Das vierte Buch Mose (Numeri).


Zählung der kampffähigen Männer.

Kapitel 1

1,1 Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai im Zelt der Begegnung am ersten [Tag] des zweiten Monats, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten, und sprach: 1,2 Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Söhne Israel auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alles Männliche nach ihren Köpfen! 1,3 Von zwanzig Jahren an und darüber, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel, die sollt ihr mustern nach ihren Heere[sverbände]n, du und Aaron! 1,4 Und je ein Mann für [jeden] Stamm soll bei euch sein, ein Mann, der das Haupt von seinem Vaterhaus ist.

V. 5-15: Kap. 2,3-29; 7,12-78; 10,14-27; 1Mo 35,23-26; 1Chr 27,16-22.

1,5 Und dies sind die Namen der Männer, die euch beistehen sollen: für Ruben: Elizur, der Sohn Schedeurs; 1,6 für Simeon: Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; 1,7 für Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs; 1,8 für Issaschar: Netanel, der Sohn Zuars; 1,9 für Sebulon: Eliab, der Sohn Helons; 1,10 für die Söhne Josephs: für Ephraim: Elischama, der Sohn Ammihuds; für Manasse: Gamliel, der Sohn Pedazurs; 1,11 für Benjamin: Abidan, der Sohn des Gidoni; 1,12 für Dan: Ahieser, der Sohn Ammischaddais; 1,13 für Asser: Pagiel, der Sohn Ochrans; 1,14 für Gad: Eljasaf, der Sohn Deguels; 1,15 für Naftali: Ahira, der Sohn Enans. 1,16 Das sind die Berufenen der Gemeinde, die Fürsten der Stämme ihrer Väter; sie waren die Häupter der Tausendschaften Israels. 1,17 Und Mose und Aaron nahmen diese mit Namen bezeichneten Männer, 1,18 und sie versammelten die ganze Gemeinde am ersten [Tag] des zweiten Monats. Und sie ließen sich in die Geburtsverzeichnisse eintragen nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, nach ihrer Kopfzahl, 1,19 wie der HERR dem Mose geboten hatte. Und so musterte er sie in der Wüste Sinai.

V. 20-42: Kap. 26,5-57; 1Mo 35,23-26.

1,20 Da waren die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Männliche von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,21 ihre Gemusterten vom Stamm Ruben waren 46 500.

1,22 Von den Söhnen Simeons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, seine Gemusterten nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Männliche von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,23 ihre 1,24 Gemusterten vom Stamm Simeon waren 59 300.

Von den Söhnen Gads: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,25 ihre Gemusterten vom Stamm Gad waren 45 650.

1,26 Von den Söhnen Judas: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,27 ihre Gemusterten vom Stamm Juda waren 74 600.

1,28 Von den Söhnen Issaschars: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,29 ihre Gemusterten vom Stamm Issaschar waren 54 400.

1,30 Von den Söhnen Sebulons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,31 ihre Gemusterten vom Stamm Sebulon waren 57 400.

1,32 Von den Söhnen Josephs: Von den Söhnen Ephraims: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,33 ihre Gemusterten vom Stamm Ephraim waren 40 500.

1,34 Von den Söhnen Manasses: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,35 ihre Gemusterten vom Stamm Manasse waren 32 200.

1,36 Von den Söhnen Benjamins: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,37 ihre Gemusterten vom Stamm Benjamin waren 35 400.

1,38 Von den Söhnen Dans: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,39 ihre Gemusterten vom Stamm Dan waren 62 700.

1,40 Von den Söhnen Assers: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,41 ihre Gemusterten vom Stamm Asser waren 41 500.

1,42 Die Söhne Naftalis: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1,43 ihre Gemusterten vom Stamm Naftali waren 53 400.

1,44 Das sind die Gemusterten, die Mose musterte [zusammen mit] Aaron und den Fürsten Israels, den zwölf Männern, je ein Mann für sein Vaterhaus. 1,45 Und es waren alle Gemusterten der Söhne Israel nach ihren Vaterhäusern von zwanzig Jahren an und darüber - jeder, der mit dem Heer auszog in Israel -, 1,46 es waren all die Gemusterten 603 550. 1,47 Die aber Leviten waren nach dem Stamm ihrer Väter, wurden nicht unter ihnen gemustert.

Aussonderung der Leviten.

1,48 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 1,49 Nur den Stamm Levi sollst du nicht mustern und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Söhnen Israel, 1,50 sondern setze du die Leviten [als Aufseher] ein über die Wohnung des Zeugnisses und über all ihr Gerät und über alles, was zu ihr gehört! Sie sollen die Wohnung und all ihr Gerät tragen, und sie sollen sie bedienen und sich rings um die Wohnung herum lagern. 1,51 Und wenn die Wohnung aufbricht, sollen die Leviten sie abbauen; und wenn die Wohnung sich lagert, sollen die Leviten sie aufrichten. Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden. 1,52 Und die Söhne Israel sollen sich lagern - jeder an seinem Lager[platz] und jeder bei seinem Feldzeichen - nach ihren Heere[sverbände]n. 1,53 Die Leviten aber sollen rings um die Wohnung des Zeugnisses herum lagern, damit nicht ein Zorn über die Gemeinde der Söhne Israel komme; und die Leviten sollen den Dienst an der Wohnung des Zeugnisses versehen. 1,54 Und die Söhne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte; so taten sie [es].

Lagerordnung.

Kapitel 2

2,1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 2,2 Die Söhne Israel sollen [so] lagern: jeder bei seiner Abteilung, bei den Zeichen ihrer Vaterhäuser; rings um das Zelt der Begegnung her, [jeweils] gegenüber sollen sie lagern.

V. 3-29: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26.

2,3 Und zwar die nach Osten, nach [Sonnen]aufgang hin Lagernden, [das ist] die Abteilung des Lagers Juda, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]: und der Fürst der Söhne Judas, Nachschon, der Sohn Amminadabs, 2,4 und sein Heer und ihre Gemusterten, 74 600. 2,5 Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Issaschar und der Fürst der Söhne Issaschars, Netanel, der Sohn Zuars, 2,6 und sein Heer und dessen Gemusterte, 54 400. 2,7 Der Stamm Sebulon und der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn Helons, 2,8 und sein Heer und dessen Gemusterte, 57 400. 2,9 Alle Gemusterten vom Lager Juda: 186 400, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; sie sollen zuerst aufbrechen.

2,10 Die Abteilung des Lagers Ruben gegen Süden hin, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und der Fürst der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs, 2,11 und sein Heer und dessen Gemusterte, 46 500. 2,12 Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Simeon und der Fürst der Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais, 2,13 und sein Heer und ihre Gemusterten, 59 300. 2,14 Und der Stamm Gad und der Fürst der Söhne Gads, Eljasaf, der Sohn Deguels, 2,15 und sein Heer und ihre Gemusterten, 45 650. 2,16 Alle Gemusterten vom Lager Ruben: 151 450, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und sie sollen als zweite aufbrechen.

2,17 Und dann soll das Zelt der Begegnung aufbrechen, das Lager der Leviten in der Mitte der [andern] Lager; wie sie lagern, so sollen sie aufbrechen, jeder an seiner Stelle, nach ihren Abteilungen.

2,18 Die Abteilung des Lagers Ephraim, nach ihren Heeresverbänden [geordnet], nach Westen hin; und der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds, 2,19 und sein Heer und ihre Gemusterten, 40 500. 2,20 Und neben ihm der Stamm Manasse und der Fürst der Söhne Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs, 2,21 und sein Heer und ihre Gemusterten, 32 200. 2,22 Und der Stamm Benjamin und der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn des Gidoni, 2,23 und sein Heer und ihre Gemusterten, 35 400. 2,24 Alle Gemusterten vom Lager Ephraim: 108 100, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]; und sie sollen als dritte aufbrechen.

2,25 Die Abteilung des Lagers Dan nach Norden hin, nach ihren Heeresverbänden [geordnet]: und der Fürst der Söhne Dans, Ahieser, der Sohn Ammischaddais, 2,26 und sein Heer und ihre Gemusterten, 62 700. 2,27 Und die neben ihm Lagernden: der Stamm Asser und der Fürst der Söhne Assers, Pagiel, der Sohn Ochrans, 2,28 und sein Heer und ihre Gemusterten, 41 500. 2,29 Und der Stamm Naftali und der Fürst der Söhne Naftalis, Ahira, der Sohn Enans, 2,30 und sein Heer und ihre Gemusterten, 53 400. 2,31 Alle Gemusterten vom Lager Dan: 157 600; sie sollen zuletzt aufbrechen nach ihren Abteilungen.

2,32 Das sind die Gemusterten der Söhne Israel nach ihren Vaterhäusern. Alle Gemusterten der Lager, nach ihren Heeresverbänden, waren 603 550. 2,33 Aber die Leviten wurden nicht unter den Söhnen Israel gemustert, ganz wie der HERR dem Mose befohlen hatte. 2,34 Und die Söhne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose geboten hatte: so lagerten sie sich nach ihren Abteilungen, und so brachen sie auf, jeder nach seinen Sippen, bei seinem Vaterhaus.

Zählung der Leviten.

Kapitel 3

3,1 Und das ist die Geschlechterfolge Aarons und Moses an dem Tag, da der HERR auf dem Berg Sinai mit Mose redete. 3,2 Und das sind die Namen der Söhne Aarons: der Erstgeborene Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. 3,3 Das sind die Namen der Söhne Aarons, der gesalbten Priester, die geweiht worden waren, um den Priesterdienst auszuüben. 3,4 Und Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, als sie in der Wüste Sinai fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten; und sie hatten keine Söhne. Und Eleasar und Itamar übten den Priesterdienst vor ihrem Vater Aaron aus.

3,5 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 3,6 Laß den Stamm Levi herannahen und stelle ihn vor den Priester Aaron, daß sie ihm dienen! 3,7 Und sie sollen den Dienst für ihn und den Dienst für die ganze Gemeinde versehen vor dem Zelt der Begegnung, um die Arbeit [an] der Wohnung zu verrichten; 3,8 und sie sollen alle Geräte des Zeltes der Begegnung in Ordnung halten und den Dienst der Söhne Israel [versehen], um die Arbeit an der Wohnung zu verrichten. 3,9 Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen geben; zu eigen sind sie ihm gegeben von den Söhnen Israel. 3,10 Und Aaron und seine Söhne sollst du beauftragen, daß sie ihr Priesteramt versehen. Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.

3,11 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 3,12 Und ich, siehe, ich habe die Leviten mitten aus den Söhnen Israel genommen anstelle aller Erstgeburt, die zuerst den Mutterschoß durchbricht unter den Söhnen Israel; und die Leviten sollen mir gehören. 3,13 Denn mein ist alle Erstgeburt: an dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Ägypten schlug, habe ich alle Erstgeburt in Israel für mich geheiligt vom Menschen bis zum Vieh. Mir sollen sie gehören, mir, dem HERRN.

V. 14-39: vgl. 1Chr 6,1-48.

3,14 Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai und sprach: 3,15 Mustere die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Sippen; alles Männliche von einem Monat an und darüber sollst du mustern! 3,16 Und Mose musterte sie nach dem Befehl des HERRN, wie ihm geboten worden war.

V. 17-39: Kap. 26,57-62.

3,17 Und dies waren die Söhne Levis nach ihren Namen: Gerschon und Kehat und Merari. 3,18 Und dies sind die Namen der Söhne Gerschons nach ihren Sippen: Libni und Schimi. 3,19 Und die Söhne Kehats nach ihren Sippen: Amram und Jizhar, Hebron und Usiel. 3,20 Und die Söhne Meraris nach ihren Sippen: Machli und Muschi. Das sind die Sippen Levis nach ihren Vaterhäusern.

3,21 Von Gerschon: die Sippe der Libniter und die Sippe der Schimiter; das sind die Sippen der Gerschoniter. 3,22 Ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber, ihre Gemusterten: 7 500. 3,23 Die Sippen der Gerschoniter lagerten hinter der Wohnung nach Westen hin. 3,24 Und der Fürst des Vaterhauses der Gerschoniter war Eljasaf, der Sohn Laels. 3,25 Und der Dienst der Söhne Gerschons am Zelt der Begegnung war: die Wohnung und das Zelt, seine Decke und der Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung 3,26 und die Behänge des Vorhofs und der Vorhang vom Eingang des Vorhofs, der rings um die Wohnung her und um den Altar her ist, und seine Seile für alle Arbeit daran.

3,27 Und von Kehat: die Sippe der Amramiter und die Sippe der Jizhariter und die Sippe der Hebroniter und die Sippe der Usieliter; das sind die Sippen der Kehatiter. 3,28 Nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber, 8 600, die den Dienst am Heiligtum versahen. 3,29 Die Sippen der Söhne Kehats lagerten an der Seite der Wohnung nach Süden hin. 3,30 Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen der Kehatiter war Elizafan, der Sohn Usiels. 3,31 Und ihr Dienst war: die Lade und der Tisch und der Leuchter und die Altäre und die Geräte des Heiligtums, mit denen man den Dienst verrichtet, und der Vorhang und alle [dazugehörige] Arbeit.

3,32 Und der oberste der Fürsten Levis war der Priester Eleasar, der Sohn Aarons; er war Aufseher über die, den Dienst am Heiligtum versahen.

3,33 Von Merari: die Sippe der Machliter und die Sippe der Muschiter; das sind die Sippen Meraris. 3,34 Und ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat an und darüber: 6 200. 3,35 Und der Fürst des Vaterhauses der Sippen Meraris war Zuriel, der Sohn Abihajils. Sie lagerten an der Seite der Wohnung nach Norden hin. 3,36 Und der Dienst der Söhne Meraris war: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Fußgestelle und all ihre Geräte und alle Arbeit daran 3,37 und die Säulen des Vorhofs ringsum und deren Fußgestelle und ihre Pflöcke und ihre Seile.

