnen; und nach ihrem Ausspruch soll
man bei jedem Rechsstreit und bei jeder Gewalttat verfahren. 21,6
Und alle Ältesten jener Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten
sind, sollen über dem Kalb, dem das Genick im Bach gebrochen
wurde, ihre Hände waschen 21,7 und sollen bezeugen
und sagen: Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergossen,
und unsere Augen haben es nicht gesehen. 21,8 Vergib, HERR,
deinem Volk Israel, das du erlöst hast, und lege nicht unschuldiges
Blut in die Mitte deines Volkes Israel! So wird ihnen die Blutschuld
vergeben werden. 21,9 Und du, du sollst das unschuldige
Blut aus deiner Mitte wegschaffen; denn du sollst tun, was in
den Augen des HERRN recht ist.
21,10 Anweisung zur Behandlung weiblicher Gefangener
Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und der HERR, dein
Gott, sie in deine Hand gibt und du ihre Gefangenen wegführst
21,11 und du unter den Gefangenen eine Frau, schön
von Gestalt, siehst und hängst an ihr und nimmst [sie] dir
zur Frau, 21,12 dann sollst du sie in das Innere deines
Hauses bringen. Und sie soll ihr Haupt scheren und ihre Nägel
beschneiden 21,13 und die Kleidung ihrer Gefangenschaft
von sich ablegen und in deinem Haus bleiben und ihren Vater und
ihre Mutter einen vollen Monat lang beweinen. Danach magst du
zu ihr eingehen und sie heiraten, so daß sie dir zur Frau
wird. 21,14 Und es soll geschehen, wenn du kein Gefallen
[mehr] an ihr hast, dann sollst du sie nach ihrem Wunsch entlassen.
Aber du darfst sie keineswegs für Geld verkaufen; du sollst
sie nicht als Sklavin behandeln, weil du sie geschwächt hast.
21,15 Wenn ein Mann zwei Frauen hat, eine geliebte und
eine gehaßte, und sie gebären ihm Söhne, die geliebte
und die gehaßte, und der erstgeborene Sohn ist von der gehaßten:
21,16 dann soll es geschehen an dem Tag, an dem er seine
Söhne erben läßt, was ihm gehört, daß
er nicht den Sohn der geliebten zum Erstgeborenen machen kann
gegen den Sohn der gehaßten, [der doch] der Erstgeborene
[ist]. 21,17 Vielmehr soll er den Erstgeborenen, den Sohn
der gehaßten, anerkennen, daß er ihm zwei Teile von
allem gibt, was sich bei ihm findet. Denn er ist der Erstling
seiner Kraft, ihm gehört das Recht der Erstgeburt.
21,18 Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen
Sohn hat, der auf die Stimme seines Vaters und auf die Stimme
seiner Mutter nicht hört, und sie züchtigen ihn, er
aber hört [weiterhin] nicht auf sie, 21,19 dann sollen
sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn hinausführen
zu den Ältesten seiner Stadt und zum Tor seines Ortes. 21,20
Und sie sollen zu den Ältesten seiner Stadt sagen: Dieser
unser Sohn ist störrisch und widerspenstig, er hört
nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und Säufer!
21,21 Dann sollen ihn alle Leute seiner Stadt steinigen,
daß er stirbt; so sollst du das Böse aus deiner Mitte
wegschaffen. Und ganz Israel soll es hören und sich fürchten.
21,22 Und wenn bei einem Mann eine Sünde geschieht,
[auf die] das Todesurteil [steht], und er wird getötet und
du hängst ihn an ein Holz, 21,23 dann darf seine Leiche
nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn
unbedingt am selben Tag begraben. Denn ein Gehenkter ist ein Fluch
Gottes. So sollst du dein Land nicht unrein machen, das der HERR,
dein Gott, dir als Erbteil gibt.
22,1 Nicht darfst du zusehen, wie das Rind deines Bruders
oder sein Schaf umherirrt und dich ihnen entziehen; du sollst
sie deinem Bruder unbedingt zurückbringen. 22,2 Wenn
aber dein Bruder nicht nahe bei dir [wohnt] oder du ihn nicht
kennst, dann sollst du es in dein Haus aufnehmen, und es soll
bei dir sein, bis dein Bruder es sucht. Dann gib es ihm zurück!