3,38 Und die vor der Wohnung nach Osten hin vor dem Zelt der Begegnung gegen [Sonnen-]aufgang zu Lagernden waren Mose und Aaron und seine Söhne, die den Dienst am Heiligtum versahen, [alles], was den Söhnen Israel aufgetragen war. - Der Fremde aber, der sich [ihr] nähert, soll getötet werden.

3,39 Alle gemusterten Leviten, die Mose und Aaron nach dem Befehl des HERRN nach ihren Sippen musterten, alles Männliche von einem Monat an und darüber, war 22 000.

3,40 Und der HERR sprach zu Mose: Mustere alle männlichen Erstgeborenen der Söhne Israel von einem Monat an und darüber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf! 3,41 Und du sollst die Leviten für mich, den HERRN, nehmen anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Söhne Israel. 3,42 Und Mose musterte, wie der HERR es ihm geboten hatte, alle Erstgeborenen unter den Söhnen Israel. 3,43 Und alle männlichen Erstgeborenen nach der Zahl der Namen, von einem Monat an und darüber, nach ihren Gemusterten, waren 22 273.

3,44 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 3,45 Nimm die Leviten anstelle aller Erstgeborenen unter den Söhnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle ihres Viehes; und die Leviten sollen mir gehören, mir, dem HERRN! 3,46 Und was den Loskauf der 273 betrifft: die von den Erstgeborenen der Söhne Israel überzählig sind über die [Zahl der] Leviten [hinaus], 3,47 da sollst du je fünf Schekel für den Kopf nehmen; nach dem Schekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, den Schekel zu zwanzig Gera. 3,48 Und das Geld sollst du als Loskauf der Überzähligen unter ihnen an Aaron und seine Söhne geben. 3,49 Und Mose nahm das Geld des Loskaufs von denen, die überzählig waren über die durch die Leviten Losgekauften [hinaus]; 3,50 von den Erstgeborenen der Söhne Israel nahm er das Geld, 1 365 [Schekel] nach dem Schekel des Heiligtums. 3,51 Und Mose gab das Geld des Loskaufs Aaron und seinen Söhnen nach dem Befehl des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

Dienst der Leviten beim Aufbruch des Lagers.

Kapitel 4

4,1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 4,2 Nimm die Summe der Söhne Kehats aus der Mitte der Söhne Levis auf, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, 4,3 von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten!

4,4 Das ist der Dienst der Söhne Kehats am Zelt der Begegnung: das Hochheilige. 4,5 Und Aaron und seine Söhne sollen beim Aufbruch des Lagers hineingehen und den verhüllenden Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses damit bedecken; 4,6 und sie sollen eine Decke aus Delphinhaut darüber legen und ein Tuch ganz aus violettem Purpur oben darüber breiten und ihre Stangen daran anbringen. 4,7 Und über den Tisch der Schaubrote sollen sie ein Tuch aus violettem Purpur breiten und darauf die Schüsseln und Schalen und Opferschalen stellen und die Kannen zum Trankopfer; und das ständige Brot soll auf ihm sein; 4,8 und darüber sollen sie ein Tuch aus Karmesin breiten und es mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken; und sie sollen seine Stangen daran anbringen. 4,9 Und sie sollen ein Tuch aus violettem Purpur nehmen und den Leuchter des Lichts bedecken und seine Lampen und seine Dochtscheren und seine Feuerbecken und alle seine Ölgefäße, womit man den Dienst an ihm verrichtet; 4,10 und sie sollen ihn und alle seine Geräte in eine Decke aus Delphinhaut tun und [alles] auf die Trage legen. 4,11 Und über den goldenen Altar sollen sie ein Tuch aus violettem Purpur breiten und ihn mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken und seine Stangen daran anbringen. 4,12 Und sie sollen alle Geräte des Dienstes nehmen, womit man den Dienst im Heiligtum verrichtet, und sie in ein Tuch aus violettem Purpur legen und sie mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken und auf die Trage legen. 4,13 Und sie sollen den Altar von der Fettasche reinigen und ein Tuch aus rotem Purpur über ihn breiten 4,14 und auf ihn alle seine Geräte legen, mit denen man den Dienst auf ihm verrichtet: die Feuerbecken und die Fleischgabeln und die Schaufeln und die Sprengschalen, alle Geräte des Altars; und sie sollen eine Decke aus Delphinhaut darüber breiten und seine Stangen daran anbringen. 4,15 Und wenn Aaron und seine Söhne beim Aufbruch des Lagers das Zudecken des Heiligtums und aller Geräte des Heiligtums beendet haben, dann sollen danach die Söhne Kehats kommen, um es zu tragen, damit sie das Heilige nicht berühren und sterben. Das ist es, was die Söhne Kehats vom Zelt der Begegnung zu tragen haben.

4,16 Und der Priester Eleasar, der Sohn Aarons, hat die Aufsicht über das Öl für das Licht und [über] das wohlriechende Räucherwerk und das ständige Speisopfer und das Salböl, die Aufsicht über die ganze Wohnung und alles, was darin ist, über das Heiligtum und über seine Geräte.

4,17 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 4,18 Ihr sollt den Stamm der Sippen der Kehatiter nicht umkommen lassen aus der Mitte der Leviten; 4,19 sondern das sollt ihr mit ihnen tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Allerheiligsten nahen: Aaron und seine Söhne sollen hineingehen und sie, jeden einzeln, an seine Arbeit und an seine Traglast stellen; 4,20 aber sie sollen nicht hineingehen, daß sie [auch nur] einen Augenblick das Heilige sehen und sterben.

4,21 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 4,22 Nimm auch die Summe der Söhne Gerschon auf, nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Sippen! 4,23 Von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten. 4,24 Dies ist die Arbeit der Sippen der Gerschoniter beim Arbeiten und beim Tragen: 4,25 Sie sollen tragen die Zeltdecken der Wohnung und das Zelt der Begegnung, seine Decke und die Decke aus Delphinhaut, die oben darüber ist, und den Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung 4,26 und die Vorhänge des Vorhofs und den Vorhang vom Eingang des Tores des Vorhofs, der rings um die Wohnung und um den Altar herum ist, und ihre Seile und alle Geräte, [die zu] ihrer Arbeit [gehören]; und alles, was an ihnen zu tun ist, sollen sie ausführen. 4,27 Nach dem Befehl Aarons und seiner Söhne soll alle Arbeit der Söhne der Gerschoniter geschehen hinsichtlich all ihrer Traglast und all ihrer Arbeit; und ihr sollt ihnen den Dienst für alles das übertragen, was sie zu tragen haben. 4,28 Das ist die Arbeit der Sippen der Söhne der Gerschoniter am Zelt der Begegnung; und ihr Dienst soll geschehen unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons.

4,29 Die Söhne Meraris: nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern sollst du sie mustern; 4,30 von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten. 4,31 Und das ist der Dienst, den sie beim Tragen zu tun haben bei all ihrer Arbeit am Zelt der Begegnung: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Fußgestelle 4,32 und die Säulen des Vorhofs ringsum und ihre Fußgestelle und ihre Pflöcke und ihre Seile mit allen ihren Geräten und mit all der Arbeit daran. Und mit Namen sollt ihr [ihnen] die Geräte zuweisen für den Dienst, den sie beim Tragen zu tun haben. 4,33 Das ist die Arbeit der Sippen der Söhne Meraris nach all ihrer Arbeit am Zelt der Begegnung unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons.

4,34 Und Mose und Aaron und die Fürsten der Gemeinde musterten die Söhne der Kehatiter nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhäusern, 4,35 von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, die in den Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung. 4,36 Und ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, waren 2 750. 4,37 Das sind die Gemusterten der Sippen der Kehatiter, alle, die am Zelt der Begegnung dienten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN [,den er] durch Mose [gegeben hatte].

4,38 Und die Gemusterten der Söhne Gerschons, nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhäusern, 4,39 von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, die in den Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung: 4,40 ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, waren 2 630. 4,41 Das sind die Gemusterten der Sippen der Söhne Gerschons, alle, die am Zelt der Begegnung arbeiteten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN.

4,42 Und die Gemusterten der Sippen der Söhne Meraris, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhäusern, 4,43 von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, die in den Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung: 4,44 ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, waren 3 200. 4,45 Das sind die Gemusterten der Sippen der Söhne Meraris, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN, [den er] durch Mose [gegeben hatte].

4,46 Alle Gemusterten, die Mose und Aaron und die Fürsten Israels musterten, die Leviten, nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhäusern, 4,47 von dreißig Jahren an und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, die antraten, um die Arbeit der Betreuung und die Arbeit des Tragens am Zelt der Begegnung zu verrichten: 4,48 ihre Gemusterten waren 8 580. 4,49 Nach dem Befehl des HERRN musterte man sie durch Mose, jeden einzelnen zu seiner Arbeit und zu seiner Traglast; und sie wurden von ihm gemustert, wie der HERR dem Mose befohlen hatte.

Verfahren bei Unreinheit, Veruntreuung und bei Verdacht auf Ehebruch.

Kapitel 5

5,1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 5,2 Befiehl den Söhnen Israel, daß sie alle Aussätzigen und alle, die an einem Ausfluß leiden, und alle durch eine Leiche Verunreinigten aus dem Lager hinausschicken! 5,3 Sowohl Mann als auch Frau sollt ihr hinausschicken, vor das Lager sollt ihr sie hinausschicken, damit sie nicht ihr Lager unrein machen, in deren Mitte ich wohne. 5,4 Und die Söhne Israel taten so und schickten sie vor das Lager hinaus; wie der HERR zu Mose geredet hatte, so taten die Söhne Israel.

5,5 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 5,6 Rede zu den Söhnen Israel: Wenn ein Mann oder eine Frau irgendeine von all den Sünden der Menschen tun, so daß sie eine Untreue gegen den HERRN begehen, und dieser Mensch schuldig wird, 5,7 dann sollen sie ihre Sünde bekennen, die sie getan haben; und der Schuldige soll seine Schuld erstatten nach ihrer vollen Summe und soll [noch] ein Fünftel davon hinzufügen und es dem geben, an dem er schuldig geworden ist. 5,8 Und wenn der [andere] Mann keinen Löser hat, dem die Schuld erstattet werden kann, dann gehört der erstattete Schuldbetrag dem HERRN zugunsten des Priesters, ebenso wie der Widder der Versöhnung, womit der Priester Sühnung für ihn erwirkt. - 5,9 Und jedes Hebopfer von allen heiligen Gaben der Söhne Israel, die sie dem Priester darbringen, soll ihm gehören. 5,10 Ihm sollen eines jeden heilige Gaben gehören; was jemand dem Priester gibt, soll diesem gehören.

5,11 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 5,12 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn die Frau irgendeines Mannes auf Abwege gerät und Untreue gegen ihn begeht, 5,13 und ein [anderer] Mann liegt bei ihr zur Begattung, und es bleibt verborgen vor den Augen ihres Mannes, und sie hat sich im Verborgenen unrein gemacht, und es ist kein Zeuge gegen sie da, und sie ist nicht ertappt worden; 5,14 und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf seine Frau, und sie hat sich [wirklich] unrein gemacht; oder [aber] der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird eifersüchtig auf seine Frau, und sie hat sich nicht unrein gemacht: 5,15 dann soll der Mann seine Frau zum Priester bringen und [als] ihre Opfergabe ihretwegen ein zehntel Efa Gerstenmehl darbringen; er soll kein Öl darauf gießen und keinen Weihrauch darauf legen; denn es ist ein Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer des Schuldbekenntnisses, das Schuld in Erinnerung bringt. 5,16 Und der Priester soll sie herantreten lassen und sie vor den HERRN stellen. 5,17 Und der Priester nehme heiliges Wasser in einem Tongefäß; und der Priester nehme von dem Staub, der auf dem Fußboden der Wohnung ist und tue ihn in das Wasser. 5,18 Und der Priester stelle die Frau vor den HERRN und lasse das Haupthaar der Frau herabhängen und lege auf ihre Hände das Speisopfer des Schuldbekenntnisses; es ist ein Speisopfer der Eifersucht; und das fluchbringende Wasser der Bitterkeit soll in der Hand des Priesters sein. 5,19 Und der Priester soll sie beschwören und zu der Frau sprechen: Wenn kein Mann bei dir gelegen hat und wenn du, die du unter deinem Mann bist, nicht auf Abwege geraten bist in Unreinigkeit, dann bleibe unversehrt von diesem fluchbringenden Wasser der Bitterkeit! 5,20 Wenn du aber, die du unter deinem Mann bist, auf Abwege geraten bist und dich unrein gemacht hast und ein Mann bei dir gelegen hat außer deinem [eigenen] Mann - 5,21 und [so] soll der Priester die Frau beschwören mit dem Schwur der Verfluchung; und der Priester soll zu der Frau sprechen -: dann mache der HERR dich zur Verfluchung und zum Schwur inmitten deines Volkes, indem der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch anschwellen läßt, 5,22 und es komme dieses fluchbringende Wasser in deine Eingeweide, um den Bauch anschwellen und die Hüfte schwinden zu lassen! Und die Frau soll sagen: Amen, Amen! 5,23 Und der Priester soll diese Verfluchungen in ein Buch schreiben und sie in das Wasser der Bitterkeit [hinein] abwischen; 5,24 und er soll die Frau das fluchbringende Wasser der Bitterkeit trinken lassen, damit das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie komme. 5,25 Und der Priester nehme aus der Hand der Frau das Speisopfer der Eifersucht und schwinge das Speisopfer vor dem HERRN und bringe es zum Altar; 5,26 und der Priester nehme eine Handvoll von dem Speisopfer als dessen Askara und räuchere es auf dem Altar; und danach soll er die Frau das Wasser trinken lassen. 5,27 Und wenn er sie das Wasser hat trinken lassen, dann wird es geschehen, wenn sie sich unrein gemacht und Untreue begangen hat gegen ihren Mann, daß das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie kommen wird, und ihr Bauch wird anschwellen und ihre Hüfte schwinden; und die Frau wird zum Fluch werden inmitten ihres Volkes. 5,28 Wenn aber die Frau sich nicht unrein gemacht hat und rein ist, dann wird sie unversehrt bleiben und Samen empfangen.

5,29 Das ist das Gesetz der Eifersucht: Wenn eine Frau, die unter ihrem Mann ist, auf Abwege gerät und sich unrein macht 5,30 oder wenn über einen Mann der Geist der Eifersucht kommt und er eifersüchtig wird auf seine Frau, dann soll er die Frau vor den HERRN stellen, und der Priester soll [mit] ihr tun nach diesem ganzen Gesetz. 5,31 Und der Mann wird frei sein von Schuld; eine solche Frau aber soll ihre Schuld tragen.

Gesetz des Abgesonderten.

Kapitel 6

6,1 Und der HERR redete zu Mose: 6,2 Rede zu den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn [jemand,] ein Mann oder eine Frau, etwas Besonderes tut, indem er das Gelübde eines Nasiräers gelobt, um für den HERRN geweiht zu sein, 6,3 dann soll er sich des Weins und des Rauschtranks enthalten: Essig von Wein und Essig von Rauschtrank soll er nicht trinken; und keinerlei Traubensaft soll er trinken, und [auch] Trauben, frische oder getrocknete, soll er nicht essen. 6,4 Alle Tage seiner Weihe soll er von allem, was vom Weinstock bereitet wird, von den Kernen bis zu den Schalen, nicht essen. 6,5 Alle Tage des Gelübdes seiner Weihe soll kein Schermesser über sein Haupt kommen. Bis die Tage erfüllt sind, die er sich für den HERRN geweiht hat, soll er heilig sein; er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen. 6,6 Alle Tage, die er sich für den HERRN geweiht hat, soll er sich keiner Leiche nähern. 6,7 Wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, [auch] ihretwegen soll er sich nicht unrein machen, wenn sie sterben; denn die Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupt. 6,8 Alle Tage seiner Weihe ist er dem HERRN heilig. 6,9 Und wenn jemand unversehens [und] plötzlich neben ihm stirbt und er das Haupt seiner Weihe unrein macht, dann soll er sein Haupt an dem Tag seiner Reinigung scheren; am siebten Tag soll er es scheren. 6,10 Und am achten Tag soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zum Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Begegnung. 6,11 Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern und Sühnung für ihn erwirken, weil er sich an einer Leiche versündigt hat; und [der Priester] soll sein Haupt an diesem Tag [wieder] heiligen. 6,12 Und er soll die Tage seiner Weihe [nochmals] für den HERRN weihen und ein einjähriges Lamm als Schuldopfer darbringen; die vorigen Tage aber sind verfallen, weil seine Weihe unrein gemacht worden ist.

6,13 Und dies ist das Gesetz des Nasiräers: An dem Tag, an dem die Tage seiner Weihe erfüllt sind, soll man ihn an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen. 6,14 Und er soll dem HERRN seine Gabe darbringen: ein einjähriges Lamm ohne Fehler als Brandopfer und ein einjähriges weibliches Lamm ohne Fehler als Sündopfer und einen Widder ohne Fehler als Heilsopfer 6,15 und einen Korb mit ungesäuerten Broten: Weizengrieß-Kuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, bestrichen mit Öl, und das dazugehörende Speisopfer und die dazugehörenden Trankopfer. 6,16 Und der Priester soll sie vor dem HERRN darbringen und sein Sündopfer und sein Brandopfer opfern. 6,17 Und den Widder soll er als Heilsopfer dem HERRN opfern samt dem Korb mit ungesäuerten Broten; und der Priester soll sein Speisopfer und sein Trankopfer opfern. 6,18 Und der Nasiräer soll an dem Eingang des Zeltes der Begegnung sein geweihtes Haupt scheren und das Haar seines geweihten Hauptes nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem Heilsopfer ist. 6,19 Und der Priester nehme die gekochte Vorderkeule von dem Widder und einen ungesäuerten Kuchen und einen ungesäuerten Fladen aus dem Korb und lege sie auf die Hände des Nasiräers, nachdem er [das Zeichen] seiner Weihe abgeschoren hat. 6,20 Und der Priester schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN; es ist dem Priester heilig samt der Brust des Schwingopfers und samt dem Schenkel des Hebopfers. Und danach kann der Nasiräer Wein trinken.

6,21 Das ist das Gesetz des Nasiräers, der aufgrund seiner Weihe dem HERRN seine Gabe gelobt, abgesehen von dem, was seine Hand [sonst noch] aufbringen kann. Gemäß seinem Gelübde, das er abgelegt hat, soll er tun, nach dem Gesetz seiner Weihe.

Der priesterliche Segen.

6,22 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 6,23 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die Söhne Israel segnen! Sprecht zu ihnen:

6,24 Der HERR segne dich und behüte dich! 6,25 Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! 6,26 Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!

6,27 Und so sollen sie meinen Namen auf die Söhne Israel legen, und ich werde sie segnen.

Gaben der Stammesfürsten für das Heiligtum.

Kapitel 7

7,1 Und es geschah an dem Tag, da Mose das Aufrichten der Wohnung vollendet und sie gesalbt und mit allen ihren Geräten geheiligt hatte sowie den Altar und alle seine Geräte und er sie gesalbt und geheiligt hatte, 7,2 brachten die Fürsten Israels, die Häupter ihrer Vaterhäuser, sie, die Fürsten der Stämme, die Führer der Gemusterten, 7,3 sie brachten ihre Gabe vor den HERRN: sechs Planwagen und zwölf Rinder, einen Wagen für zwei Fürsten und ein Rind für einen; und sie brachten sie vor die Wohnung. 7,4 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 7,5 Nimm sie von ihnen an, und sie sollen zur Verwendung bei der Arbeit an dem Zelt der Begegnung sein, und gib sie den Leviten, jedem entsprechend seiner Arbeit! 7,6 Und Mose nahm die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten. 7,7 Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Söhnen Gerschon, entsprechend ihrer Arbeit; 7,8 und vier Wagen und acht Rinder gab er den Söhnen Meraris, entsprechend ihrer Arbeit unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons. 7,9 Aber den Söhnen Kehats gab er nichts; denn ihnen oblag die Arbeit am Heiligtum: auf der Schulter trugen sie [es].

7,10 Und die Fürsten brachten die Einweihungsgabe des Altars an dem Tag, da er gesalbt wurde; und die Fürsten brachten ihre Gabe vor den Altar. 7,11 Und der HERR sprach zu Mose: Sie sollen täglich - jeweils ein Fürst - ihre Gabe zur Einweihung des Altars bringen.

V. 12-78: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26.

7,12 Und es geschah, der, der am ersten Tag seine Gabe brachte, war Nachschon, der Sohn Amminadabs, vom Stamm Juda. 7,13 Und seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,14 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,15 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,16 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,17 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs.

7,18 Am zweiten Tag brachte Netanel, der Sohn Zuars, der Fürst von Issaschar, [seine Gabe]; 7,19 er brachte seine Gabe: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,20 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,21 einen Jungstier, einen Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,22 einen Ziegenbock zum Sündopfer; 7,23 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Netanels, des Sohnes Zuars.

7,24 Am dritten Tag der Fürst der Söhne Sebulon, Eliab, der Sohn Helons. 7,25 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,26 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,27 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,28 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,29 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons.

7,30 Am vierten Tag der Fürst der Söhne Ruben, Elizur, der Sohn Schedeurs. 7,31 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,32 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,33 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,34 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,35 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elizurs, des Sohnes Schedeurs.

7,36 Am fünften Tag der Fürst der Söhne Simeon, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais. 7,37 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,38 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,39 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,40 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,41 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Schelumiels, des Sohnes Zurischaddais.

7,42 Am sechsten Tag der Fürst der Söhne Gad, Eljasaf, der Sohn Deguels. 7,43 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,44 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,45 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,46 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,47 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Eljasafs, des Sohnes Deguels.

7,48 Am siebten Tag der Fürst der Söhne Ephraim, Elischama, der Sohn Ammihuds. 7,49 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,50 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,51 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,52 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,53 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds.

7,54 Am achten Tag der Fürst der Söhne Manasse, Gamliel, der Sohn Pedazurs. 7,55 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,56 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,57 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,58 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,59 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs.

7,60 Am neunten Tag der Fürst der Söhne Benjamin, Abidan, der Sohn des Gidoni. 7,61 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,62 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,63 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,64 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,65 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Abidans, des Sohnes des Gidoni.

7,66 Am zehnten Tag der Fürst der Söhne Dan, Ahieser, der Sohn Ammischaddais. 7,67 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,68 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,69 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,70 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,71 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Ahiesers, des Sohnes Ammischaddais.

7,72 Am elften Tag der Fürst der Söhne Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans. 7,73 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,74 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,75 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,76 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,77 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans.

7,78 Am zwölften Tag der Fürst der Söhne Naftali, Ahira, der Sohn Enans. 7,79 Seine Gabe war: eine silberne Schüssel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengrieß, gemengt mit Öl, zum Speisopfer; 7,80 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Räucherwerk; 7,81 ein Jungstier, ein Widder, ein einjähriges Lamm zum Brandopfer; 7,82 ein Ziegenbock zum Sündopfer; 7,83 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans.

7,84 Das war die Einweihungsgabe des Altars von den Fürsten Israels an dem Tag, da er gesalbt wurde: zwölf silberne Schüsseln, zwölf silberne Sprengschalen, zwölf goldene Schalen; 7,85 130 [Schekel wog] eine silberne Schüssel und siebzig eine Sprengschale, alles Silber der Gefäße war 2 400 [Schekel] nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums; 7,86 zwölf goldene Schalen voller Räucherwerk, je zehn [Schekel] eine Schale nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums: alles Gold der Schalen war 120 [Schekel]. 7,87 Alle Rinder zum Brandopfer waren [zusammen] zwölf Stiere; [dazu] zwölf Widder, zwölf einjährige Lämmer, samt ihrem Speisopfer; und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer. 7,88 Und alle Rinder zum Heilsopfer waren [zusammen] 24 Stiere; [dazu] sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig einjährige Lämmer. Das war die Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden war.

7,89 Und wenn Mose in das Zelt der Begegnung hineinging, um mit ihm zu reden, dann hörte er die Stimme zu ihm reden von der Deckplatte herab, die auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen den beiden Cherubim hervor; und er redete zu ihm.

Gesetz über den Leuchter im Heiligtum und über die Weihe der Leviten.

V. 1-4: 2Mo 25,31-40.

Kapitel 8

8,1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 8,2 Rede zu Aaron und sage zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, dann sollen die sieben Lampen [den Raum] vor dem Leuchter erhellen. 8,3 Und Aaron machte es so: er setzte dessen Lampen auf, [so daß sie] [den Raum] vor dem Leuchter [erhellten], wie der HERR dem Mose befohlen hatte. 8,4 Und das war die Machart des Leuchters: getriebene Arbeit in Gold; von seinem Fuß bis zu seinen Blüten, alles war getriebene Arbeit; nach der Gestalt, die der HERR dem Mose gezeigt, so hatte man den Leuchter gemacht.

8,5 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 8,6 Nimm die Leviten aus der Mitte der Söhne Israel und reinige sie! 8,7 Und so sollst du mit ihnen tun, um sie zu reinigen: sprenge Entsündigungswasser auf sie, und sie sollen das Schermesser über ihren ganzen Körper gehen lassen und ihre Kleider waschen und sich reinigen. 8,8 Und sie sollen einen jungen Stier nehmen und das dazugehörige Speisopfer: Weizengrieß, gemengt mit Öl; und einen andern Jungstier sollst du zum Sündopfer nehmen. 8,9 Und du sollst die Leviten vor das Zelt der Begegnung hinzutreten lassen und die ganze Gemeinde der Söhne Israel versammeln. 8,10 Und du sollst die Leviten vor den HERRN hintreten lassen, und die Söhne Israel sollen ihre Hände auf die Leviten legen. 8,11 Und Aaron soll die Leviten als Schwingopfer von den Söhnen Israel vor dem HERRN darbringen, damit sie zum Verrichten des Dienstes für den HERRN da sind. 8,12 Und die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der Stiere legen; und den einen sollst du als Sündopfer und den anderen als Brandopfer dem HERRN opfern, um für die Leviten Sühnung zu erwirken. 8,13 Und so sollst du die Leviten vor Aaron und vor seine Söhne stellen und sie dem HERRN als Schwingopfer darbringen. 8,14 Und du sollst die Leviten aus der Mitte der Söhne Israel aussondern, damit die Leviten mir gehören. 8,15 Und danach sollen die Leviten kommen, um das Zelt der Begegnung zu bedienen. So sollst du sie reinigen und sie als Schwingopfer darbringen. 8,16 Denn sie sind mir ganz zu eigen gegeben aus der Mitte der Söhne Israel, als Ersatz für alles, was den Mutterschoß durchbricht, [für] jeden Erstgeborenen aus den Söhnen Israel habe ich sie für mich genommen. 8,17 Denn mir [gehört] alles Erstgeborene unter den Söhnen Israel an Menschen und an Vieh. An dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Ägypten schlug, habe ich sie für mich geheiligt. 8,18 Und ich habe die Leviten genommen als Ersatz für alle Erstgeborenen unter den Söhnen Israel; 8,19 und ich habe die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen als Gabe aus der Mitte der Söhne Israel gegeben, den Dienst der Söhne Israel am Zelt der Begegnung auszuüben und für die Söhne Israel Sühnung zu erwirken, damit unter den Söhnen Israel keine Plage dadurch entsteht, daß die Söhne Israel sich dem Heiligtum nähern.