22,3 Und ebenso sollst du es mit seinem Esel machen, ebenso
sollst du es mit seinem Gewand machen, und ebenso sollst du es
mit allem Verlorenen deines Bruders machen, das ihm verloren geht
und das du findest; du kannst dich nicht entziehen. 22,4
Du darfst nicht zusehen, wie der Esel deines Bruders oder sein
Rind auf dem Weg fallen, und dich ihnen entziehen; du sollst [sie]
unbedingt mit ihm aufrichten.
22,5 Männerzeug darf nicht auf einer Frau sein, und
ein Mann darf nicht das Gewand einer Frau anziehen. Denn jeder,
der dieses tut, ist ein Greuel für den HERRN, deinen Gott.
22,6 Wenn sich zufällig ein Vogelnest vor dir auf
dem Weg findet, auf irgendeinem Baum oder auf der Erde, mit Jungen
oder mit Eiern, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den
Eiern, dann darfst du die Mutter auf den Jungen nicht nehmen.
22,7 Du sollst die Mutter unbedingt fliegen lassen, die
Jungen aber magst du dir nehmen, damit es dir gutgeht und du deine
Tage verlängerst.
22,8 Wenn du ein neues Haus baust, dann sollst du ein Geländer
um dein Dach machen, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus bringst,
wenn irgend jemand von ihm herabfällt.
22,9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei [Samen]
besäen, damit nicht das Ganze dem Heiligtum verfällt,
der Same, den du gesät hast, und der Ertrag des Weinberges.
- 22,10 Du sollst nicht mit einem Rind und einem Esel zusammen
pflügen. - 22,11 Du sollst nicht Gewebe von verschiedenartigem
Stoff anziehen, Wolle und Leinen zusammen.
22,12 Quasten sollst du dir machen an den vier Zipfeln
deines Oberkleides, mit dem du dich kleidest.
22,13 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und zu ihr eingeht,
und er haßt sie 22,14 und legt ihr Taten zur Last,
die sie ins Gerede bringen, und bringt sie in schlechten Ruf und
sagt: Diese Frau habe ich genommen und mich ihr genaht und habe
[die Zeichen der] Jungfrauschaft nicht an ihr gefunden! -, 22,15
dann sollen der Vater der jungen Frau und ihre Mutter die [Zeichen
der] Jungfrauschaft der jungen Frau nehmen und zu den Ältesten
der Stadt ins Tor hinausbringen. 22,16 Dann soll der Vater
der jungen Frau zu den Ältesten sagen: Ich habe meine Tochter
diesem Mann zur Frau gegeben, und er haßt sie. 22,17
Und siehe, er legt ihr Taten zur Last, die sie ins Gerede bringen,
indem er sagt: Ich habe an deiner Tochter die [Zeichen der] Jungfrauschaft
nicht gefunden! Dies [hier] sind nun die [Zeichen der] Jungfrauschaft
meiner Tochter. Und sie sollen das Tuch vor den Ältesten
der Stadt ausbreiten. 22,18 Und die Ältesten jener
Stadt sollen den Mann nehmen und ihn züchtigen. 22,19
Und sie sollen ihm eine Geldbuße von hundert [Schekel] Silber
auferlegen und sie dem Vater der jungen Frau geben, weil er eine
Jungfrau in Israel in schlechten Ruf gebracht hat. Und sie soll
[weiterhin] seine Frau sein; er kann sie nicht entlassen alle
seine Tage. - 22,20 Wenn aber jene Sache Wahrheit gewesen
ist, die [Zeichen der] Jungfrauschaft sind an der jungen Frau
nicht gefunden worden, 22,21 dann sollen sie die junge
Frau hinausführen an den Eingang des Hauses ihres Vaters,
und die Männer ihrer Stadt sollen sie steinigen, daß
sie stirbt, weil sie eine Schandtat in Israel verübt hat,
zu huren im Haus ihres Vaters. Und du sollst das Böse aus
deiner Mitte wegschaffen.
22,22 Wenn ein Mann bei einer Frau liegend angetroffen
wird, die einem Mann gehört, dann sollen sie alle beide sterben,
der Mann, der bei der Frau lag, und die Frau. Und du sollst das
Böse aus Israel wegschaffen.
22,23 Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau, einem Mann
verlobt ist, und es trifft sie ein Mann in der Stadt und liegt
bei ihr, 22,24 dann sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt
hinausführen und sie steinigen, daß sie sterben: das
Mädchen deshalb, weil es in der Stadt nicht geschrien hat,
und den Mann deshalb, weil er die Frau seines Nächsten geschwächt
hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
- 22,25 Wenn aber der Mann das verlobte Mädchen auf
dem Feld trifft, und der Mann ergreift sie und liegt bei ihr,
dann soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, allein sterben. 22,26
Aber dem Mädchen sollst du nichts tun, das Mädchen hat
keine Sünde [begangen] [zum] Tode. Diese Sache ist vielmehr
so, wie wenn ein Mann sich erhebt gegen seinen Nächsten und
ihn totschlägt. 22,27 Denn er hat sie auf dem Feld
getroffen. Das verlobte Mädchen schrie, aber niemand war
da, der es rettete.
22,28 Wenn ein Mann ein Mädchen trifft, eine Jungfrau,
die nicht verlobt ist, und ergreift sie und liegt bei ihr, und
sie werden [dabei] angetroffen: 22,29 dann soll der Mann,
der bei ihr lag, dem Vater des Mädchens fünfzig [Schekel]
Silber geben, und es soll seine Frau werden, weil er sie geschwächt
hat; er kann sie nicht entlassen all seine Tage.
23,1 Ein Mann darf nicht die Frau seines Vaters nehmen
und darf die Decke seines Vaters nicht aufdecken.
23,2 Einer, dem die Hoden zerstoßen sind oder die
Harnröhre abgeschnitten ist, darf nicht in die Versammlung
des HERRN kommen. 23,3 Ein Bastard darf nicht in die Versammlung
des HERRN kommen; auch die zehnte Generation von ihm soll nicht
in die Versammlung des HERRN kommen. - 23,4 Ein Ammoniter
oder Moabiter darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen;
auch die zehnte Generation von ihnen darf nicht in die Versammlung
des HERRN kommen, für ewig; 23,5 deshalb, weil sie
euch nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen sind auf dem
Weg, als ihr aus Ägypten zogt, und weil er Bileam, den Sohn
des Beor, aus Petor in Mesopotamien, gegen dich gedungen hat,
dich zu verfluchen. 23,6 Aber der HERR, dein Gott, wollte
nicht auf Bileam hören, und der HERR, dein Gott, wandelte
dir den Fluch in Segen um; denn der HERR, dein Gott, hatte dich
lieb. 23,7 Du sollst ihren Frieden und ihr Wohl nicht suchen
alle deine Tage, für ewig.
23,8 Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er
ist dein Bruder. Den Ägypter sollst du nicht verabscheuen,
denn du bist ein Fremder in seinem Land gewesen. 23,9 Kinder,
die ihnen geboren werden, dürfen von ihnen in der dritten
Generation in die Versammlung des HERRN kommen.
23,10 Wenn du gegen deine Feinde ins Kriegslager ausziehst,
dann sollst du dich vor allem Bösen hüten:
23,11 Wenn ein Mann unter dir ist, der durch einen Zufall
der Nacht nicht rein ist, dann soll er nach draußen vor
das Lager hinausgehen. Er darf nicht ins Lager hineinkommen. 23,12
Und es soll geschehen, beim Anbruch des Abends soll er sich im
Wasser baden, und beim Untergang der Sonne darf er [wieder] ins
Lager kommen. 23,13 Und du sollst einen Platz außerhalb
des Lagers haben, dahin kannst du [für deine Notdurft] hinausgehen.
23,14 Und du sollst eine Schaufel bei deinem Gerät
haben. Und es soll geschehen, wenn du dich draußen hinsetzt,
so sollst du [ein Loch] damit graben und deine Ausscheidung wieder
zudecken. 23,15 Denn der HERR, dein Gott, lebt mitten in
deinem Lager, um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben.
Und dein Lager soll heilig sein, daß er nichts Anstößiges
unter dir sieht und sich von dir abwendet.
23,16 Einen Sklaven, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet,
sollst du seinem Herrn nicht ausliefern. 23,17 Bei dir
soll er wohnen, in deiner Mitte, an dem Ort, den er in einem deiner
Tore erwählen wird, wo es ihn gut dünkt: du sollst ihn
nicht unterdrücken.
23,18 Eine Geweihte soll es unter den Töchtern Israel
nicht geben, und [auch] einen Geweihten soll es nicht unter den
Söhnen Israel geben. 23,19 Du sollst keinen Hurenlohn
und [kein] Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen
für irgendein Gelübde; denn auch diese beiden sind ein
Greuel für den HERRN, deinen Gott.
23,20 Du sollst deinem Bruder keinen Zins auferlegen, Zins
für Geld, Zins für Speise, Zins für irgendeine
Sache, die man gegen Zins ausleiht. 23,21 Dem Fremden magst
du Zins auferlegen, aber deinem Bruder darfst du nicht Zins auferlegen,
damit der HERR, dein Gott, dich segnet in allem Geschäft
deiner Hand in dem Land, in das du kommst, um es in Besitz zu
nehmen.