8,20 Und Mose und Aaron und die ganze Gemeinde der Söhne Israel machten es so mit den Leviten; nach allem, was der HERR dem Mose wegen der Leviten geboten hatte, so machten es die Söhne Israel mit ihnen. 8,21 Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider; und Aaron brachte sie als Schwingopfer vor dem HERRN dar; und Aaron erwirkte Sühnung für sie zu ihrer Reinigung. 8,22 Danach kamen die Leviten, um ihren Dienst am Zelt der Begegnung auszuüben vor Aaron und vor seinen Söhnen. Ganz wie der HERR dem Mose hinsichtlich der Leviten geboten hatte, so machten sie es mit ihnen.

8,23 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 8,24 Das ist es, was für die Leviten [gilt]: Von 25 Jahren an und darüber soll er eintreten, um die Arbeit zu tun im Dienst am Zelt der Begegnung. 8,25 Aber von fünfzig Jahren an soll er aus der Arbeit des Dienstes austreten und nicht länger dienen; 8,26 er mag seinen Brüdern bei der Wahrnehmung der Aufgaben am Zelt der Begegnung helfen, aber Arbeit soll er nicht [mehr] tun. So sollst du es mit den Leviten in ihren Aufgaben machen.

Passah und Nachpassah.

Kapitel 9

9,1 Und der HERR redete zu Mose in der Wüste Sinai, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Ägypten, im ersten Monat, und sprach: 9,2 Die Söhne Israel sollen das Passah feiern zu seiner festgesetzten Zeit; 9,3 am vierzehnten Tag in diesem Monat, zwischen den zwei Abenden, sollt ihr es feiern zu seiner festgesetzten Zeit; nach allen seinen Ordnungen und nach allen seinen Vorschriften sollt ihr es feiern. 9,4 Und Mose redete zu den Söhnen Israel, daß sie das Passah feiern sollten. 9,5 Und sie feierten das Passah im ersten [Monat] am vierzehnten Tag des Monats, zwischen den zwei Abenden, in der Wüste Sinai; nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte, so machten es die Söhne Israel.

9,6 Aber es waren Männer da, die unrein waren wegen der Leiche eines Menschen und an jenem Tag das Passah nicht feiern konnten; und sie traten an jenem Tag vor Mose und vor Aaron. 9,7 Und diese Männer sagten zu ihm: Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen. Warum soll es uns verwehrt sein, die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit inmitten der Söhne Israel darzubringen? 9,8 Und Mose sagte zu ihnen: Bleibt stehen, und ich will hören, was der HERR euretwegen gebietet. - 9,9 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 9,10 Rede zu den Söhnen Israel: Wenn irgend jemand bei euch oder bei euren [künftigen] Generationen unrein ist wegen einer Leiche, oder er ist auf einer weiten Reise und will [trotzdem] dem HERRN Passah feiern: 9,11 im zweiten Monat, am vierzehnten Tag, zwischen den zwei Abenden, sollen sie es feiern; mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern sollen sie es essen; 9,12 sie sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen und sollen kein Bein an ihm zerbrechen; nach allen Ordnungen des Passah sollen sie es feiern. 9,13 Der Mann aber, der rein ist und nicht auf einer Reise und es unterläßt, das Passah zu feiern, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern; denn er hat die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit dargebracht; dieser Mann soll seine Sünde tragen. 9,14 Und wenn ein Fremder bei euch wohnt und dem HERRN Passah feiern will, soll er es feiern nach der Ordnung des Passah und nach seiner Vorschrift. Ein [und dieselbe] Ordnung soll für euch sein, sowohl für den Fremden als auch für den Einheimischen des Landes.

Wolken- und Feuersäule.

9,15 Und an dem Tag, als die Wohnung aufgestellt wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses; und am Abend war sie über der Wohnung wie das Aussehen eines Feuers bis zum Morgen. 9,16 So war es ständig: die Wolke bedeckte sie, und des Nachts [war es wie] das Aussehen eines Feuers. 9,17 Und sooft die Wolke sich von dem Zelt erhob, brachen danach die Söhne Israel auf; und an dem Ort, wo die Wolke sich niederließ, dort lagerten die Söhne Israel. 9,18 Nach dem Befehl des HERRN brachen die Söhne Israel auf, und nach dem Befehl des HERRN lagerten sie; alle Tage, während die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie. 9,19 Und wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung stehen blieb, verrichteten die Söhne Israel den Dienst des HERRN und brachen nicht auf. 9,20 Und es kam vor, daß die Wolke [nur] wenige Tage auf der Wohnung war - nach dem Befehl des HERRN lagerten sie sich, und nach dem Befehl des HERRN brachen sie [auch] auf. 9,21 Und es kam vor, daß die Wolke [nur] vom Abend bis zum [nächsten] Morgen da war und die Wolke sich am Morgen erhob, dann brachen sie auf. Oder einen Tag und eine Nacht - erhob sich die Wolke, so brachen sie auf. 9,22 Oder [dauerte es] zwei Tage oder einen Monat oder eine längere Zeit - wenn die Wolke auf der Wohnung verweilte, indem sie darauf ruhte, dann lagerten die Söhne Israel und brachen nicht auf; und wenn sie sich [dann] erhob, brachen sie auf. 9,23 Nach dem Befehl des HERRN lagerten sie, und nach dem Befehl des HERRN brachen sie auf; sie verrichteten den Dienst des HERRN nach dem Befehl des HERRN durch Mose.

Silberne Trompeten.

Kapitel 10

10,1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 10,2 Mache dir zwei Trompeten aus Silber! In getriebener Arbeit sollst du sie machen; und sie sollen dir zur Berufung der Gemeinde und zum Aufbruch der Lager dienen. 10,3 Bläst man sie [beide], dann soll sich die ganze Gemeinde zu dir versammeln am Eingang des Zeltes der Begegnung. 10,4 Und wenn man [nur] eine bläst, dann sollen sich die Fürsten zu dir versammeln, die Häupter der Tausendschaften Israels. 10,5 Und blast ihr das Lärmsignal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Osten hin lagern; 10,6 und blast ihr das Lärmsignal zum zweiten Mal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Süden hin lagern: zu ihrem Aufbruch sollen sie das Lärmsignal blasen. 10,7 Aber um die Versammlung zu versammeln, sollt ihr [nur] blasen, aber kein Lärmsignal geben. 10,8 Die Söhne Aarons, die Priester, sollen in die Hörner stoßen. Das soll für euch zur ewigen Ordnung sein bei euren Generationen. 10,9 Und wenn ihr in eurem Land in den Kampf zieht gegen den Bedränger, der euch bedrängt, dann sollt ihr mit den Trompeten das Lärmsignal geben; und es wird an euch gedacht werden vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden. 10,10 Und an euren Freudentagen und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr in die Trompeten blasen bei euren Brandopfern und bei euren Heilsopfern; und sie sollen euch bei eurem Gott in Erinnerung bringen. Ich bin der HERR, euer Gott.

Aufbruch vom Sinai.

10,11 Und es geschah im zweiten Jahr, im zweiten Monat, am zwanzigsten [Tag] des Monats, da erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses. 10,12 Und die Söhne Israel brachen auf nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wüste Sinai; und die Wolke ließ sich nieder in der Wüste Paran. 10,13 So brachen sie zum ersten Mal auf nach dem Befehl des HERRN durch Mose.

V. 14-27: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26.

10,14 Und die Abteilung des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinen Heeresverbänden war Nachschon, der Sohn Amminadabs. 10,15 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Issaschar war Netanel, der Sohn Zuars; 10,16 und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Sebulon war Eliab, der Sohn Helons. 10,17 Und die Wohnung wurde abgebaut, und es brachen auf die Söhne Gerschon und die Söhne Merari, die die Wohnung trugen.

10,18 Und die Abteilung des Lagers Ruben brach auf nach seinen Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Elizur, der Sohn Schedeurs. 10,19 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Simeon war Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; 10,20 und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Gad war Eljasaf, der Sohn Deguels. 10,21 Und die Kehatiter brachen auf, die das Heiligtum trugen; und man richtete die Wohnung auf, bis sie [an]kamen.

10,22 Und die Abteilung des Lagers der Söhne Ephraim brach auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Elischama, der Sohn Ammihuds. 10,23 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Manasse war Gamliel, der Sohn Pedazurs; 10,24 und über den Heeresverbänden des Stammes der Söhne Benjamin war Abidan, der Sohn des Gidoni.

10,25 Und die Abteilung des Lagers der Söhne Dan, das die Nachhut aller Lager bildete, brach auf nach ihren Heeresverbänden; und über seinem Heeresverband war Ahieser, der Sohn Ammischaddais. 10,26 Und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Asser war Pagiel, der Sohn Ochrans; 10,27 und über dem Heeresverband des Stammes der Söhne Naftali war Ahira, der Sohn Enans. - 10,28 Das war die Aufbruchsordnung der Söhne Israel nach ihren Heeresverbänden; und so brachen sie auf.

10,29 Und Mose sagte zu Hobab, dem Sohn Reguels, des Midianiters, des Schwiegervaters Moses: Wir brechen auf zu dem Ort, von dem der HERR gesagt hat: `Ich will ihn euch geben'. Komm mit uns! Dann werden wir dir Gutes tun; denn der HERR hat Gutes über Israel geredet. 10,30 Doch er sagte zu ihm: Ich will nicht mitkommen, sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft will ich gehen. 10,31 Er aber sagte: Verlaß uns doch nicht! Denn du weißt doch, wo wir in der Wüste lagern können; und du sollst unser Auge sein. 10,32 Und es soll geschehen, wenn du mit uns kommst und jenes Gute geschieht, das der HERR an uns tun will, dann werden wir dir auch Gutes tun.

10,33 Und sie brachen auf von dem Berg des HERRN, drei Tagereisen weit, und die Lade des Bundes des HERRN zog drei Tagereisen vor ihnen her, um ihnen einen Ruheplatz auszusuchen; 10,34 und die Wolke des HERRN war über ihnen am Tag, wenn sie aus dem Lager zogen. 10,35 Und es geschah, wenn die Lade aufbrach, sagte Mose: Steh auf, HERR, daß deine Feinde sich zerstreuen und deine Hasser vor dir fliehen! 10,36 Und wenn sie ruhte, sagte er: Kehre zurück, HERR, zu der großen Menge der Tausendschaften Israels!

Murren und Bestrafung des Volkes - Siebzig Älteste als Beistand für Mose - Fleisch für das lüsterne Volk.

Kapitel 11

11,1 Und es geschah, als das Volk sich in Klagen erging, da war es böse in den Ohren des HERRN. Und als der HERR es hörte, da erglühte sein Zorn, und ein Feuer des HERRN brannte unter ihnen und fraß am Rand des Lagers. 11,2 Und das Volk schrie zu Mose; und Mose betete zu dem HERRN, da legte sich das Feuer. 11,3 Und man gab diesem Ort den Namen Tabera, weil ein Feuer des HERRN unter ihnen gebrannt hatte.

11,4 Und das hergelaufene [Volk], das in ihrer Mitte war, gierte voller Begierde, und auch die Söhne Israel weinten wieder und sagten: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? 11,5 Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch; 11,6 und nun ist unsere Kehle vertrocknet; gar nichts ist da, nur auf das Manna [sehen] unsere Augen.

11,7 Das Manna aber war wie Koriandersamen und sein Aussehen wie das Aussehen des Bdelliumharzes. 11,8 Das Volk lief umher, und sie sammelten [es] und mahlten es mit Handmühlen oder zerstießen es in Mörsern; und sie kochten es in Töpfen, auch machten sie Brotfladen daraus; und sein Geschmack war wie der Geschmack von Ölkuchen. 11,9 Und wenn nachts der Tau auf das Lager herabfiel, dann fiel [auch] das Manna darauf herab.

11,10 Und als Mose das Volk, alle seine Sippen, jeden am Eingang seines Zeltes, weinen hörte und der Zorn des HERRN heftig entbrannte, da war es böse in den Augen des Mose. 11,11 Und Mose sagte zu dem HERRN: Warum hast du an deinem Knecht [so] schlecht gehandelt, und warum habe ich nicht in deinen Augen Gunst gefunden, daß du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst? 11,12 Bin ich etwa mit diesem ganzen Volk schwanger gewesen, oder habe etwa ich es geboren, daß du zu mir sagst: `Trage es an deiner Brust, wie der Wärter den Säugling trägt', in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast? 11,13 Woher soll ich Fleisch haben, um es diesem ganzen Volk zu geben? Denn sie weinen vor mir und sagen: `Gib uns Fleisch, damit wir essen!' 11,14 Ich allein kann dieses ganze Volk nicht tragen, denn es ist mir zu schwer. 11,15 Und wenn du so mit mir tust, dann bringe mich doch um, wenn ich in deinen Augen Gunst gefunden habe, damit ich mein Unglück nicht [mehr] ansehen [muß]!

11,16 Und der HERR sprach zu Mose: Versammle mir siebzig Männer aus den Ältesten Israels, von denen du erkannt hast, daß sie Älteste des Volkes und seine Aufseher sind, und führe sie zu dem Zelt der Begegnung, daß sie sich dort mit dir [zusammen] aufstellen! 11,17 Und ich werde herabkommen und dort mit dir reden, und ich werde von dem Geist nehmen, der auf dir ist, und auf sie legen, damit sie mit dir an der Last des Volkes tragen und du sie nicht [mehr] allein tragen mußt. 11,18 Und zu dem Volk sollst du sagen: Heiligt euch für morgen! Dann werdet ihr Fleisch essen; denn ihr habt vor den Ohren des HERRN geweint und gesagt: `Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Denn in Ägypten ging es uns gut.' Der HERR wird euch Fleisch geben, und ihr werdet essen. 11,19 Nicht [nur] einen Tag sollt ihr essen, und nicht [nur] zwei Tage und nicht [nur] fünf Tage und nicht [nur] zehn Tage und nicht [nur] zwanzig Tage, 11,020 sondern einen ganzen Monat, bis es euch zur Nase herauskommt und es euch zum Ekel wird, weil ihr den HERRN, der in eurer Mitte ist, verworfen und vor ihm geweint und gesagt habt: `Warum nur sind wir aus Ägypten ausgezogen?' 11,21 Und Mose sagte: 600 000 [Mann] Fußvolk [zählt] das Volk, in dessen Mitte ich bin, und da sagst du: `Fleisch will ich ihnen geben, daß sie einen ganzen Monat [davon] essen!' 11,22 Können [so viele] Schafe und Rinder für sie geschlachtet werden, daß es für sie ausreicht? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie eingesammelt werden, daß es für sie ausreicht? 11,23 Und der HERR sprach zu Mose: Ist die Hand des HERRN [zu] kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort für dich eintrifft oder nicht.

11,24 Da ging Mose hinaus und redete zum Volk die Worte des HERRN; und er versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volkes und stellte sie rings um das Zelt auf. 11,25 Und der HERR kam in der Wolke herab und redete zu ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Männer, die Ältesten. Und es geschah, sobald der Geist auf sie kam, weissagten sie; [später] aber nicht mehr. 11,26 Und zwei Männer blieben im Lager zurück, der Name des einen war Eldad und der Name des andern Medad; und auch auf sie kam der Geist - sie waren nämlich unter den Aufgeschriebenen, waren aber nicht zum Zelt hinausgegangen -, und sie weissagten im Lager. 11,27 Da lief ein junger Mann hin und berichtete es Mose und sagte: Eldad und Medad weissagen im Lager. 11,28 Und Josua, der Sohn des Nun, der [schon] von seiner Jugend an der Diener des Mose gewesen war, antwortete: Mein Herr, Mose, halte sie zurück! 11,29 Aber Mose sagte zu ihm: Eiferst du für mich? Mögen doch alle im Volk des HERRN Propheten sein, daß der HERR seinen Geist auf sie lege!

11,30 Und Mose zog sich in das Lager zurück, er und die Ältesten Israels. 11,31 Und ein Wind ging von dem HERRN aus und trieb Wachteln vom Meer herbei und warf sie auf das Lager [herab], eine Tagereise weit in der einen Richtung und eine Tagereise weit in der andern Richtung, rings um das Lager und zwei Ellen hoch [lagen sie] auf dem Erdboden. 11,32 Und das Volk machte sich auf diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln ein; wer wenig sammelte, hatte zehn Homer gesammelt; und sie breiteten sie sich [zum Dörren] aus rings um das Lager her. 11,33 Das Fleisch war noch zwischen ihren Zähnen, es war noch nicht zerkaut, da entbrannte der Zorn des HERRN gegen das Volk, und der HERR schlug das Volk mit einer sehr großen Plage. 11,34 Und man gab diesem Ort den Namen Kibrot-Hattaawa, weil man dort das Volk begrub, das gierig gewesen war. 11,35 Von Kibrot-Hattaawa brach das Volk auf nach Hazerot; und sie waren in Hazerot.

Auflehnung Aarons und Mirjams gegen Mose.

Kapitel 12

12,1 Und Mirjam und Aaron redeten gegen Mose wegen der kuschitischen Frau, die er genommen hatte; denn er hatte eine kuschitische Frau genommen. 12,2 Und sie sagten: Hat der HERR nur etwa mit Mose geredet? Hat er nicht auch mit uns geredet? Und der HERR hörte es. 12,3 Der Mann Mose aber war sehr demütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.

12,4 Da sprach der HERR plötzlich zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zum Zelt der Begegnung! Und sie gingen hinaus, die drei. 12,5 Und der HERR kam in einer Wolkensäule herab und stand im Eingang des Zeltes; und er rief Aaron und Mirjam, und die beiden traten hinaus. 12,6 Und er sprach: Hört doch meine Worte! Wenn ein Prophet des HERRN unter euch ist, dem will ich mich in einem Gesicht zu erkennen geben, im Traum will ich mit ihm reden. 12,7 So steht [es] nicht [mit] meinem Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen Haus; 12,8 mit ihm rede ich von Mund zu Mund, im Sehen und nicht in Rätselworten, und die Gestalt des HERRN schaut er. Warum habt ihr euch nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht, gegen Mose, zu reden? 12,9 Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie, und er ging weg. 12,10 Und die Wolke wich vom Zelt, und siehe, Mirjam war aussätzig wie Schnee; und Aaron wandte sich zu Mirjam um, und siehe, sie war aussätzig. 12,11 Da sagte Aaron zu Mose: Ach, mein Herr, lege doch nicht die Sünde auf uns, durch die wir töricht gehandelt und uns versündigt haben! 12,12 Laß [Mirjam] doch nicht sein wie ein Totgeborenes, dessen Fleisch, wenn es aus seiner Mutter Leib hervorkommt, zur 1. Hälfte verwest ist! 12,13 Und Mose schrie zu dem HERRN und sagte: O Gott, ach, heile sie doch! 12,14 Und der HERR sprach zu Mose: Hätte ihr Vater ihr ins Gesicht gespuckt, müßte sie sich nicht sieben Tage lang schämen? Sie soll sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen werden, danach soll sie wieder aufgenommen werden. 12,15 So wurde Mirjam sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen; und das Volk brach nicht auf, bis Mirjam wieder aufgenommen worden war. 12,16 Danach aber brach das Volk von Hazerot auf; und sie lagerten in der Wüste Paran.

Aussendung und Rückkehr der Kundschafter.

Kap. 13; 14: 5Mo 1,19-46.

Kapitel 13

13,1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 13,2 Sende dir Männer aus, daß sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Söhnen Israel gebe! Je einen Mann für den Stamm seiner Väter sollt ihr aussenden, jeder ein Fürst unter ihnen. 13,3 Und Mose sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Befehl des HERRN, alle Männer, die Häupter der Söhne Israel waren.

V. 4-15: Kap. 34,19-28; 1Mo 35,23-26.

13,4 Und das sind ihre Namen: für den Stamm Ruben: Schammua, der Sohn Sakkurs; 13,5 für den Stamm Simeon: Schafat, der Sohn Horis; 13,6 für den Stamm Juda: Kaleb, der Sohn Jefunnes; 13,7 für den Stamm Issaschar: Jigal, der Sohn Josephs; 13,8 für den Stamm Ephraim: Hoschea, der Sohn Nuns; 13,9 für den Stamm Benjamin: Palti, der Sohn Rafus; 13,10 für den Stamm Sebulon: Gaddiel, der Sohn Sodis; 13,11 für den Stamm Joseph, [und zwar] für den Stamm Manasse: Gaddi, der Sohn Susis; 13,12 für den Stamm Dan: Ammiel, der Sohn Gemallis; 13,13 für den Stamm Asser: Setur, der Sohn Michaels; 13,14 für den Stamm Naftali: Nachbi, der Sohn Wofsis; 13,15 für den Stamm Gad: Geuel, der Sohn Machis. 13,16 Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, um das Land auszukundschaften. Und Mose nannte Hoschea, den Sohn des Nun, Josua.

13,17 Und Mose sandte sie, das Land Kanaan auszukundschaften, und sagte zu ihnen: Zieht hier hinauf an der Südseite, und steigt auf das Gebirge, 13,18 und seht das Land an, wie es [beschaffen] ist; und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, ob es gering oder zahlreich ist; 13,19 und wie das Land ist, in dem es wohnt, ob es gut oder schlecht ist; und wie die Städte sind, in denen es wohnt, ob [es] in Lagern oder in Festungen [wohnt]; 13,20 und wie das Land ist, ob es fett oder mager ist, ob Bäume darin sind oder nicht. Und seid mutig und nehmt [etwas] von der Frucht des Landes! Die Tage aber waren die Tage der ersten Trauben.

13,21 Und sie zogen hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wüste Zin bis Rehob, [von wo] man nach Hamat geht. 13,22 Und sie zogen an der Südseite hinauf und kamen bis Hebron, und dort waren Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne Enaks. Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan in Ägypten erbaut worden. 13,23 Und sie kamen bis in das Tal Eschkol und schnitten dort eine Weinranke mit [nur] einer Traube ab und trugen sie zu zweit an einer Stange, auch Granatäpfel und Feigen. 13,24 Diesen Ort nannte man Tal Eschkol wegen der Traube, die die Söhne Israel dort abgeschnitten hatten. 13,25 Und sie kehrten am Ende von vierzig Tagen von der Erkundung des Landes zurück.

13,26 Und sie gingen hin und kamen zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel in die Wüste Paran nach Kadesch; und sie erstatteten ihnen und der ganzen Gemeinde Bericht und zeigten ihnen die Frucht des Landes. 13,27 Und sie erzählten ihm und sagten: Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es fließt von Milch und Honig über, und das ist seine Frucht. 13,28 Allerdings ist das Volk stark, das in dem Land wohnt, und die Städte [sind] befestigt [und] sehr groß; und auch die Söhne Enaks haben wir dort gesehen. 13,29 Amalek wohnt im Lande des Südens, und die Hetiter und die Jebusiter und die Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan. 13,30 Und Kaleb beschwichtigte das Volk, [das] gegenüber Mose [murrte], und sagte: Laßt uns nur hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir werden es gewiß bezwingen! 13,31 Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sagten: Wir können nicht gegen das Volk hinaufziehen, denn es ist stärker als wir. 13,32 Und sie brachten unter den Söhnen Israel ein böses Gerücht über das Land auf, das sie ausgekundschaftet hatten, und sagten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist ein Land, das seine Bewohner frißt; und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind Leute von hohem Wuchs; 13,33 auch haben wir dort die Riesen gesehen, die Söhne Enaks von den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen.

Aufruhr und Strafe für das Volk.

Kap. 13; 14: 5Mo 1,19-46.

Kapitel 14

14,1 Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in jener Nacht. 14,2 Und alle Söhne Israel murrten gegen Mose und gegen Aaron, und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen: Wären wir doch im Land Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben! 14,3 Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren? 14,4 Und sie sagten einer zum andern: Laßt uns ein Haupt [über uns] setzen und nach Ägypten zurückkehren! 14,5 Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Söhne Israel. 14,6 Und Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider 14,7 und sagten zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut. 14,8 Wenn der HERR Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. 14,9 Nur empört euch nicht gegen den HERRN! Und fürchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein! Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der HERR ist mit uns. Fürchtet sie nicht! 14,10 Und die ganze Gemeinde sagte, daß man sie steinigen solle.

Da erschien die Herrlichkeit des HERRN an dem Zelt der Begegnung allen Söhnen Israel. 14,11 Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen sie mir nicht glauben bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe? 14,12 Ich will es mit der Pest schlagen und es austilgen; und ich will dich zu einer Nation machen, größer und stärker als sie.

14,13 Und Mose sagte zu dem HERRN: Dann werden es die Ägypter hören. Denn durch deine Macht hast du dieses Volk aus ihrer Mitte heraufgeführt; 14,14 und man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen. Sie haben gehört, daß du, HERR, in der Mitte dieses Volkes bist, daß du, HERR, Auge in Auge dich sehen läßt und daß deine Wolke über ihnen steht und du in einer Wolkensäule vor ihnen hergehst bei Tag und in einer Feuersäule bei Nacht. 14,15 Und wenn du dieses Volk wie einen Mann tötest, werden die Nationen, die die Kunde von dir gehört haben, sagen: 14,16 Weil der HERR dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wüste hingeschlachtet. 14,17 Und nun möge sich doch die Macht des Herrn groß erweisen, so wie du geredet hast, als du sprachst: 14,18 `Der HERR ist langsam zum Zorn und groß an Gnade, der Schuld und [Treu]bruch vergibt, aber keineswegs ungestraft läßt, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation].' 14,19 Vergib doch die Schuld dieses Volkes nach der Größe deiner Gnade und so, wie du diesem Volk vergeben hast von Ägypten an bis hierher! 14,20 Und der HERR sprach: Ich habe vergeben nach deinem Wort. 14,21 Jedoch, so wahr ich lebe und von der Herrlichkeit des HERRN die ganze Erde erfüllt werden wird: 14,22 alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und mich nun zehnmal geprüft und nicht gehört haben auf meine Stimme, 14,23 werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe! Alle, die mich verachtet haben, sollen es nicht sehen. 14,24 Aber meinen Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war und er mir völlig nachgefolgt ist -, ihn werde ich in das Land bringen, in das er hineingegangen ist; und seine Nachkommen sollen es besitzen. 14,25 Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Ebene. Morgen wendet euch und brecht auf zur Wüste in der Richtung zum Schilfmeer!