23,22 Wenn du für den HERRN, deinen Gott, ein Gelübde
ablegst, sollst du nicht zögern, es zu erfüllen. Denn
der HERR, dein Gott, wird es unbedingt von dir fordern, und Sünde
würde an dir sein. 23,23 Wenn du es aber unterläßt,
[etwas] zu geloben, wird keine Sünde an dir sein. 23,24
Was über deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und
ausführen, wie du dem HERRN, deinem Gott, freiwillig gelobt
hast, was du mit deinem Mund geredet hast.
23,25 Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst,
dann magst du Trauben essen nach Herzenslust, [bis] du satt bist;
in dein Gefäß aber darfst du nichts tun. 23,26
Wenn du in das Getreide[feld] deines Nächsten kommst, dann
darfst du Ähren mit deiner Hand abpflücken; aber die
Sichel sollst du nicht über das Getreide deines Nächsten
schwingen.
24,1 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und sie heiratet und
es geschieht, daß sie keine Gunst in seinen Augen findet,
weil er etwas Anstößiges an ihr gefunden hat und er
ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und
sie aus seinem Haus entlassen hat, 24,2 und sie ist aus
seinem Haus gezogen und ist hingegangen und [die Frau] eines anderen
Mannes geworden, 24,3 [wenn dann] auch der andere Mann
sie gehaßt und ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in
ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat oder wenn
der andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hat, 24,4
[dann] kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht
wieder nehmen, daß sie seine Frau sei, nachdem sie unrein
gemacht worden ist. Denn ein Greuel ist das vor dem HERRN. Und
du sollst das Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt,
nicht zur Sünde verführen.
24,5 Wenn ein Mann erst kurz verheiratet ist, soll er nicht
mit dem Heer ausziehen, und es soll ihm keinerlei Verpflichtung
auferlegt werden. Er soll ein Jahr lang frei sein für sein
Haus und seine Frau, die er genommen hat, erfreuen.
24,6 Man soll nicht Handmühle und Mühlstein pfänden;
denn [damit] pfändet man das Leben.
24,7 Wenn ein Mann gefunden wird, der einen von seinen
Brüdern, [einen] von den Söhnen Israel, geraubt hat
und ihn als Sklaven behandelt und verkauft hat, dann soll dieser
Dieb sterben. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.
24,8 Bei der Plage des Aussatzes hüte dich, daß
du sehr darauf achtest und alles tust, was euch die Priester,
die Leviten, lehren werden. Ihr sollt darauf achten, zu tun, wie
ich ihnen befohlen habe. 24,9 Denk daran, was der HERR,
dein Gott, an Mirjam getan hat auf dem Weg, als ihr aus Ägypten
zogt!
24,10 Wenn du deinem Nächsten irgendein Darlehen leihst,
dann sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um von ihm ein
Pfand zu erheben. 24,11 Draußen sollst du stehenbleiben,
und der Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir nach
draußen hinausbringen. 24,12 Und wenn er ein bedürftiger
Mann ist, sollst du dich nicht mit seinem Pfand schlafen legen.
24,13 Du sollst ihm das Pfand unbedingt beim Untergang
der Sonne zurückgeben, damit er sich in seinem Mantel schlafen
lege und dich segne; und es wird für dich als Gerechtigkeit
gelten vor dem HERRN, deinem Gott.
24,14 Du sollst den bedürftigen und armen Lohnarbeiter
nicht unterdrücken, [sei er einer] von deinen Brüdern
oder von deinen Fremden, die in deinem Land, in deinen Toren [wohnen].
24,15 Am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, und
die Sonne soll nicht darüber untergehen - denn er ist bedürftig
und verlangt sehnsüchtig danach -, damit er nicht über
dich zum HERRN schreit und Sünde an dir ist. 24,16
Nicht sollen Väter um der Söhne willen getötet
werden und Söhne sollen nicht um der Väter willen getötet
werden; sie sollen jeder für seine [eigene] Sünde getötet
werden.
24,17 Du sollst das Recht eines Fremden [und] einer Waise
nicht beugen; und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfänden.
24,18 Und du sollst daran denken, daß du Sklave in
Ägypten warst und daß der HERR, dein Gott, dich von
dort erlöst hat; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.