14,26 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach: 14,27 Wie lange [soll es] mit dieser bösen Gemeinde [weitergehen], daß sie gegen mich murrt? Das Murren der Söhne Israel, womit sie gegen mich murren, habe ich gehört. 14,28 Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn ich es nicht so mit euch machen werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt! 14,29 In dieser Wüste sollen eure Leichen fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt. 14,30 Niemals sollt ihr in das Land kommen, in dem euch wohnen zu lassen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, außer Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun! 14,31 Und eure kleinen Kinder, von denen ihr gesagt habt, sie werden zur Beute werden, sie will ich hineinbringen, und sie sollen das Land kennenlernen, das ihr verworfen habt. 14,32 Ihr aber, eure Leichen sollen in dieser Wüste fallen! 14,33 Und eure Kinder sollen vierzig Jahre lang in der Wüste Hirten sein und eure Hurereien tragen, bis eure Leiber in der Wüste umkommen. 14,34 Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Sünden tragen, und ihr sollt erkennen, was es ist, wenn ich mich abwende! 14,35 Ich, der HERR, habe es geredet. Wenn ich das nicht tun werde an dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich gegen mich zusammengerottet hat! In dieser Wüste sollen sie umkommen, und dort sollen sie sterben!

14,36 Und die Männer, die Mose ausgesandt hatte, das Land auszukundschaften, und die zurückkehrten und die ganze Gemeinde gegen ihn zum Murren verleitet hatten, indem sie ein böses Gerede über das Land aufbrachten, 14,37 diese Männer, die ein böses Gerede über das Land aufgebracht hatten, starben durch eine Plage vor dem HERRN. 14,38 Aber Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, blieben am Leben von jenen Männern, die ausgezogen waren, um das Land auszukundschaften.

14,39 Und als Mose diese Worte zu allen Söhnen Israel redete, trauerte das Volk sehr. 14,40 Und sie machten sich am [nächsten] Morgen früh auf, um auf die Höhe des Gebirges hinaufzuziehen, und sagten: Hier sind wir und wollen an den Ort hinaufziehen, von dem der HERR geredet hat; denn wir haben gesündigt. 14,41 Aber Mose sagte: Warum denn übertretet ihr den Befehl des HERRN [schon wieder]? Es wird [euch] nicht gelingen. 14,42 Zieht nicht hinauf - denn der HERR ist nicht in eurer Mitte -, damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet! 14,43 Denn die Amalekiter und die Kanaaniter stehen euch dort gegenüber, und ihr werdet durchs Schwert fallen. Weil ihr euch von der Nachfolge des HERRN abgewandt habt, wird der HERR nicht mit euch sein. 14,44 Doch sie waren so vermessen, auf die Höhe des Gebirges hinaufzuziehen; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose wichen nicht aus der Mitte des Lagers. 14,45 Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Gebirge wohnten, herab und schlugen und versprengten sie bis nach Horma.

Verordnungen für Opfer im Land Kanaan.

Kapitel 15

15,1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 15,2 Rede zu den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommt, das ich euch geben werde, 15,3 und ihr dem HERRN ein Feueropfer opfert, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen, um dem HERRN einen wohlgefälligen Geruch zu bereiten von Rindern oder Schafen: 15,4 dann soll der, der dem HERRN seine Gabe darbringt, als Speisopfer darbringen ein Zehntel Weizengrieß, gemengt mit einem viertel Hin Öl; 15,5 und als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schaf. 15,6 Oder bei einem Widder sollst du als Speisopfer zwei Zehntel Weizengrieß opfern, gemengt mit einem drittel Hin Öl; 15,7 und als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen: ein wohlgefälliger Geruch für den HERRN. 15,8 Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Gelübde zu erfüllen, oder als Heilsopfer für den HERRN, 15,9 dann soll man zu dem jungen Rind als Speisopfer drei Zehntel Weizengrieß darbringen, gemengt mit einem halben Hin Öl; 15,10 und als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch für den HERRN. 15,11 So soll es gemacht werden bei jedem Rind oder bei jedem Widder oder bei jedem Schaf oder bei jeder Ziege; 15,12 nach der Zahl, die ihr opfert, sollt ihr so bei einem jeden machen nach ihrer Zahl. 15,13 Jeder Einheimische soll das so tun, wenn er ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch dem HERRN darbringt. 15,14 Und wenn ein Fremder bei euch wohnt oder wer in eurer Mitte ist bei euren [künftigen] Generationen und er opfert dem HERRN ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch, dann soll er es ebenso tun, wie ihr es tut. 15,15 In der Versammlung soll ein [und dieselbe] Ordnung [gelten] für euch und für den Fremden, der [bei euch] wohnt, eine ewige Ordnung für eure Generationen: wie ihr, so soll der Fremde sein vor dem HERRN. 15,16 Ein [und dasselbe] Gesetz und ein [und dasselbe] Recht soll für euch [gelten] und für den Fremden, der bei euch wohnt.

15,17 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 15,18 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde, 15,19 dann soll es geschehen, wenn ihr von dem Brot des Landes eßt, dann sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer abheben: 15,20 als Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer abheben; wie das Hebopfer der Tenne, so sollt ihr dieses abheben. 15,21 Von dem Erstling eures Schrotmehls sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer geben in [allen] euren [künftigen] Generationen.

15,22 Und wenn ihr aus Versehen sündigt und nicht alle diese Gebote tut, die der HERR zu Mose geredet hat, 15,23 alles, was der HERR für euch durch Mose aufgetragen hat von dem Tag an, als der HERR Gebote gab, und weiterhin für eure Generationen, 15,24 dann soll es geschehen, wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, dann soll die ganze Gemeinde einen Jungstier als Brandopfer opfern zum wohlgefälligen Geruch dem HERRN, samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der Vorschrift, und einen Ziegenbock als Sündopfer. 15,25 Und der Priester soll Sühnung erwirken für die ganze Gemeinde der Söhne Israel, und es wird ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein Feueropfer für den HERRN, und ihr Sündopfer vor den HERRN gebracht wegen ihrer Sünde aus Versehen. 15,26 Und es wird der ganzen Gemeinde der Söhne Israel vergeben werden und dem Fremden, der in ihrer Mitte wohnt; denn dem ganzen Volk [geschah es] aus Versehen.

15,27 Und wenn eine einzelne Person aus Versehen sündigt, dann soll sie eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen. 15,28 Und der Priester soll Sühnung erwirken für die Person, die sich versehentlich vergangen hat durch eine Sünde aus Versehen vor dem HERRN, um Sühnung für sie zu erwirken; und es wird ihr vergeben werden. 15,29 Für den Einheimischen unter den Söhnen Israel und für den Fremden, der in ihrer Mitte wohnt, sollt ihr ein [und dasselbe] Gesetz haben für den, der aus Versehen etwas tut. 15,30 Aber die Person, die mit erhobener Hand handelt, von den Einheimischen und von den Fremden, die lästert den HERRN; und diese Person soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes, 15,31 denn das Wort des HERRN hat sie verachtet und sein Gebot aufgehoben; diese Person soll unbedingt ausgerottet werden: ihre Schuld ist auf ihr.

Strafe für Entweihung des Sabbats.

15,32 Und als die Söhne Israel in der Wüste waren, da fanden sie einen Mann, der am Sabbattag Holz auflas. 15,33 Und die ihn gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde. 15,34 Und sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt, was mit ihm getan werden sollte. 15,35 Da sprach der HERR zu Mose: Der Mann soll unbedingt getötet werden; die ganze Gemeinde soll ihn außerhalb des Lagers steinigen. 15,36 Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, daß er starb, so wie der HERR dem Mose geboten hatte.

15,37 Und der HERR sprach zu Mose: 15,38 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen, daß sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider machen sollen für [alle] ihre [künftigen] Generationen und daß sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur aus violettem Purpur setzen sollen. 15,39 Und das soll euch zur [Merk]quaste werden, und ihr sollt sie ansehen und dabei an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, und ihr sollt nicht eurem Herzen und euren Augen nachfolgen, deren Gelüsten ihr nachhurt, 15,40 damit ihr an alle meine Gebote denkt und sie tut und heilig seid eurem Gott. 15,41 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin der HERR, euer Gott.

Aufruhr und Tod Korachs und seiner Anhänger.

Kapitel 16

16,1 Und Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, unternahm es und [mit ihm] Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens, 16,2 und sie erhoben sich gegen Mose mit 250 Männern von den Söhnen Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, namhafte Männer. 16,3 Und sie versammelten sich gegen Mose und gegen Aaron und sagten zu ihnen: Genug mit euch! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist in ihrer Mitte. Warum erhebt ihr euch über die Versammlung des HERRN?

16,4 Als Mose das hörte, fiel er auf sein Angesicht. 16,5 Und er redete zu Korach und zu seiner ganzen Rotte und sagte: Morgen wird der HERR erkennen lassen, wer ihm gehört, wer der Heilige ist, daß er ihn zu sich nahen lasse; und wen er erwählt, den wird er zu sich nahen lassen. 16,6 Tut dies: Nehmt euch Feuerbecken, Korach und seine ganze Rotte, 16,7 und tut morgen Feuer hinein und legt Räucherwerk darauf vor dem HERRN! Und es soll geschehen, der Mann, den der HERR erwählen wird, der sei der Heilige. Genug mit euch, ihr Söhne Levis! 16,8 Und Mose sprach zu Korach: Hört doch, ihr Söhne Levis! 16,9 Ist es euch zu wenig, daß der Gott Israels euch aus der Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit ihr den Dienst [an] der Wohnung des HERRN ausübt und vor der Gemeinde steht, um ihr zu dienen, 16,10 daß er dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, mit dir hat herzunahen lassen? Und ihr trachtet auch [noch] nach dem Priesteramt! 16,11 Darum seid ihr es, die sich zusammenrotten, du und deine ganze Rotte, gegen den HERRN! Denn Aaron, was ist er, daß ihr gegen ihn murrt?

16,12 Und Mose sandte hin, um Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu rufen. Aber sie sagten: Wir kommen nicht hinauf! 16,13 Ist es zu wenig, daß du uns aus einem Land, das von Milch und Honig überfließt, heraufgeführt hast, um uns in der Wüste sterben zu lassen? Willst du dich auch noch zum Herrscher über uns aufwerfen? 16,14 Du hast uns keineswegs in ein Land gebracht, das von Milch und Honig überfließt, noch uns Äcker und Weinberge als Erbteil gegeben! Willst du diesen Leuten [etwa] die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf! 16,15 Da wurde Mose sehr zornig und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrer Opfergabe! Nicht einen [einzigen] Esel habe ich von ihnen genommen und keinem einzigen unter ihnen ein Leid getan.

16,16 Und Mose sagte zu Korach: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor dem HERRN erscheinen, du und sie und Aaron! 16,17 Und nehmt jeder sein Feuerbecken und legt Räucherwerk darauf, und bringt jeder sein Feuerbecken dar vor dem HERRN, 250 Feuerbecken, du und Aaron, jeder sein Feuerbecken! 16,18 Und sie nahmen jeder sein Feuerbecken und taten Feuer darauf und legten Räucherwerk darauf; und sie traten hin an den Eingang des Zeltes der Begegnung, auch Mose und Aaron. 16,19 Und Korach versammelte gegen sie die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Begegnung.

Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen Gemeinde. 16,20 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 16,21 Sondert euch ab aus der Mitte dieser Gemeinde, ich will sie in einem Augenblick vernichten! 16,22 Und sie fielen auf ihr Angesicht und sagten: Gott, du Gott des Lebensgeistes allen Fleisches! Ein einziger Mann sündigt, und du willst der ganzen Gemeinde zürnen? 16,23 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 16,24 Rede zur Gemeinde und sprich: Entfernt euch ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams!

16,25 Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram, und ihm nach gingen die Ältesten Israels. 16,26 Und er redete zu der Gemeinde und sprach: Weicht doch von den Zelten dieser gottlosen Männer, und rührt nichts an, was ihnen gehört, damit ihr nicht weggerafft werdet in allen ihren Sünden! 16,27 Und sie entfernten sich ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams. Und Datan und Abiram traten heraus und standen am Eingang ihrer Zelte mit ihren Frauen und ihren Söhnen und ihren kleinen Kindern. 16,28 Und Mose sagte: Daran sollt ihr erkennen, daß der HERR mich gesandt hat, um alle diese Taten zu tun, daß ich [also] nicht aus meinem Herzen gehandelt habe: 16,29 Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, dann hat der HERR mich nicht gesandt; 16,30 wenn aber der HERR ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund öffnet und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehört, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren, dann werdet ihr erkennen, daß diese Männer den HERRN verachtet haben. - 16,31 Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war, 16,32 und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang sie und ihre Familien und alle Menschen, die Korach angehörten, und [ihren] ganzen Besitz. 16,33 Und sie fuhren, sie und alles, was ihnen gehörte, lebendig in den Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und sie wurden mitten aus der Versammlung weggerafft. 16,34 Und ganz Israel, das um sie herum war, floh bei ihrem Geschrei; denn sie sagten: Daß uns die Erde nicht verschlinge! 16,35 Und Feuer ging aus von dem HERRN und fraß die 250 Männer, die das Räucherwerk dargebracht hatten.

Kapitel 17

17,1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 17,2 Sage zu Eleasar, dem Sohn Aarons, dem Priester, daß er die Feuerbecken aus der Brandstätte heraushebe - und streue das Feuer hinweg -, denn sie sind heilig! 17,3 Die Feuerbecken dieser [Männer], die durch ihre Sünden ihr Leben verloren haben, man mache daraus breitgehämmerte Bleche zum Überzug für den Altar! Denn sie haben sie vor dem HERRN dargebracht, und so sind sie heilig; und sie sollen den Söhnen Israel zum Zeichen sein. 17,4 Und der Priester Eleasar nahm die bronzenen Feuerbecken, die die Verbrannten herbeigebracht hatten, und man hämmerte sie breit zum Überzug für den Altar 17,5 - als eine Erinnerung für die Söhne Israel, damit kein Fremder, der nicht von den Nachkommen Aarons ist, herzunaht, um Räucherwerk vor dem HERRN in Rauch aufgehen zu lassen, und es ihm nicht ergeht wie Korach und seiner Rotte -, wie der HERR durch Mose zu ihm geredet hatte.

17,6 Und die ganze Gemeinde der Söhne Israel murrte am andern Morgen gegen Mose und gegen Aaron und sagte: Ihr habt das Volk des HERRN getötet! 17,7 Und es geschah, als die Gemeinde sich gegen Mose und gegen Aaron versammelte, da wandten sie sich zum Zelt der Begegnung, und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit des HERRN erschien. 17,8 Da kamen Mose und Aaron vor das Zelt der Begegnung. 17,9 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 17,10 Entfernt euch aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick! Da fielen sie auf ihr Angesicht. 17,11 Und Mose sagte zu Aaron: Nimm das Feuerbecken und tu Feuer vom Altar darauf und lege Räucherwerk auf, und bringe es schnell zur Gemeinde und erwirke Sühnung für sie! Denn der Zorn ist von dem HERRN ausgegangen, die Plage hat begonnen. 17,12 Und Aaron nahm [das Feuerbecken], wie Mose gesagt hatte, und lief mitten in die Versammlung hinein, und siehe, die Plage hatte unter dem Volk begonnen; und er legte das Räucherwerk auf und erwirkte Sühnung für das Volk. 17,13 Und er stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt. 17,14 Und [die Zahl] derer, die an der Plage starben, betrug 14 700 außer denen, die Korachs wegen gestorben waren. 17,15 Und Aaron kam wieder zu Mose an den Eingang des Zeltes der Begegnung, als der Plage gewehrt war.

Der Stab Aarons.

17,16 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 17,17 Rede zu den Söhnen Israel und nimm von ihnen je einen Stab für ein Vaterhaus von allen ihren Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, [zusammen] zwölf Stäbe! Du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab schreiben. 17,18 Und den Namen Aaron sollst du auf den Stab Levis schreiben; denn [nur je] ein Stab ist für jedes Haupt ihrer Vaterhäuser da. 17,19 Und du sollst sie in das Zelt der Begegnung vor das Zeugnis niederlegen, wo ich euch begegne. 17,20 Und es wird geschehen: der Mann, den ich erwählen werde, dessen Stab wird sprossen; und so werde ich vor mir das Murren der Söhne Israel zum Schweigen bringen, mit dem sie gegen euch murren.

17,21 Und Mose redete zu den Söhnen Israel, und alle ihre Fürsten gaben ihm je einen Stab für einen Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe; und der Stab Aarons war unter ihren Stäben. 17,22 Und Mose legte die Stäbe vor dem HERRN nieder in das Zelt des Zeugnisses. 17,23 Und es geschah am anderen Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses hineinging, siehe, da hatte der Stab Aarons vom Haus Levi gesprosst: er hatte Knospen hervorgebracht und Blüten getrieben und Mandeln reifen lassen. 17,24 Und Mose brachte alle Stäbe von [der Stelle] vor dem HERRN zu allen Söhnen Israel hinaus. Und sie sahen sie und nahmen jeder seinen Stab. 17,25 Und der HERR sprach zu Mose: Bring den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als ein Zeichen für die Widerspenstigen aufzubewahren, damit du ihrem Murren vor mir ein Ende machst und sie nicht sterben! 17,26 Und Mose tat das. Wie der HERR ihm geboten hatte, so tat er es.

17,27 Und die Söhne Israel sagten zu Mose: Siehe, wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um. 17,28 Jeder, der irgend der Wohnung des HERRN naht, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar vergehen?

Dienst und Unterhalt der Priester und Leviten.

Kapitel 18

18,1 Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Schuld am Heiligtum tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld in eurem Priesteramt tragen. 18,2 Und auch deine Brüder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, laß mit dir herzunahen, daß sie sich dir anschließen und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir, [ihr sollt] vor dem Zelt des Zeugnisses sein. 18,3 Und sie sollen deinen Dienst verrichten und den Dienst am ganzen Zelt; nur den Geräten des Heiligtums und dem Altar sollen sie nicht nahen, damit sie nicht sterben, sowohl sie als auch ihr. 18,4 Und sie sollen sich dir anschließen und den Dienst am Zelt der Begegnung verrichten nach aller Arbeit für das Zelt; aber kein Fremder soll euch nahen. 18,5 Und ihr sollt den Dienst am Heiligtum und den Dienst am Altar verrichten, damit kein Zorn mehr über die Söhne Israel kommt. 18,6 Und ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Söhne Israel herausgenommen; euch als Geschenk sind sie dem HERRN gegeben, die Arbeit für das Zelt der Begegnung zu verrichten. 18,7 Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt euer Priesteramt versehen in allem, was den Altar betrifft, und innerhalb des Vorhangs und so die Arbeit tun; als eine geschenkte Aufgabe gebe ich euch das Priesteramt. Der Fremde aber, der sich nähert, soll getötet werden.

18,8 Und der HERR redete zu Aaron: Und ich, siehe, ich habe dir den Dienst meiner Hebopfer gegeben. Von allen heiligen Gaben der Söhne Israel habe ich sie dir und deinen Söhnen gegeben als Anteil, als eine ewige Ordnung. 18,9 Dies soll dir gehören von dem Hochheiligen, [alles,] was nicht verbrannt wird: alle ihre Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren Sündopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir darbringen, als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen gehören. 18,10 An einem hochheiligen [Ort] sollst du es essen, jede männliche [Person] darf es essen; es soll dir heilig sein. 18,11 Und dies soll dir gehören: die Hebopfer ihrer Gaben an allen Schwingopfern der Söhne Israel; dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern bei dir habe ich sie gegeben als eine ewige Ordnung; jeder Reine in deinem Hause darf es essen. 18,12 Alles Beste vom Öl und alles Beste vom Most und Getreide, ihre Erstlinge, die sie dem HERRN geben, dir habe ich sie gegeben. 18,13 Die ersten Früchte von allem, was in ihrem Land [wächst,] die sie dem HERRN bringen, sollen dir gehören; jeder Reine in deinem Hause darf davon essen. 18,14 Alles Gebannte in Israel soll dir gehören. 18,15 Alles, was [zuerst] den Mutterschoß durchbricht, von allem Fleisch, das sie dem HERRN darbringen an Menschen und an Vieh, soll dir gehören; nur sollst du unbedingt den Erstgeborenen vom Menschen auslösen, und [auch] das Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du auslösen. 18,16 Und die zu Lösenden unter ihnen sollst du [im Alter] von einem Monat auslösen, nach deiner Einschätzung mit fünf Schekel Silber nach dem Schekel des Heiligtums, der zwanzig Gera beträgt. 18,17 Aber das Erstgeborene vom Rind oder das Erstgeborene von den Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen sollst du nicht auslösen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen zum wohlgefälligen Geruch für den HERRN. 18,18 Und ihr Fleisch soll dir gehören; wie die Brust des Schwingopfers und die rechte Keule soll es dir gehören. 18,19 Alle Hebopfer der heiligen Gaben, die die Söhne Israel dem HERRN abheben, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir, als eine ewige Ordnung; es ist ein ewiger Salzbund vor dem HERRN für dich und für deine Nachkommen mit dir.

18,20 Und der HERR sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben und sollst keinen Anteil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Söhne Israel. 18,21 Und siehe, den Söhnen Levi habe ich den gesamten Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihre Arbeit, die sie verrichten, die Arbeit für das Zelt der Begegnung. 18,22 Und die Söhne Israel sollen nicht mehr dem Zelt der Begegnung nahen, sonst laden sie Sünde auf sich und müssen sterben; 18,23 die Leviten sollen vielmehr die Arbeit am Zelt der Begegnung verrichten, und sie allein sollen ihre Schuld tragen: eine ewige Ordnung für [alle] eure Generationen. Aber inmitten der Söhne Israel sollen sie kein Erbteil besitzen; 18,24 denn den Zehnten der Söhne Israel, den sie dem HERRN als Hebopfer abheben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum habe ich von ihnen gesagt, daß sie inmitten der Söhne Israel kein Erbteil besitzen sollen.

18,25 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 18,26 Und zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sagen: Wenn ihr von den Söhnen Israel den Zehnten nehmt, den ich euch von ihnen als euer Erbteil gegeben habe, dann sollt ihr davon ein Hebopfer für den HERRN abheben, den Zehnten von dem Zehnten. 18,27 Und euer Hebopfer wird euch angerechnet werden wie das Getreide von der Tenne und wie die Fülle von der Kelterkufe. 18,28 So sollt auch ihr ein Hebopfer für den HERRN abheben von allen euren Zehnten, das ihr von den Söhnen Israel nehmt, und davon das Hebopfer für den HERRN Aaron, dem Priester, geben. 18,29 Von allem euch Gegebenen sollt ihr alle Hebopfer des HERRN abheben, von allem Besten davon als heilige [Gabe]. 18,30 Und du sollst zu ihnen sagen: Wenn ihr das Beste davon abhebt, dann soll es den Leviten angerechnet werden wie der Ertrag der Tenne und wie der Ertrag der Kelterkufe. 18,31 Und ihr dürft ihn essen an jedem Ort, ihr und euer Haus; denn das ist euer Lohn für eure Arbeit am Zelt der Begegnung. 18,32 Und ihr werdet deshalb keine Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon abhebt, und werdet die heiligen Gaben der Söhne Israel nicht entweihen und nicht sterben.

Verordnungen für das Opfer der roten Kuh und das Reinigungswasser.

Kapitel 19

19,1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 19,2 Dies ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR geboten hat, indem er sprach: Rede zu den Söhnen Israel, daß sie dir eine rote junge Kuh bringen, ohne Fehler, an der kein Makel ist, auf die [noch] kein Joch gekommen ist; 19,3 und ihr sollt sie dem Priester Eleasar übergeben, und er soll sie vor das Lager hinausführen, und man soll sie vor ihm schlachten. 19,4 Und der Priester Eleasar nehme [etwas] von ihrem Blut mit seinem Finger und sprenge von ihrem Blut siebenmal gegen die Vorderseite des Zeltes der Begegnung hin. 19,5 Und man soll die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mageninhalt soll man verbrennen. 19,6 Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in den Brand der jungen Kuh werfen. 19,7 Und der Priester soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und danach soll er in das Lager [zurück]gehen; und der Priester wird unrein sein bis zum Abend. 19,8 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider mit Wasser waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. 19,9 Und ein reiner Mann soll die Asche der jungen Kuh einsammeln und sie außerhalb des Lagers an einen reinen Ort schütten, und sie soll für die Gemeinde der Söhne Israel aufbewahrt werden für das Wasser der Reinigung; es ist eine Entsündigung. 19,10 Und der die Asche der jungen Kuh eingesammelt hat, soll seine Kleider waschen, und er wird unrein sein bis zum Abend. Und es soll den Söhnen Israel und dem Fremden, der in ihrer Mitte weilt, zur ewigen Ordnung sein.

19,11 Wer einen Toten berührt, die Leiche irgendeines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein. 19,12 Dieser soll sich am dritten Tag damit entsündigen, und am siebten Tag wird er rein sein; und wenn er sich nicht entsündigt am dritten Tag, dann wird er am siebten Tag nicht rein sein. 19,13 Jeder, der einen Toten berührt, die Leiche eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigt, hat die Wohnung des HERRN unrein gemacht; und diese Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn gesprengt wurde, ist er unrein; seine Unreinheit ist noch an ihm.

19,14 Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder, der in das Zelt geht, und jeder, der in dem Zelt ist, wird sieben Tage unrein sein. 19,15 Und jedes offene Gefäß, auf dem kein festgebundener Deckel ist, wird unrein sein. - 19,16 Und jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen oder einen Verstorbenen oder die Knochen eines Menschen oder ein Grab berührt, wird sieben Tage unrein sein. 19,17 Und man soll für den Unreinen [etwas] von dem Staub des zur Entsündigung Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser darauf in ein Gefäß geben; 19,18 und ein reiner Mann soll ein Ysop[büschel] nehmen und es in das Wasser eintauchen und soll [etwas] auf das Zelt sprengen und auf alle Gefäße und auf die Personen, die dort sind, und auf den, der die Knochen oder den Erschlagenen oder den Verstorbenen oder das Grab berührt hat. 19,19 Und zwar soll der Reine den Unreinen am dritten Tag und am siebten Tag besprengen und ihn am siebten Tag entsündigen; und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und am Abend wird er rein sein. - 19,20 Und wenn jemand unrein wird und sich nicht entsündigt, dann soll diese Seele ausgerottet werden aus der Mitte der Versammlung; denn er hat das Heiligtum des HERRN unrein gemacht: das Wasser der Reinigung ist nicht auf ihn gesprengt worden, er ist unrein. 19,21 Das soll ihnen zur ewigen Ordnung sein. Und wer das Wasser der Reinigung sprengt, soll seine Kleider waschen; und wer das Wasser der Reinigung berührt, wird unrein sein bis zum Abend. 19,22 Und alles, was der Unreine berührt, wird unrein sein; und wer ihn berührt, wird unrein sein bis zum Abend.

Mirjams Tod - Wasser aus dem Felsen - Moses und Aarons Vergehen.