24,19 Wenn du deine Ernte auf deinem Feld einbringst und
hast eine Garbe auf dem Feld vergessen, sollst du nicht umkehren,
um sie zu holen. Für den Fremden, für die Waise und
für die Witwe soll sie sein, damit der HERR, dein Gott, dich
segnet in allem Tun deiner Hände. 24,20 Wenn du deine
Oliven abschlägst, sollst du nicht hinterher die Zweige absuchen:
für den Fremden, für die Waise und für die Witwe
soll es sein. 24,21 Wenn du in deinem Weinberg Lese hältst,
sollst du nicht hinterher Nachlese halten. Für den Fremden,
für die Waise und für die Witwe soll es sein. 24,22
Und du sollst daran denken, daß du Sklave warst im Land
Ägypten; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.
25,1 Wenn ein Rechtsstreit zwischen Männern entsteht
und sie vor Gericht treten, und man richtet sie, dann soll man
den Gerechten gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig. 25,2
Und es soll geschehen, wenn der Schuldige Schläge verdient
hat, dann soll der Richter ihn hinlegen und ihm in seiner Gegenwart
nach [der festgesetzten] Zahl Schläge geben [lassen], seiner
Schuld entsprechend. 25,3 Vierzig [Schläge] darf er
ihm geben [lassen] - nicht mehr -, damit nicht, wenn er fortfährt,
ihn über diese hinaus mit vielen Schlägen zu schlagen,
dein Bruder in deinen Augen entehrt wird.
25,4 Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn
er drischt.
25,5 Wenn Brüder zusammen wohnen und einer von ihnen
stirbt und hat keinen Sohn, dann soll die Frau des Verstorbenen
nicht auswärts einem fremden Mann angehören. Ihr Schwager
soll zu ihr eingehen und sie sich zur Frau nehmen und mit ihr
die Schwagerehe vollziehen. 25,6 Und es soll geschehen:
der Erstgeborene, den sie [dann] gebiert, soll den Namen seines
verstorbenen Bruders weiterführen, damit dessen Name aus
Israel nicht ausgelöscht wird. 25,7 Wenn aber der
Mann keine Lust hat, seine Schwägerin zu nehmen, dann soll
seine Schwägerin ins Tor hinaufgehen zu den Ältesten
und soll sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder den
Namen in Israel aufrechtzuerhalten; er will die Schwagerehe mit
mir nicht eingehen. 25,8 Und die Ältesten seiner Stadt
sollen ihn rufen und mit ihm reden. Doch stellt er sich dann hin
und sagt: Ich habe keine Lust, sie zu nehmen, 25,9 dann
soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu
ihm hintreten und ihm den Schuh von seinem Fuß abziehen
und ihm ins Gesicht spucken. Und sie soll antworten und sagen:
So soll dem Mann geschehen, der das Haus seines Bruders nicht
bauen will! 25,10 Und sein Name soll in Israel heißen
`Haus des Barfüßers'.
25,11 Wenn Männer miteinander raufen, ein Mann und
sein Bruder, und die Frau des einen eilt herbei, um ihren Mann
aus der Hand dessen, der ihn schlägt, zu retten, und sie
streckt ihre Hand aus und greift an seine Geschlechtsteile: 25,12
dann sollst du ihr die Hand abhauen; du sollst nicht schonen.
25,13 Du sollst nicht zweierlei Gewichtsteine in deinem
Beutel haben, einen großen und einen kleinen. 25,14
Du sollst nicht zweierlei Efa in deinem Haus haben, ein großes
und ein kleines. 25,15 Vollen und gerechten Gewichtstein
sollst du haben, und volles und gerechtes Efa sollst du haben,
damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR,
dein Gott, dir gibt. 25,16 Denn ein Greuel für den
HERRN, deinen Gott, ist jeder, der dieses tut, jeder, der unrecht
tut.
25,17 Denk daran, was Amalek dir getan hat auf dem Weg,
als ihr aus Ägypten zogt, 25,18 wie er dir auf dem
Weg entgegentrat und deine Nachzügler schlug, alle Schwachen
hinter dir, als du erschöpft und müde warst, und daß
er Gott nicht fürchtete. 25,19 Und wenn der HERR,
dein Gott, dir Ruhe verschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum
in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es
in Besitz zu nehmen, dann sollst du die Erinnerung an Amalek unter
dem Himmel auslöschen. Vergiß es nicht!
26,1 Und es soll geschehen, wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und du hast es in Besitz genommen und wohnst darin, 26,2 dann sollst du von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du von deinem Land einbringst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an die Stätte gehen, die der HERR, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. 26,3 Und du sollst zu dem Priester kommen, der in jenen Tage