Kapitel 20

20,1 Und die Söhne Israel, die ganze Gemeinde, kamen in die Wüste Zin im ersten Monat; und das Volk blieb in Kadesch; und Mirjam starb dort und wurde dort begraben. 20,2 Und es war kein Wasser da für die Gemeinde; da versammelten sie sich gegen Mose und gegen Aaron. 20,3 Und das Volk haderte mit Mose, und sie sagten: Wären wir doch umgekommen, als unsere Brüder vor dem HERRN umkamen! 20,4 Und warum habt ihr die Versammlung des HERRN in diese Wüste gebracht, damit wir in ihr sterben, wir und unser Vieh? 20,5 Und warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen? Es ist nicht ein Ort für Saat und für Feigenbäume und Weinstöcke und Granatbäume, auch ist kein Wasser da zum Trinken.

20,6 Und Mose und Aaron gingen von der Versammlung fort zum Eingang des Zeltes der Begegnung und fielen auf ihr Angesicht nieder; und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen. 20,7 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 20,8 Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen! Dann wird er sein Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh. 20,9 Und Mose nahm den Stab [von dem Ort] vor dem HERRN, wie er ihm geboten hatte. 20,10 Und Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und er sagte zu ihnen: Hört doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir für euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen? 20,11 Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh. 20,12 Da sprach der HERR zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Söhne Israel zu heiligen, darum sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe. 20,13 Das ist das Wasser von Meriba, wo die Söhne Israel mit dem HERRN haderten und er sich an ihnen heilig erwies.

Edomiter stellen sich gegen den Durchzug Israels.

20,14 Und Mose sandte Boten von Kadesch aus an den König von Edom: So spricht dein Bruder Israel: Du kennst all die Mühsal, die uns betroffen hat: 20,15 Unsere Väter zogen nach Ägypten hinab, und wir haben eine lange Zeit in Ägypten gewohnt; und die Ägypter behandelten uns und unsere Väter schlecht. 20,16 Da schrien wir zu dem HERRN, und er hat unsere Stimme gehört und einen Engel gesandt und uns aus Ägypten herausgeführt; und siehe, wir sind in Kadesch, einer Stadt am Rand deines Gebiets. 20,17 Laß uns doch durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht durch die Äcker und durch die Weinberge ziehen und wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir gehen [und] nicht abbiegen zur Rechten oder zur Linken, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind. 20,18 Aber Edom sagte zu ihm: Du darfst nicht bei mir durchziehen, sonst ziehe ich dir mit dem Schwert entgegen. 20,19 Und die Söhne Israel sagten zu ihm: Auf der Landstraße wollen wir hinaufziehen; und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und mein Vieh, dann will ich den Preis dafür bezahlen. Nur will ich zu Fuß hindurchziehen, weiter nichts. 20,20 Und er sagte: Du darfst nicht hindurchziehen! Und Edom zog aus, ihm entgegen, mit zahlreichem Volk und mit starker Hand. 20,21 Und so weigerte sich Edom, Israel zu gestatten, durch sein Gebiet zu ziehen; und Israel bog ab.

Aarons Tod.

20,22 Und sie brachen auf von Kadesch; und die Söhne Israel, die ganze Gemeinde, kamen an den Berg Hor. 20,23 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron am Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom, und sprach: 20,24 Aaron soll zu seinen Völkern versammelt werden; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Söhnen Israel gegeben habe, weil ihr gegen meinen Befehl widerspenstig gewesen seid bei dem Wasser von Meriba. 20,25 Nimm Aaron und seinen Sohn Eleasar und laß sie hinaufsteigen auf den Berg Hor; 20,26 und ziehe Aaron seine Kleider aus und lege sie seinem Sohn Eleasar an! Und Aaron soll [zu seinen Vätern] versammelt werden und dort sterben. 20,27 Und Mose tat, wie es der HERR befohlen hatte. Sie stiegen auf den Berg Hor vor den Augen der ganzen Gemeinde. 20,28 Und Mose zog dem Aaron seine Kleider aus und legte sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron starb dort auf dem Gipfel des Berges. Und Mose und Eleasar stiegen von dem Berg herab. 20,29 Und als die ganze Gemeinde sah, daß Aaron verschieden war, beweinte das ganze Haus Israel den Aaron dreißig Tage lang.

Sieg über die Kanaaniter von Atarim.

Kapitel 21

21,1 Und der Kanaaniter, der König von Arad, der im Südland wohnte, hörte, daß Israel den Weg nach Atarim kam, und er kämpfte gegen Israel und führte Gefangene von ihm weg. 21,2 Da legte Israel dem HERRN gegenüber ein Gelübde ab und sagte: Wenn du dieses Volk wirklich in meine Hand gibst, dann werde ich seine Städte mit dem Bann belegen. 21,3 Und der HERR hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter [in seine Hand]; und es belegte sie und ihre Städte mit dem Bann. Und man gab dem Ort den Namen Horma.

Bestrafung des murrenden Volkes und Rettung durch die eherne Schlange.

21,4 Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg; 21,5 und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Damit wir in der Wüste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung. 21,6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel. 21,7 Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir haben gesündigt, daß wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zu dem HERRN, daß er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete für das Volk. 21,8 Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. 21,9 Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.

Siege über den Amoriterkönig Sihon und über Og, den König von Basan.

21,10 Und die Söhne Israel brachen auf und lagerten sich in Obot. 21,11 Und sie brachen auf von Obot und lagerten sich in Ije-Abarim in der Wüste, die vor Moab gegen Osten ist. 21,212 Von dort brachen sie auf und lagerten sich am Bach Sered. 21,13 Von dort brachen sie auf und lagerten sich auf der andern Seite des Arnon, der in der Wüste ist, der aus dem Gebiet der Amoriter hervorkommt. Denn der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern. 21,14 Darum heißt es in dem Buch der Kämpfe des HERRN:

Das Waheb in Sufa und die Bäche des Arnon; 21,15 und der Abfluß der Bäche, der sich erstreckt nach dem Wohnsitz von Ar und sich anlehnt an das Gebiet von Moab.

21,16 Und von dort [zogen sie] nach Beer; das ist der Brunnen, von dem der HERR zu Mose sprach: Versammle das Volk! Und ich will ihnen Wasser geben. 21,17 Damals sang Israel dieses Lied:

Steige herauf, Brunnen! Singt ihm zu! 21,18 Brunnen, den Oberste gegraben, den die Edlen des Volkes gehöhlt haben mit dem Zepter, mit ihren Stäben!

Und aus der Wüste [zogen sie] nach Mattana; 21,19 und von Mattana nach Nahaliel; und von Nahaliel nach Bamot; 21,20 und von Bamot in das Tal, das im Gebiet von Moab ist, bei dem Gipfel des Pisga, der hinunterblickt über die Fläche der Wildnis.

V. 21-35: Jos 12,1-6.

21,21 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem König der Amoriter, und ließ [ihm] sagen: 21,22 Laß mich durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht auf die Äcker und in die Weinberge abbiegen, wir wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir gehen, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind. 21,23 Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen; und Sihon sammelte all sein [Kriegs]volk und zog aus Israel entgegen in die Wüste und kam nach Jahaz und kämpfte gegen Israel. 21,24 Und Israel schlug ihn mit der Schärfe des Schwertes und nahm sein Land in Besitz vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Söhnen Ammon; denn die Grenze der Söhne Ammon war fest. 21,25 Und Israel nahm alle diese Städte ein, und Israel wohnte in allen Städten der Amoriter, in Heschbon und in allen seinen Tochterstädten. 21,26 Denn Heschbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter; und dieser hatte gegen den früheren König von Moab gekämpft und hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand weggenommen. 21,27 Daher sagen die Spruchdichter:

Kommt nach Heschbon! Aufgebaut und befestigt werde die Stadt Sihons!

21,28 Denn Feuer ging aus von Heschbon, eine Flamme von der Stadt Sihons; es fraß Ar in Moab, die Herren der Höhen des Arnon.

21,29 Wehe dir, Moab! Du bist verloren, Volk des Kemosch! Er hat seine Söhne zu Flüchtlingen gemacht und seine Töchter in die Gefangenschaft Sihons geführt, des Königs der Amoriter.

21,30 Da haben wir auf sie geschossen; Heschbon ist verloren bis Dibon; da haben wir verödet bis Nofach, das bei Medeba liegt.

21,31 Und Israel wohnte im Land der Amoriter. 21,32 Und Mose sandte [Männer] aus, um Jaser zu erkunden; und sie nahmen seine Tochterstädte ein, und er trieb die Amoriter aus, die dort waren.

21,33 Und sie wandten sich und zogen hinauf auf dem Weg nach Basan; und Og, der König von Basan, zog aus ihnen entgegen, er und all sein [Kriegs]volk, zum Kampf nach Edrei. 21,34 Und der HERR sprach zu Mose: Fürchte ihn nicht! Denn in deine Hand habe ich ihn gegeben und sein ganzes Volk und sein Land. Und tu ihm, wie du Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der zu Heschbon wohnte. 21,35 Und sie schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes [Kriegs]volk, bis ihm kein Entkommener übrigblieb; und sie nahmen sein Land in Besitz.

Balaks Auftrag an Bileam.

Kapitel 22

22,1 Und die Söhne Israel brachen auf und lagerten sich in den Ebenen Moabs, jenseits des Jordan bei Jericho.

22,2 Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern angetan hatte. 22,3 Und Moab fürchtete sich sehr vor dem Volk, weil es [so] groß war, und es graute Moab vor den Söhnen Israel. 22,4 Und Moab sagte zu den Ältesten von Midian: Jetzt wird dieser Haufe unser ganzes [Land] ringsum abfressen, wie das Rind das Grüne des Feldes abfrißt. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu jener Zeit König von Moab. 22,5 Und er sandte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor, das am Strom [liegt], in das Land der Söhne von Ammo, um ihn zu rufen. Und er ließ ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus Ägypten ausgezogen; siehe, es bedeckt die Fläche des Landes, und es liegt mir gegenüber. 22,6 Und nun komm doch, verfluche mir dieses Volk! Denn es ist stärker als ich. Vielleicht gelingt es mir, daß wir es schlagen und ich es aus dem Land vertreibe. Denn ich habe erkannt: wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht. 22,7 Und die Ältesten von Moab und die Ältesten von Midian zogen hin mit dem Wahrsagerlohn in ihrer Hand. Und sie kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks. 22,8 Und er sagte zu ihnen: Übernachtet hier diese Nacht! Und ich werde euch Antwort bringen, wie der HERR zu mir reden wird. Und die Obersten von Moab blieben bei Bileam.

22,9 Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind diese Männer bei dir? 22,10 Und Bileam sagte zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der König von Moab, hat [sie] zu mir gesandt: 22,11 `Siehe, das Volk, das aus Ägypten ausgezogen ist, bedeckt die Fläche des Landes. Komm jetzt, verfluche es mir! Vielleicht bin ich [dann] imstande, gegen es zu kämpfen und es zu vertreiben.' 22,12 Und Gott sprach zu Bileam: Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet. 22,13 Und Bileam stand am [nächsten] Morgen auf und sagte zu den Obersten von Balak: Geht [wieder] in euer Land! Denn der HERR hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen. 22,14 Und die Obersten von Moab machten sich auf und kamen zu Balak und sagten: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu gehen.

22,15 Da sandte Balak noch einmal Oberste, mehr und angesehenere als jene. 22,16 Und sie kamen zu Bileam und sagten zu ihm: So spricht Balak, der Sohn Zippors: Laß dich doch nicht abhalten, zu mir zu kommen! 22,17 Denn sehr hoch will ich dich belohnen, und alles, was du mir sagen wirst, will ich tun. So komm doch, verfluche mir dieses Volk! 22,18 Und Bileam antwortete und sagte zu den Knechten Balaks: Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gäbe, könnte ich nicht den Befehl des HERRN, meines Gottes, übertreten, um [etwas] Kleines oder Großes zu tun. 22,19 Und nun bleibt doch auch ihr hier diese Nacht, und ich werde erkennen, was der HERR weiter mit mir reden wird. 22,20 Da kam Gott nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Wenn die Männer gekommen sind, um dich zu rufen, mache dich auf, geh mit ihnen! Aber nur das, was ich dir sagen werde, darfst du tun!

Bileams Weg zu Balak.

22,21 Und Bileam machte sich am Morgen auf und sattelte seine Eselin und ging mit den Obersten von Moab.

22,22 Da entbrannte der Zorn Gottes, daß er ging. Und der Engel des HERRN stellte sich in den Weg, um ihm entgegenzutreten. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Diener waren bei ihm. 22,23 Und die Eselin sah den Engel des HERRN mit seinem gezückten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen, und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Feld [weiter]; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu lenken. 22,24 Da trat der Engel des HERRN in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen; eine Mauer war auf der einen und eine Mauer auf der andern Seite. 22,25 Und die Eselin sah den Engel des HERRN und drückte sich an die Wand und drückte den Fuß Bileams an die Wand; und er schlug sie noch einmal. 22,26 Da ging der Engel des HERRN noch einmal weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Weg war, um auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. 22,27 Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, legte sie sich hin unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stock. 22,28 Da öffnete der HERR den Mund der Eselin, und sie sagte zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß du mich nun [schon] dreimal geschlagen hast? 22,29 Bileam sagte zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast. Hätte ich doch ein Schwert in meiner Hand! Gewiß hätte ich dich jetzt erschlagen! 22,30 Und die Eselin sagte zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis zum heutigen Tag? War es je meine Gewohnheit, dir so etwas zu tun? Und er sagte: Nein.

22,31 Da enthüllte